Giovane Élber kämpft gegen illegale Regenwaldrodung in Brasilien

Der brasilianische Ex-Fußballprofi des FC Bayern München Giovane Élber und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stemmen sich gegen illegale Regenwaldrodung. Die von Brasiliens Machthaber Jair Bolsonaro vorangetriebene Waldvernichtung dient dazu, dort riesige Soja-Plantagen anzulegen, um Futtermittel für die Massentierhaltung zu produzieren – auch für den deutschen Markt. Das Abholzen und Abbrennen vernichtet Lebensräume von Tieren und verschärft die Klimakrise weltweit.

Dazu Giovane Élber: „Die Leute, die den Regenwald im Amazons abbrennen, sind für mich Verbrecher. Ich habe selbst eine Rinderfarm. Deshalb weiß ich, dass wir im Einklang mit Natur und Umwelt wirtschaften können.“

Élber, der als Publikumsliebling beim VfB-Stuttgart, bei Bayern München und Borussia Mönchengladbach spielte, wurde vier Mal Deutscher Meister und Torschützenkönig. Seine Popularität möchte er nun einsetzen, um Menschen aufzurütteln und dazu zu bewegen, gegen die Regenwaldrodung in seiner Heimat Brasilien vorzugehen. Die dazu am 27. Juli gestartete Petition haben bereits in den ersten Tagen mehr als 50.000 Menschen unterschrieben. Sie fordern Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf, während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft das Wirtschaftsabkommen mit den südamerikanischen Staaten (Mercosur) zu stoppen.

Giovane Élber weiter: „Das EU-Mercosur-Abkommen, das gerade mit Bolsonaro verhandelt wird, darf nicht zustande kommen. Ich fordere die Bundesregierung auf, das Abkommen abzulehnen.“

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir sind stolz, in Giovane Élber einen Mitstreiter für den Erhalt der biologischen Vielfalt und Schönheit Brasiliens gewonnen zu haben. Den Menschen muss klarwerden, dass die Regenwaldrodung direkt mit ihnen zu tun hat. Dass die Bäume brennen, um Soja anzubauen, dass dieses Soja auch in deutsche Ställe geliefert wird und am Ende im Schnitzel steckt, das auf deutschen Tellern liegt. Das EU-Mercosur-Abkommen würde diese Effekte noch weiter anheizen, zum Schaden von Tieren, Umwelt und Klima. Das darf nicht geschehen.“

Die Abholzung im Amazonasgebiet hat dieses Jahr um 55 Prozent zugenommen. Dadurch wird die Artenvielfalt zerstört, indigene Bevölkerung und Tiere wie der Jaguar verlieren ihre Heimat und die „Grüne Lunge“ der Welt geht verloren, die Klimakrise wird angeheizt. Die DUH fordert neben einem Stopp des Abkommens einen Systemwechsel in der industriellen Tierhaltung hin zu ökologischer Landwirtschaft.

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