Der Ruf von Berg zu Berg, die Kommunikation von Alp zu Alp bilden den Ursprung des Jodelns. Als emblematischer Gesang der Schweiz umfasst der Jodel eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und ist tief in der Bevölkerung verankert. Seit Dezember 2025 zählt die Alpenmusik zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
Ganz ohne Worte und ein schneller Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme – das sind typische Charakteristika des ursprünglichen Jodelns. Während das Jodeln als Kommunikationsmethode bereits in der Steinzeit gebräuchlich war, kam das Singen von mehrstimmigen Liedern im Chor erst im 19. Jahrhundert auf. Heute wird in der Schweiz hauptsächlich auf Deutsch gejodelt, aber auch auf Französisch.
Nationale Jodlerfeste in Basel und Grindelwald
Jodlerweg
Ostschweiz: Heimat des Naturjodelns
Das Appenzellerland und das Toggenburg sind die Heimat des Naturjodelns. Der mehrstimmige, textlose Gesang wird mündlich überliert und kommt ganz ohne Noten aus. Gesungen wird hier rein aus dem Gefühl.
Schnupperkurse im Naturjodeln bietet die im Mai 2025 eröffnete Klangwelt im Toggenburg. Hier dreht sich alles um Resonanz, Brauchtum und Klang. Als musikalisches und architektonisches Zentrum der Klangwelt ist das Klanghaus im Rahmen von Führungen, Konzerten, Kursen und weiteren Veranstaltungen öffentlich zugänglich.
Nicht weit davon entfernt, ebenfalls in der Ostschweiz, befindet sich das Roothuus Gonten im Appenzell. Es ist das Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Roothus sammelt und archiviert Dokumente, die im Zusammenhang mit Volksmusik stehen, und forscht auch auf diesem Gebiet. Gäste können sich bei regelmäßig stattfindenden Führungen selbst im Naturjodeln und Talerschwingen versuchen.



