Garten Biohotel Sturm Rhön
Das Biohotel Sturm in Mellrichstadt in der Rhön ist seit 2019 klimaneutral. Bild: © Biohotel Sturm

Wege zu einem klimaneutralen Hotel am Beispiel Green Pearls

Klimaneutral, umweltbewusst und nachhaltig. So sollten wir künftig reisen, um die Auswirkungen des Klimawandels etwas abmildern zu können. Auch wenn noch viele touristische Unternehmen weitermachen wie bisher und sich mit tiefgreifenden Veränderungen ihres Angebotes schwertun, gibt es immer mehr Hoteliers und Anbieter von Ferienunterkünften, die nachhaltig und klimaneutral wirtschaften. Was die Green Pearls® Partner für Wege gefunden haben, erzeugte Immissionen auszugleichen und wo es Gäste selbst in der Hand haben, ihren CO2-Abdruck zu kompensieren, zeigen die folgenden Beispiele.

Die Möglichkeiten zur CO2-Kompensation sind vielfältig

Ihre Zeit im Schwarzwald Panorama verbringen Gäste auf Wunsch komplett klimaneutral. Dabei werden die CO₂-Emissionen während ihres Aufenthalts ausgewiesen und durch die Unterstützung von anerkannten Klimaschutzprojekten ausgeglichen. Dazu kooperiert das Hotel mit Climate Partner. Zu den geförderten Projekten gehören ein Bergwaldprojekt für die biologische Vielfalt am Schauinsland bei Freiburg, ein Waldschutzprojekt auf Papua-Neuguinea und die Unterstützung einer kolumbianischen Ziegelei bei der Umstellung auf umweltfreundliche Produktionsprozesse. Auf eigene Initiative hin unternimmt das Hotel ebenfalls alles, um eine maximale Reduzierung des CO₂-Ausstoßes zu erreichen. Dazu werden die gesamten Umweltbelastungen des Unternehmens inklusive der jährlichen CO₂-Emissionen erfasst, analysiert und nicht vermeidbare Rest-Emissionen in Kooperation mit Climate Partner kompensiert.

Schwarzwald Panorama Green Pearls
Das Schwarzwald Panorama unterstützt anerkannte Klimaschutzprojekte. Bild: © Schwarzwald Panorama

Gästeengagement durch Transparenz und Anreize verstärken

Das CERVO Mountain Resort Zermatt kooperiert zur CO2-Kompensation mit myClimate. Über die Organisation wird der Kohlendioxid-Ausstoß kompensiert, der bei der Produktion des eigenen Bieres und der Fleischgerichte in den Restaurants entsteht. Aber auch die Gäste können über myClimate ihren Aufenthalt CO₂-neutral gestalten. Mit CHF 3.- pro Übernachtung können sie die CO2-Emissionen ihres Aufenthaltes kompensieren und die Nachhaltigkeitsinitiativen des Hotels unterstützen. Als zusätzlichen Anreiz verdoppelt das CERVO jeden kompensierten Franken dann noch einmal. Mit einem Teil der Summe unterstützt das Hotel ein Klimaschutzprojekt der Stiftung myclimate in Brasilien. Der restliche Betrag wird in Nachhaltigkeitsmaßnahmen vor Ort oder in die betriebliche Nachhaltigkeit investiert wie z.B. die Umstellung auf erneuerbare Energien oder die nachhaltige Bepflanzung des Außenbereiches.

Cervo Mountain Resort Zermatt Green Pearls
Das Cervo Mountain Resort in Zermatt kooperiert mit myClimate. Bild: © Cervo Mountain Resort

Per Mausklick zum Klimahelden

Das Schlosshotel Blankenburg möchte ebenfalls seine Gäste animieren, ihren Beitrag zum nachhaltigen Reisen zu leisten. Mit ihrem Zertifizierungs-Partner GreenSign und der Organisation Klimapatenschaft hat das Hotel dazu zwei Klimaschutzprojekte ausgewählt, über die Gäste ihren Aufenthalt kompensieren können. Alternativ können sie sich auch mit einer Baumspende engagieren oder eine Bienenpatenschaft übernehmen. Alles per Mausklick, einfach online. Als Beleg für ihren klimaneutralen Hotelaufenthalt erhalten die Gäste eine persönliche Urkunde – das Klimaheld-Zertifikat.

