Auf 20 sogenannten „Green Routes“ bündelt Thailand 2026 besondere nachhaltige Reiseformate. Die von der Tourism Authority of Thailand (TAT) entwickelten Konzepte verbinden nachhaltige Natur- und Kulturerlebnisse mit Umweltprogrammen unter Einbindung lokaler Betriebe. Fünf Destinationen stehen dabei besonders im Fokus: Bangkok, Nan, Loei, Krabi und Surat Thani.
Bangkok: Nachhaltige Stadttouren auf historischen Wasserwegen
In der Hauptstadt folgt eine der Green Routes dem Phadung-Krung-Kasem-Kanal. Zum Einsatz kommt ein solarbetriebenes Boot als Alternative zum klassischen Straßenverkehr. Die Route verbindet Tempelanlagen, Märkte und Museen durch kurze Fußwege und öffentliche Nahverkehrsmittel. Stationen wie das Pipit Banglamphu Local Heritage Museum vermitteln die Geschichte des historischen Viertels, während in den Nachbarschaften entlang der Khlongs Handwerk, kleine Ateliers und lokale Initiativen erlebbar werden.
Nan: Radmobilität, Handwerk und gelebte Dorfstrukturen
Die nordthailändische Provinz Nan setzt auf Community-Tourismus und kurze Wege. Die Altstadt lässt sich per Fahrrad erkunden; historische Tempel wie Wat Phumin mit ihren berühmten Wandmalereien sind Teil der Route. In Dörfern wie Bo Suak arbeiten Töpfereien und Webereizentren seit Generationen mit traditionellen Techniken. Besucher lernen die regionale Küche mit saisonalen Zutaten kennen, nehmen an Workshops teil und erhalten Einblicke in dörfliche Einkommensstrukturen, die Handwerk und Tourismus verbinden.
Loei: Slow Travel am Mekong
In Loei konzentrieren sich die Green Routes auf die Mekong-Region rund um Chiang Khan. Die historische Holzarchitektur entlang der Walking Street, der morgendliche Almosengang der Mönche und Aussichtspunkte wie der Skywalk mit Blick über Thailand prägen das Bild. Landwirtschaftliche Betriebe, kleine Farmen und Dorfgemeinschaften sind direkt in touristische Angebote eingebunden. Naturerlebnisse am Fluss, Workshops in Textil- und Handwerksbetrieben und farmbasierte Gastronomie prägen das entschleunigte Reiseformat.
Krabi: Heilquellen und organische Küche
Krabi positioniert sich im Rahmen der Green Routes als „Eco-Wellness“-Destination. Natürliche Thermalquellen im Regenwald von Khlong Thom, nachhaltige Wellness-Resorts und organische Küchenkonzepte prägen das Angebot. Zero-Waste-Ansätze und Refill-Systeme sind Teil der Infrastruktur. Neben klassischen Küstenlandschaften rücken Heilquellen, plastikreduzierte Gastronomie und zertifizierte Unterkünfte in den Vordergrund.
Surat Thani: Nationalpark, Inselwelt und naturnaher Luxus
Surat Thani verbindet hochwertige Küstenresorts mit naturnahen Erlebnisrouten. Im Mu Ko Ang Thong Nationalpark stehen Kajaktouren zwischen Kalksteininseln und Schutzmaßnahmen für sensible Ökosysteme im Mittelpunkt. Im Regenwald von Khao Sok ermöglichen Floating-Unterkünfte am Cheow-Lan-See Naturerlebnisse mit geringem infrastrukturellem Eingriff. Gleichzeitig setzen mehrere Resorts auf Energieeffizienz, regionale Lieferketten und plastikreduzierte Abläufe. Handwerksprojekte und Dorfgemeinschaften ergänzen das Angebot.
Die 20 Green Routes strukturieren nachhaltige Initiativen geografisch und thematisch. Sie bilden zusammenhängende Reiseverläufe, von urbaner Low-Carbon-Mobilität über gemeindebasierten Tourismus bis hin zu Wellness-, Nationalpark- und Inselerlebnissen. Nachhaltigkeit ist dabei kein Zusatz, sondern prägt den gesamten Reiseverlauf.