Seilbahn für den Ochsenkopf im Fichtelgebirge

Teil der Talstation Nord in Bischofsgrün
Teil der Talstation Nord in Bischofsgrün während der Bauphase. Bild: © Kur- und Tourist Information Bischofsgrün

Ab der Wintersaison 2023 führt eine neue Seilbahn an der Nordseite des Ochsenkopfs ganzjährig auf den 1.024 Meter hohen Berg, auf der Südseite dann ab Winter 2024. Auf diese Weise wird die Fichtelgebirgslandschaft mit ihren Erhebungen auch für Familien mit Kinderwägen, Senioren und Gehbeeinträchtigte zugänglich und das Angebot für die bestehende Zielgruppe an Aktivurlaubern noch attraktiver. Das Fichtelgebirge bietet in der Ochsenkopfregion ein breites Angebot an Sportarten wie Skilaufen, Wandern und Radfahren.

Mit Zehnergondeln barrierefrei auf den Ochsenkopf
Ab dem 22. Dezember 2023 dieses Jahres ist es für Kleingruppen ganzjährig möglich, gemeinsam auf den Ochsenkopf zu fahren. Auch Personen mit Rollatoren und Rollstuhlfahrer sowie Familien mit Kinderwägen oder Kraxen finden bequem Platz in den 40 Zehnergondeln, die dann den Doppelsessellift von Bischofsgrün aus auf den Berg ersetzen. Die Zweier-Liftsitze wurden upgecycelt und dienen künftig als Ruhesessel in der Fichtelgebirgslandschaft. Zu den weiteren Profiteuren der neuen Seilbahn gehören zudem alle aktiven Besucher: Skifahrer und Skischulen, die auf dem Ochsenkopf die längsten Pisten Nordbayerns finden, sowie Wanderer, die hier auf Qualitätswanderwegen unterwegs sind, und Radfahrer, die ihre Bikes dann mühelos zur neuen Bergstation transportieren lassen, um anschließend die beeindruckenden Aussichten auf den verschiedenen Trails zu genießen. Auch für die Teilnehmer des BLSV Sportcamps in Bischofsgrün – 2022 eröffnet – ergänzt es das Trainings-, Sport- und Erholungsangebot perfekt.

Wegfall langer Anfahrtswege nach Südbayern
Die neue mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattete Seilbahn ist die einzige ihrer Art in Nordbayern. Das stellt einen großen Vorteil in Bezug auf Nachhaltigkeit und Daseinsvorsorge dar. Denn lange Anfahrtswege in den Süden Bayerns entfallen künftig, machen Besucher die Wahl eines Urlaubsorts in Gebirgen doch oftmals von der dort vorhandenen Infrastruktur abhängig.

Förderung durch den Freistaat
Die Kosten für den Bau an der Nordseite – wo die Seilbahn pro Stunde rund 2.000 Personen barrierefrei auf den Berg befördern wird – belaufen sich nach jetzigem Stand auf 25,63 Millionen Euro, wobei 30 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert werden. Für den Bau an der Südseite betragen die Kosten voraussichtlich 15,58 Millionen Euro – auch hier mit einem Fördersatz von 30 Prozent. Das gesamte Projekt wird streng wasser- und naturschutzrechtlich begleitet.

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