Synagoge von Chęciny wird Zentrum für Jüdische Kultur

Die 1638 errichtete Synagoge von Chęciny ist eines der ältesten erhaltenen jüdischen Gotteshäuser in Polen. Nachdem das zuletzt als städtisches Kulturzentrum genutzte Bauwerk zusehends verfiel, steht nun eine umfassende Restaurierung an. Die im Stil der Spätrenaissance errichtete Synagoge spiegelt in weiten Teilen den Originalzustand wider, insbesondere die kunstvoll verzierten Steineinfassungen der Fenster und des Portals.
Seit 2019 dauerten die archäologischen Untersuchungen und die Bauplanung an. Nun sollen die umgerechnet zwei Millionen Euro teuren Sanierungsmaßnahmen beginnen und bis Jahresende abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf knapp vier Millionen Euro. In die Jahre gekommene Bauteile wie das Dach oder die Treppen sollen komplett ausgetauscht werden, der Originalbodenbelag hingegen, wie auch verbliebene Schmuckelemente behutsam restauriert werden.

Nach dem Abschluss der Arbeiten soll die Synagoge als Zentrum für Erinnerung und Jüdische Kultur wiedereröffnen. Eine ständige Ausstellung soll dann über die Geschichte und das Schicksal der Juden von Chęciny informieren. Zusätzlich sollen in dem historischen Gebäude Kulturveranstaltungen und Bildungsmaßnahmen stattfinden.

Chęciny liegt rund 15 Kilometer südwestlich von Kielce, der Hauptstadt der Woiwodschaft Świętokrzyskie (Heiligkreuz). Der Ort ist vor allem für die eindrucksvollen Ruinen des mittelalterlichen Königsschlosses aus dem 13. Jahrhundert sowie die einzigartige Jaskinia Raj (Paradieshöhle) mit dem modernen Neandertaler-Museum bekannt.

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