Auswahl an Dilmah Tessorten bei Emirates
In Kooperation mit der sri-lankischen Teemarke Dilmah bietet die Fluggesellschaft zwölf Teesorten an, darunter zwei exklusive Signature-Tees. Bild: Emirates

Tea Time über den Wolken bei Emirates

Abwarten und Tee trinken: Jährlich serviert Emirates seinen Fluggästen 33 Millionen Tassen Tee. In Kooperation mit der sri-lankischen Teemarke Dilmah bietet die Fluggesellschaft zwölf Teesorten an, darunter zwei exklusive Signature-Tees. Die beliebteste Sorte in der Economy Class ist Schwarztee, während Passagiere der First Class und Business Class marokkanischen Minztee sowie den Signature-Frühstückstee bevorzugen. Der Gründer von Dilmah, Merrill J. Fernando, feiert im Mai sein 70. Branchenjubiläum und seinen 90. Geburtstag. Derzeit ist es zwar nicht möglich, die Teevariationen in 10.000 Metern Höhe zu genießen, Teefreunde können die unterschiedlichen Sorten aber auch zu Hause genießen und gedanklich zu den Herkunftsorten reisen. Die Dilmah-Teebox mit exklusiven Emirates-Signature-Tees kann im Emirates Official Store bestellt werden.

GMarokko: Die Kunst des Einschenkens

In Marokko ist nicht nur der Tee selbst, sondern auch das Ausschenken eine Philosophie für sich. Zunächst gibt man bei der Zubereitung des Heißgetränkes einen Esslöffel grünen Tee in eine landestypische Kanne und gießt dann Wasser darüber. Der Sud wird im Anschluss weggekippt, danach fügt man den in der Kanne verbleibenden Teeblättern ein Bündel frischer Minze sowie rund 150 Gramm Zucker pro 400 Milliliter Wasser hinzu. Sobald sich dieser in der Kanne aufgelöst hat, beginnt die Gieß-Zeremonie. Dazu stellt der Gastgeber Teegläser kreisförmig auf ein traditionelles Silbertablett und füllt sie aus 30 bis 40 Zentimetern Höhe mit einem dünnen Strahl Tee. Der Tee aus den Gläsern wird anschließend wieder zurück in die Kanne geschüttet und der komplette Einschenkvorgang bis zu fünf Mal wiederholt, wodurch schließlich eine köstliche Mischung aus Tee und Zucker entsteht.

Exklusiver Signature Tee in der Emirates First Class
In der First Class wird Emirates Gästen exklusiver Signature Tee angeboten. Bild: Emirates.

Japan: Grün, grün, grün ist der Tee

Eine traditionelle japanische Teezeremonie kann zwischen vier und sechs Stunden dauern. Die Zeremonie, die strengen Regeln folgt, geht auf buddhistische Mönche zurück und wird in Japan auch als Teeritual, Sado oder Chado bezeichnet. Während der gesamten Zeremonie wird nur grüner Tee aus typischen, oft eisernen Kannen und Teeschalen ohne Henkel getrunken. Leichte Speisen wie Suppe, Reis oder Sake werden serviert, bevor die Teilnehmer den Tee tatsächlich trinken. Zu Beginn der Zeremonie bereitet der Teemeister den Tee im Stillen zu, indem er pulverisierten grünen Tee oder Matcha mit einem Bambuslöffel in die Teeschalen füllt und heißes Wasser darüber gießt. Die Schale wird dann zunächst dem „Hauptgast“ übergeben, der drei kleine Schlucke trinkt und die Schale anschließend an den nächsten Gast weitergibt. Auf diese Weise wird der Tee weitergereicht und schweigend ausgetrunken. Danach entwickelt sich meist noch eine lebhafte Diskussion über die Art des verwendeten Tees.

Deutschland: Ostfriesische Tradition

„Tee as Ölje, Kluntje as’n Sliepsteen un Rohm as’n Wulkje“ („Tee muss wie Öl, Kandis wie ein Schleifstein und Sahne wie ein Wölkchen sein“): Das ist das Motto, nach dem die Ostfriesen – benannt nach der Region in Niedersachsen, in der sie leben – ihren Tee genießen. Der so genannte Ostfriesentee ist eine Schwarzteemischung mit wohlklingenden Namen wie Swantje, Okka, Enne oder Hajo und die zugehörige Teezeremonie wurde 2016 sogar in die UNESCO Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Genau wie James Bond trinken die Ostfriesen ihren Tee nicht gerührt, sondernmit drei Schichten: Sahne, Tee und Kluntje (Kandiszucker). Zuerst geben sie ein Stück Kandiszucker in die Tasse, gießen den Tee darüber und fügen schließlich etwas ungeschlagene, süße Sahne hinzu. Der zum Tee servierte Teelöffel hat einen rein symbolischen Charakter: Wer den Löffel wortlos in die leere Teetasse steckt, signalisiert dem Gastgeber, dass der Tee-Durst gestillt ist und man keine weitere Tasse möchte.

England: Der berühmte 5 o’clock Tea  

Bei der Zubereitung des traditionellen 5 o’clock Tea, der meist mit Schwarztee gemacht wird, folgt ein Großteil der Engländer immer noch den traditionellen Regeln, die über viele Generationen weitergegeben wurden. Zuerst kocht der Gastgeber Wasser in einem Kessel und spült die Teekanne heiß ab. Die Teeblätter werden dann lose oder in einem kleinen Stoffbeutel in die Kanne gegeben: Ein Teelöffel Tee pro Tasse und ein zusätzlicher Teelöffel für die komplette Kanne. Danach nimmt der Gastgeber das sprudelnd kochende Wasser vom Feuer, wartet einige Sekunden und gießt es erst dann über den Tee. Nachdem der Tee, je nach gewünschter Intensität drei bis fünf Minuten ziehen konnte, wird er entweder durch ein Sieb zurück in die Kanne geschüttet oder der Beutel gut ausgedrückt.

Bereits seit 1992 serviert Emirates in seinen Lounges und an Bord verschiedene Sorten Dilmah-Tee, darunter zwei spezielle Signature-Mischungen, die exklusiv für Emirates hergestellt wird. Hinter jeder Mischung steht die Leidenschaft des Gründers von Dilmah, Merrill J. Fernando, der die Marke auf der Grundlage zweier Prinzipien ins Leben gerufen hat: den feinsten, frischesten Qualitätstee zu produzieren und gleichzeitig etwas zurückzugeben. Die Teeblätter werden in den Hügeln Sri Lankas von Hand gepflückt, getrocknet, gerollt, fermentiert und gebrannt, um beispielsweise den Dilmah Ceylon-Schwarztee herzustellen. 

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