Kriegsgrabstätten in der Wallonie in UNESCO-Welterbeliste aufgenommen

Friedhof von Robermont
Friedhof von Robermont. Bild: © FTPL – P. Fagnoul

Die Grab- und Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs in Belgien und Frankreich sind nun Teil der UNESCO-Welterbeliste. Das hat das Welterbekomitee am 20. September 2023 auf seiner Jahrestagung beschlossen. Die neu gewählten Stätten – 16 in der Wallonie, 27 in Flandern und 96 in Frankreich – liegen entlang der Westfront des Ersten Weltkriegs vom Norden Belgiens bis nach Ostfrankreich; dazu gehören große Militärfriedhöfe, auf denen zehntausende Soldaten aus Europa und den Kolonien der Kriegsparteien beigesetzt wurden, bis hin zu einzelnen Mahnmalen. Diese Grab- und Gedenkstätten wurden als Reaktion auf das ungekannte Ausmaß des Krieges errichtet und zeugen von einer neuen Gedenkkultur, die auch dem Bedürfnis nach individueller Trauer und Erinnerung Rechnung trägt.

Die 16 Stätten in der Wallonie, die nun zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen:

  • Die Kriegsgräberfelder auf dem Friedhof von Robermont in Lüttich (Provinz Lüttich)
  • Das Fort von Loncin in Ans (Provinz Lüttich)
  • Die französischen Soldatenfriedhöfe in Tintigny (Provinz Luxemburg):
    • l’Orée de la Forêt
    • du Plateau
    • der deutsch-französische Friedhof von Radan
  • Das Denkmal für die Opfer des Massakers von Tamines (Provinz Namur)
  • Der französische Soldatenfriedhof La Belle-Motte in Aiseau-Presles (Provinz Hennegau)
  • Der deutsch-kommunistische Soldatenfriedhof von Saint-Symphorien in Mons (Provinz Hennegau)
  • Die Soldatenfriedhöfe des Commonwealth in Comines-Warneton (Provinz Hennegau):
    • Hyde Park Corner
    • Berks Cemetery Extension/li>
  • Das Ploegsteert Memorial to the Missing in Comines Warneton (Provinz Hennegau):
    • Strand
    • Prowse Point
    • Mud Corner
    • Toronto Avenue
    • Ploegsteert Wood
    • Rifle House

Die Grab- und Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs sind die neuesten Zugänge auf der Liste des UNESCO-Welterbes in der Wallonie: Dazu zählen bereits die Belfriede von Binche, Charleroi, Mons, Tournai, Thuin, Gembloux und Namur (gemeinsam mit anderen belgischen und französischen Belfrieden), die vier ehemaligen Bergbaustandorte in der Wallonie (Grand-Hornu, Bois-du-Luc, Bois du Cazier und Blegny-Mine), die historischen Schiffsaufzüge des Canal du Centre, die Kathedrale von Tournai, die Feuersteinminen von Spiennes, der Wald von Soignes oder die Stadt Spa in der Reihe der „Great Spas of Europe“.

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