TAP Air Portugal setzt künftig auf eine leichtere und damit nachhaltigere Grundierungstechnologie für ihre Flugzeuge. Mittels erfolgreich durchgeführter Praxistests konnte bestätigt werden, dass die neue Technik das Gewicht eines Flugzeugs um bis zu 26 Kilogramm reduziert.
Aufgrund der positiven Testergebnisse wurde bereits ein zweiter Airbus A320 mit der neuen Grundierung versehen. Nach der geplanten Einführung der leichteren Beschichtungstechnologie in der gesamten Flotte kann TAP Air Portugal voraussichtlich jährlich rund 428 Tonnen Treibstoff einsparen. Dies entspricht Kosteneinsparungen von mehr als einer halben Million Euro pro Jahr und einer geschätzten Verringerung des CO₂-Ausstoßes um rund 1.353 Tonnen.
Die Tests mit der Aerobase-UPD-Formulierung von AkzoNobel Aerospace Coatings belegen, dass die Gesamtdicke der Grundierungsschicht gegenüber dem herkömmlichen zweischichtigen Lackierverfahren um 36 Prozent verringert werden kann. Gleichzeitig werden die hohen Anforderungen der kommerziellen Luftfahrt an Haltbarkeit, Optik und Oberflächenqualität uneingeschränkt erfüllt.
Die neue Technologie optimiert die Rezeptur und den Lackierprozess und ermöglicht eine präzisere Kontrolle der Schichtdicke, eine um rund 40 Prozent höhere Beständigkeit gegen Lackabläufe sowie eine gleichbleibend hohe Prozessqualität unter realen Lackierbedingungen im Lackierbetrieb und unabhängig vom Erfahrungsniveau der Anwender.
Dank eines validierten Cross-Applikationsverfahrens erreicht Aerobase UPD die erforderliche Deckkraft und Oberflächenqualität bereits mit nur einem Grundierungslackierzyklus. Eine zweite vollständige Grundierungsschicht und die damit verbundenen Ablüftzeiten sind dadurch nicht mehr erforderlich. Neben einer Gewichtsreduzierung der Flugzeuge sorgt der vereinfachte Lackierprozess für eine höhere Produktivität, da ein kompletter Lackierdurchgang entfällt.
Aerobase UPD ist gemäß AMS3095 für MRO-Anwendungen auf unterschiedlichen Flottentypen weltweit zertifiziert und lässt sich mit dem weiterentwickelten Aerobase-Aktivator sowie den bereits eingesetzten Aerobase-Härtern verwenden. Dadurch kann die Technologie einfach in bestehende Lackierprozesse integriert werden.