Dublin: Emigration Museum erneut „Europas führende Touristenattraktion“

EPIC Museum in Dublin's Docklands
Das EPIC ist im Custom House Quarter Building in Dublins Docklands untergebracht. Bild: Tourism Ireland/EPIC

Das „Irish Emigration Museum“ in Dublins Docklands war, ist und bleibt die führende Touristenattraktion in Europa. Zum zweiten Mal hintereinander wurde das EPIC – Irlands beeindruckendes Auswanderungsmuseum – zu „Europas führender Touristenattraktion“ gewählt. Es setzte sich im Wettstreit der Besten abermals gegen so bekannte Konkurrenten wie das Kolosseum in Rom, Londons Buckingham Palace und den Eiffelturm in Paris durch. Zugleich ist es die erste Attraktion, die den „World Travel Award“ in Folge erhält.
 
EPIC ist sehr weit entfernt vom weihevollen Klischee eines musealen Kunst- und Bildungs-Tempels. Die volldigitale Ausstellung nimmt die Besucher mit interaktivem Entertainment und visuellen Präsentationen über die Hintergründe und Dramatik der irischen Emigration sofort gefangen. 20 Galerien, nachbearbeitete Audios von vor 100 Jahren und Videos erwecken Irlands tragische Geschichte anschaulich zum Leben.
 
Eindrucksvoll dokumentiert das EPIC, was Auswanderung für die Iren einst und jetzt tatsächlich bedeutete. Es hinterfragt die abgedroschenen Stereotypen des „Oirish“, die trivialen Vorurteile und das Halbwissen über die vermeintliche irische Kultur. Und es offenbart den Einfluss, den irische Emigranten hatten. 10 Millionen Frauen und Männer hatten ihre Heimat zurückgelassen und ihre Kultur aufgeben müssen: sei es ihre bekannte Literatur, gängige Moden und Ernährungsstile, seien es die gewohnte Gerichtsbarkeit und Politikstile oder etwa die gälischen Sportarten. Am leichtesten ließ sich ihre unverwechselbare Musiktradition mitnehmen.
 
Die starke Verbindung zwischen Irland und den Vereinigten Staaten wird repräsentiert durch eindrucksvolle Persönlichkeiten von Iro-Amerikanern in Kultur und Politik: US-Präsidenten wie John F. Kennedy und der frisch gewählte Joe Biden. Oder Schriftsteller wie F. Scott Fitzgerald, Sänger wie John MacCormack, Tänzer wie Gene Kelly und Michael Flatley. Nicht zuletzt Schauspieler wie John Wayne, Maureen O’Hara und Grace Kelly und auch Regisseure wie John Ford.
 
Das Museum beherbergt das „Irische Zentrum für Familiengeschichte“, das Interessenten Konsultationen bei Fachleuten für Genealogie anbietet. Es gewährt damit unmittelbaren Zugang zu genealogischen Aufzeichnungen wie auch einschlägige Information für jeden, der seine irische Abstammung zurückverfolgen möchte. Das EPIC hat seine jüngste Auszeichnung den Iren in aller Welt gewidmet, besonders jenen, die anderen Menschen in ihren Gemeinden während der Covid-19 Pandemie so tatkräftig geholfen haben.
 
Der irische Präsident (Uachtarán na hÉireann) Michael D. Higgins sagte: „Ich gratuliere EPIC The Irish Emigration Museum zum Titel der führenden Touristenattraktion Europas. Diese Auszeichnung ist eine öffentliche Anerkennung für ihre Rolle bei der Hervorhebung der Erfahrungen der irischen Auswanderer, ihrer Ursachen und Folgen sowie ihrer Relevanz für die Geschichten derer, die heute der Marginalisierung, Armut und Konflikten entkommen. Als Gesellschaft sind wir EPIC zutiefst dankbar, dass sie die Erinnerung an unsere gemeinsame Vergangenheit lebendig erhalten haben, und als Präsident von Irland möchte ich all jenen gratulieren, die so hart daran gearbeitet haben, das Museum zu schaffen, das diese internationale Auszeichnung so verdient. “

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