Barrierefreie Reiseerlebnisse im Museum of Craft and Design

KI-Assistent Ally im Einsatz im Museum of Craft and Design
KI-Assistent Ally ermöglicht barrierefreie Reiseerlebnisse im Museum of Craft and Design. © Envision

Das Museum of Craft and Design in San Francisco hat ein Pilotprojekt für blinde und sehbehinderte Menschen sowie für Personen mit Hörbeeinträchtigung gestartet. Dank „Ally“, dem „zugänglichsten und gesprächigsten“ KI-Assistenten, soll Kunst nun integrativer, intuitiver und für alle zugänglicher gemacht werden. Hinter diesem neuen Service steckt Envision, einer der führenden Anbieter von Assistenztechnologien. Die Firma bietet KI-gestützte Tools, die visuelle Daten in aussagekräftige Sprachinformationen umwandeln.

„Ally“ kann ab sofort in der Ausstellung „Beau McCall: Buttons On!“, die noch bis zum 14. September im Museum of Craft and Design gezeigt wird, genutzt werden. Weitere Ausstellungen, die dank der neuen Technik für alle zugänglich werden, sollen folgen.

Und so einfach geht’s: Besucher scannen einen QR-Code am Museumseingang, um auf „Ally“ zuzugreifen. Anschließend richtet man die Kamera des Smartphones auf ein Kunstwerk, um es beschreiben zu lassen. Besucher können „Ally“ in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Art und Weise Fragen stellen. Zum Beispiel: „Was sehe ich?“ „Welche Materialien hat der Künstler verwendet?“ „Können Sie mir die Farben beschreiben?“

Da Ausstellungstexte und Wandbeschriftungen direkt in „Ally“ integriert sind, versteht das Programm, was es „betrachtet“ und gibt sofort durchdachte, natürliche Antworten. Es bietet detaillierte Einblicke und visuelle Beschreibungen, ohne dass Besucher suchen oder etwas auswählen müssen.

„Ally ergänzt unsere Vision, Kunst für alle zugänglich zu machen, perfekt. Die Einführung während der Ausstellung Beau McCall: Buttons On! war ideal“, sagt Sarah Beth Rosales, Marketing and Communications Director des Museum of Craft and Design. „Wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die Ally eröffnet – nicht nur, um die Zugänglichkeit in der Kunst zu verbessern, sondern auch, um das Gesamterlebnis für alle Besucher zu vertiefen“, so die Museumschefin weiter.

Impressionen von der Funktionsweise des KI-Assisten Ally

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„Ally wurde entwickelt, um die Welt durch Dialog zu erschließen. Mit der Einführung im Museum of Craft and Design schaffen wir nicht nur Barrierefreiheit – wir verändern die Art und Weise, wie Menschen mit Kunst in Kontakt treten“, erklärt Karthik Mahadevan, CEO und Mitgründer von Envision, und fügt hinzu: „Dieses Pilotprojekt zeigt, dass großartiges Design inklusives Design ist. Und davon profitieren alle, nicht nur Blinde und Sehbehinderte.“

„Ally“ funktioniert auf jedem Smartphone – es ist kein spezielles Gerät oder Setup erforderlich. Egal, ob Besucher blind sind, eine Sehschwäche haben, Hörgeräte tragen oder einfach nur intensiver und persönlicher erkunden möchten: „Ally“ passt sich jedem Tempo und jeder individuellen Neugier an.

Besucher, die die neue Technik bereits ausprobiert haben, sagen, es verbessere nicht nur das Erlebnis, sondern definiere die Verbindung mit Kunst neu. „Ohne diese Art der Unterstützung ist es einfach nicht möglich, Kunst zu erleben. Die Beschreibungen waren so umfassend als hätte ich mein Augenlicht zurück. Ich fand es toll“, sagt Garee Dunning, ein Besucher aus San Francisco. Auch Lynn Stelmah, die schwerhörig ist, profitierte von einer nahtlosen Audioübertragung: „Die Informationen wurden direkt in mein Hörgerät übertragen. Ich musste mich nicht anstrengen, um einen Museumsführer zu verstehen.“

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