Müther-Woche im Ostseebad Binz

Müther-Turm im Ostseebad Binz
Müther-Turm im Ostseebad Binz. Bild: © Binzer Bucht Tourismus/Marcus Friedrich

Ufo besichtigen und kreativ werden: Vom 30. September bis zum 6. Oktober 2024 wird im Ostseebad Binz die Müther-Woche veranstaltet. Der Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) hat mit seinen filigranen Bauten aus Beton Architekturgeschichte geschrieben. Dazu gehören unter anderem weltberühmte Bauwerke wie der Teepott in Warnemünde, der Müther-Turm (ehemals Rettungsturm) in Binz oder der Uferpavillon Seerose in Potsdam geschaffen. Mehr als 70 seiner Schalenbauten gab es weltweit, die meisten davon in Ostdeutschland, aber auch in Polen oder auf Kuba.

Wie Holger Vonberg vom Binzer Bucht Tourismus berichtete, wird im Rahmen der Müther-Woche beispielsweise eine exklusive Bustour zu den Müther-Bauten auf Rügen oder einen Kreativkurs mit dem Titel: „Geht nicht, gibt’s nicht“ angeboten. Dort könnten Teilnehmende erfahren, wie aus Geraden doppelt gekrümmte Flächen werden. Oder wie es Vonberg auch ausdrückt: „Mit Schaschlikspießen hyperbolische Paraboloide bauen“. Auch Kinder könnten in diesen speziellen Müther-Bastelstunden kreativ werden.

Mehrmals werde es „UFO OFFEN – Ein- und Ausblicke im Müther-Turm“ geben. Dieser futuristisch anmutende Rettungsturm in der Düne am Binzer Strand ist heute eine Außenstelle des Standesamtes. Für die Zeremonie kommen Paare auch von weit her angereist. Dabei diente der 1982 fertiggestellte Bau bis 2004 tatsächlich als Rettungsturm in der Badesaison. Das Baudenkmal war 2017 aufwendig saniert worden. Wie Vonberg erklärte, ist der Turm in außergewöhnlicher Optik eines seiner kleinsten Bauwerke. Im Haus des Gastes werde auch noch eine Dauerausstellung mit 3D-Modellen von Müther-Bauten zu sehen sein.

„Das Ostseebad Binz war für Müther Inspirationsort und Werkstatt zugleich; allerdings sind einige seiner Bauten abgerissen worden“, sagte Vonberg. Diesem Schicksal ist die 1967 errichtete Buswartehalle in Binz entgangen. „Die Überdachung ist noch heute zu bewundern.“ Über den Bauingenieur und sein Wirken als „Der Landbaumeister von Rügen“ weiß Torsten Seegert in seiner Veranstaltung „Müther-Bauten in der DDR – Eine Zeitreise in Bild und Ton“ zu berichten. Seegert hat bei Müther, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre, gearbeitet und ihn lange begleitet.

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