Als die USA 1976 den 200. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung feierten, gab es in der Hauptstadt Washington, DC ein ganz besonderes Geschenk: Das National Air and Space Museum wurde am 1. Juli an seinem heutigen Standort an der National Mall eröffnet. 2026 feiert das Haus, das binnen kurzer Zeit zu einem der meistbesuchten Museen der Welt avancierte, mit einer ganzen Reihe von Aktionen sowie dem Abschluss der umfassenden Renovierungsarbeiten sein 50-jähriges Jubiläum. Dazu kommen einige spektakuläre neue Exponate. Erstmals wird eine Rakete aus der Serie New Shepard der Firma Blue Origin zu sehen sein, ebenso eine Iljuschin Il-2 Sturmovik, ein Kampfflugzeug der sowjetischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Zudem kehren Besucherlieblinge wie das Hubble Weltraumteleskop und das Jagdflugzeug North American P-51 Mustang in die Ausstellung zurück.
Im Mai 2026 startet im National Air and Museum unter dem Motto „50 for 50“ ein besonderer Countdown. Nach und nach rückt das Haus 50 ausgewählte Ausstellungsstücke in den Fokus, wobei jedes aus einem anderen der 50 amerikanischen Bundesstaaten stammt. So will man bis zum 1. Juli 2026 aufzeigen, wie vielfältig die Beiträge aus dem ganzen Land zur Entwicklung von Luft- und Raumfahrt waren. Darüber hinaus arbeitet das Museum daran, seine gesamte Sammlung aus dem Stammhaus und seiner Dependance, dem Steven F. Udvar-Hazy Center nahe des Washington Dulles International Airport, zu digitalisieren, so dass sich jederzeit Bilder und Informationen zu den mehr als 6.000 Objekten online abrufen lassen.
Am 1. Juli 2026 eröffnen fünf weitere Bereiche des Museums wieder, das seit Beginn der Renovierung Ende 2018 zwischenzeitlich ganz geschlossen war. Bis zum 11. November 2026 folgen noch die beiden verbleibenden Galerien, so dass knapp acht Jahre, nachdem die Arbeiten aufgenommen wurden, erstmals wieder das gesamte Museum zu besichtigen ist. Zu den vielen Highlights gehören unter anderem die Spirit of St. Louis, mit der Charles Lindbergh 1927 den Atlantik überflog, und das Kommandomodul Columbia der Apollo-11-Mission, die 1969 zur ersten Mondlandung führte.


