Die Sammlung expressionistischer Gemälde des Virginia Museum of Fine Arts (VMFA) in Richmond ist um ein Meisterwerk reicher. Es zeigt seit Kurzem das restituierte Bild Autostraße im Taunus, das Ernst Ludwig Kirchner im Jahr 1916 geschaffen hatte. Das Gemälde befand sich zuletzt im Besitz eines Privatsammlers, gehörte jedoch ursprünglich zur Sammlung des Frankfurter Ehepaars Ludwig und Rosy Fischer, die zahlreiche Werke der Künstlergruppe Die Brücke umfasste. Sie zählte über 500 Gemälde sowie Grafiken und war zwischen 1905 und 1925 entstanden. Nach der Machtergreifung durch die Nazis konnten die Söhne der Fischers, Ernst und Max, etwa die Hälfte der Sammlung in die USA retten, wo sie seitdem zu großen Teilen im VMFA zu sehen ist.
Entsprechend befindet sich in Richmond die Autostraße im Taunus nun in prominenter Umgebung mit anderen Werken Kirchners wie Die sechs Tänzerinnen (1911), einem Porträt von Erna Kirchner (1917) und Otto und Maschka Müller im Atelier (1911). Ebenfalls zu sehen sind Kirchners Sandberge bei Grünau (1913), ein Werk, das bis 2016 im Museum of Modern Art in New York hing, bevor es an die Erben Max Fischers zurückgegeben wurde und anschließend ins VMFA gelangte. Das Haus gehört zu den größten Kunstmuseen der USA. Es wurde 1936 eröffnet und verfügt heute über einen Bestand von rund 50.000 Werken. Weitere Informationen gibt es unter www.VMFA.museum.
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