Schlosshotel Blankenburg Harz Green Pearls
Im Schlosshotel Blankenburg im Harz können Gäste eine Baumspende leisten oder eine Bienenpatenschaft übernehmen. Bild: © Schlosshotel Blankenburg

Projekte in der Region unterstützen

Auf seinem Weg zur Klimaneutralität kooperiert die Kasbah du Toubkal im marokkanischen Atlas-Gebirge mit der High Altas Foundation. Die Organisation hilft Menschen in ländlichen Gemeinden Walnuss-, Oliven-, und Feigenbäume zu pflanzen, die ihnen wirtschaftlich helfen. Die HAF betreibt in Marokko elf Obstbaumschulen mit neun Baumarten und pflanzt jährlich 1,3 Millionen Samen – auch im Azzaden-Tal, in dem sich die Trekking-Lodge der Kasbah befindet. „Wir können den CO2-Fußabdruck eines Fluges voller Urlauber nicht persönlich ausgleichen, aber wir können unser Bestes tun, um den Aufenthalt eines Gastes mit diesem Ausgleich zu verknüpfen und physisch zu zeigen, wie das mit der Unterstützung der wirtschaftlichen Aktivitäten der gesamten Region zusammenhängt“, sagt Mike Mc Hugo, Co-Founder and Manager Kasbah du Toubkal.

Kasbah du Toubal Atlas Gebirge
Kasbah du Toubal im marokkanischen Atlas Gebirge. Bild: © Kasbah du Toubal

Langjähriges Engagement für nachhaltige Förderprojekte

Schon 2019 wurde das Biohotel Sturm als klimaneutrales Hotel ausgezeichnet und war damit eines der ersten in der Hotellerie, das seine Emissionen nach dem Kyoto-Protokoll freiwillig kompensiert und alle Übernachtungen und Pensionen seit November 2019 ohne Aufpreis klimaneutral anbietet. Neben der stetigen Reduzierung der entstehenden CO2-Emissionen, gleicht das Hotel alle restlichen Emissionen über Kompensationsprojekte in Uruguay und Ruanda aus. Unterstützt werden die Projekte VCS Wald Uruguay, das auf früheren Weideflächen nun Eucalyptus Grands Plantagen betreibt und das GS Kochöfen-Projet in Ruanda, das insbesondere der ländlichen Bevölkerung Kochöfen ausgibt, sodass diese nicht mehr ineffizient mit Holz oder Holzkohle kochen müssen. So wird die jährliche Abholzungsrate in den Gebieten gesenkt und die Gesundheit durch ein geringeres Risiko für Atemwegserkrankungen gefördert.

Verpflichtende Klima-Bilanz für Biohotels

Als Mitglied des Vereins der Biohotels ist die Ausweisung einer CO2-Bilanz auch für das Gut Nisdorf verpflichtend. Diese wird anhand eines Fragebogens ermittelt und von der Firma Fokus Zukunft ausgewertet. Das Besondere ist, dass dabei nicht nur die Heizkosten und der Stromverbrauch ermittelt werden, sondern der gesamte Wareneinsatz. Detailliert für jedes Produkt, die Arbeitswege der Mitarbeiter und weitere Positionen. So entsteht eine belastbare Zahl zur tatsächlichen Co2-Emission des Betriebs, welche dann über Aufforstungsprojekte in Uruguay und Peru kompensiert werden. Durch diverse Nachhaltigkeitsmaßnahmen hat es Gut Nisdorf geschafft, seine Emissionen pro Gasttag auf ca. 1/6 des Hoteldurchschnitts in Deutschland zu senken.

Gut Nisdorf Barther Bodden
Gut Nisdorf liegt am Barther Bodden an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Bild: © Gut Nisdorf

Die hier genannten, aber auch alle anderen Green Pearls® Partner, arbeiten beständig daran ihren Kohlendioxid-Fußabdruck immer weiter zu reduzieren und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen.

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