Hotel Arctic Bath in Harads
Das Wellnesshotel Arctic Bath in Harads beeindruckt mit seiner spektakuläre Glasfront. Bild: © Anders Blomqvist/Visit Sweden

Spektakuläre Unterkünfte in Schwedisch Lappland

Wenn es im Urlaub etwas mehr Luxus sein darf – etwa zu einem besonderen Anlass oder um die Erlebnisdürre der Coronajahre wieder gutzumachen –, denken viele längst nicht mehr (nur) an goldene Wasserhähne, flauschige Handtücher und Sekt zum Frühstück. Es sind vielmehr intensive Begegnungen mit einer anderen Kultur und Aktivitäten außerhalb der Komfortzone, die herrliche und vor allem wertvolle Erinnerungen schaffen. Dieser Trend hat Schwedisch Lappland zu einer immer begehrteren Destination gemacht. Wo früher überwiegend erfahrene Naturburschen durch die Wildnis streiften und man in den Städten nur Einheimische traf, haben Gastgeber mit Weitblick in den letzten Jahrzehnten Hotels, Restaurants und Erlebnisse begründet, die Reisende aus Europa, Asien, Amerika und anderswo anlocken.
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Die Nordlichter sehen, geräuchertes Rentierfleisch kosten, im Hundeschlitten durch die schneebedeckte Landschaft zischen und in der Sauna dahinschmelzen: Die Region verspricht eine aktive Zeit, die so gar nichts mit dem Alltag zu Hause gemeinsam hat. Zu diesem arktischen Erlebnismosaik kann auch die Bleibe beitragen: Neben klassischen Hotels und günstigen Hostels gibt’s nämlich eine Reihe einmaliger Unterkünfte, die sich in keine Kategorie einordnen lassen – allen voran das weltberühmte Icehotel. Eine weitere spektakuläre Adresse in Schwedisch Lappland ist das Treehotel in Harads, wo nordische Stararchitekten sieben Baumhäuser gestaltet haben. Im selben Ort befindet sich das Arctic Bath – ein Wellnesshotel mit direktem Zugang zum Fluss Lule älv.

In der Küstenstadt Piteå hat das Hotel Kust seit der Einweihung 2016 mehrere Auszeichnungen eingeheimst, darunter den World Luxury Hotel Award als Nordeuropas bestes Boutiquehotel und den Umweltpreis der schwedischen Baubranche. Die Fassade reinigt nämlich die Luft so effizient wie ein ganzer Wald. Und im Tal des Flusses Torneälven, der Schweden von Finnland trennt, hat die Kunstkennerin Gunhild Stensmyr das Arthotel Tornedalen eingerichtet. Mit handverlesenem Interieur, hochwertiger Küche und unvergesslichen Unternehmungen bereitet sie Gästen zu jeder Jahreszeit ein persönliches Reiseerlebnis.

Wen es mehr in die Berge zieht, der findet in Riksgränsen – wortwörtlich an der Grenze zu Norwegen gelegen – die Niehku Mountain Villa. Dort wurde auf der Basis eines alten Bahnbetriebswerks (die ehemalige Fettgrube ist heute der Weinkeller) ein cool-rustikales Designhotel erbaut.

Ein Aufenthalt in Schwedisch Lappland ist jedoch erst dann komplett, wenn man auch mit der Kultur der Samen in Berührung kommt. Das geht in Museen und Handwerksläden, aber ebenso ganz interaktiv in der Geunja Sámi Eco Lodge: Dort gibt’s traditionelles Essen am Lagerfeuer, und die Gäste übernachten in Holzhütten mit grasbewachsenen Dächern oder in Koten ohne Strom. „Begegnungen mit anderen Menschen und Kulturen haben mich schon immer stimuliert“, sagt Gastgeber Mikael Vinka. „Aber der Natur zuliebe und damit das Konzept authentisch bleibt, beschränken wir uns auf zwölf Gruppen pro Jahr.“ Urlaub in Schwedisch Lappland ist wahrhaftig kein Massenprodukt. Die Erlebnisse sind jenen Entdeckern und Genießern vorbehalten, die sich auf den arktischen Lebensstil einlassen. Eine bequeme Anreise ermöglichen die regelmäßigen Direktflüge von Stuttgart nach Kiruna und Luleå, mit denen Eurowings erst im Dezember begonnen hat.

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