Bisonherde in South Dakota
Bisonherde in South Dakota. Bild: (c) SD Department of Tourism

Außergewöhnliche Persönlichkeiten des Great American West

Unter dem Dach von Rocky Mountain International vermarkten sich die fünf US-Bundesstaaten Montana, Wyoming, North Dakota, South Dakota und Idaho als „The Great American West“. Die Region ist vor allem aufgrund ihrer zahlreichen beeindruckenden Nationalparks wie dem Yellowstone (Wyoming), Glacier (Montana), Badlands (South Dakota) und dem Theodore Roosevelt (North Dakota) bekannt. Auch das Mount Rushmore National Monument zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Gegend. Hinter jeder dieser Regionen stehen spannende Charaktere. Wir möchten Ihnen heute besondere Persönlichkeiten aus den Great American West Staaten näherbringen. Ob Bison-Herden Manager, bellender Nationalpark-Ranger, Rodeo-Star oder Geschichtenerzähler – sie alle investieren Leidenschaft und Herzblut und prägen die Destination auf ihre ganz eigene Art und Weise.
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Jason Morsette: Geschichten-Erzähler

Die Legenden und Begebenheiten, welche Jason Morsette mit Besuchern der Earthlodge Villages in New Town, North Dakota teilt, finden sich nicht auf Webseiten, im Social Media oder Fernsehen – es sind Geschichten, die über Generationen von seinen Vorfahren – den Stammesangehörigen der DakotaSioux, den Hidatsa und Arikara – nur mündlich weitergegeben wurden. “Die dümmste Frage, ist jene die nie gestellt wurde” meint Jason und findet ausserdem, dass es unglaublich wichtig ist, alle Kulturen zu würdigen und zu verstehen. Jason ist damit nicht allein, immer mehr Angebote des “Tribal Tourism” finden in den Great American West Staaten ihren Weg zu den Besuchern.

Auf der Fort Berthold Reservation können Interessierte ein Treffen mit Jason arrangieren, der dann eloquent die Erdhügel und die besondere Bedeutung der Gärten und des Sees für die Three Affiliated Tribes (die drei Stämme der Mandan-Hidatsa- Arikara) erklärt. Er tut dies mit einem Verständnis nicht nur für seine eigene Kultur, sondern auch für andere und besonders freut er sich über knifflige Fragen.

Geschichten-Erzähler Jason Morsette
Geschichten-Erzähler Jason Morsette. Bild: (c) Ben Gumeringer

Ramona Holt: Rodeo Star und Museums-Stifterin

Ein Cowgirl war Ramona schon seit sie denken kann – und machte ihren Weg auf dem Sattel als Kinderund später als Berufs-Rodeo-Reiterin. Und als Förderin des professionellen Rodeo-Sports reisten ihr Mann Bill und sie 30 Jahre lang durch den amerikanischen Westen, Kanada und auch Australien. Besondere Ehre wurde ihr zuteil, als sie 1989 die Parade zum 100-jährigen Bestehen des Staates Montana anführen durfte und die Professional Rodeo Cowboys Association ehrte sie im Jahr 2018 als „Notable Lady of the West“. Inzwischen empfiehlt sie als Treuhänderin Persönlichkeiten die von der Montana Cowboy Hall of Fame und des Western Heritage Center geehrt werden sollen und berät die Tourismusverantwortlichen in Missoula und des Glacier County Tourism.

Aber damit nicht genug: Mit ihrem Mann Bill baute sie über die Zeit eine einzigartige Schatzkammer mit Erinnerungsstücken des „Wahren Wilden Westens“ auf. Das Holt Heritage Museum in Lolo, Montana beherbergt Kunstgegenstände, Western- und Rodeo Artefakte – wie die Stiefel berühmter Persönlichkeiten – ganze Ladeneinrichtungen und einen alten Saloon, sowie einen beeindruckenden Fuhrpark mit historischen Kutschen und Pferdefuhrwerken. Ein großer Teil der Sammlung ist auch den ansässigen CrowNez Perce und Salish/Kootenai Stämmen gewidmet.

Rodeo Star Ramona Holt
Rodeo Star und Museums-Stifterin Ramona Holt. Bild: (c) Montana Office of Tourism

Gracie: Nationalpark-Ranger (mit Faible für’s Bauchkraulen)

Wer im Sommer auf Montana’s „Going to the Sun Road“ im Glacier National Park unterwegs ist, hat gute Chancen Gracie, dem „bellenden Ranger“ zu begegnen. Der gut ausgebildete Border Collie geht hier auf „Streife“, um Wildtiere in belebten Arealen wie dem Parkplatz am Logan Pass, von Parkbesuchern fernzuhalten. Gracie ist speziell darauf trainiert, Dickhornschafe oder Bergziegen ohne jeglichen Körperkontakt zu vertreiben. Sie schüchtert sie mit ihrem starren Blick ein und hält sie gerade weit genug auf Abstand, damit sie von den Besuchern noch gesehen und fotografiert werden können. Die Saison an der „Going to the Sun Road“ ist wetterbedingt kurz, nichtsdestotrotz besteht das Risiko, dass Wildtiere sich an die Menschen gewöhnen, ihre Scheu verlieren und auch mal agressiv werden. Gracie’s Anwesenheit hat sich als viel wirksamer erwiesen als andere Techniken, wie lautes Schreien oder Armwedeln – vor großen Raubtieren wie Bären hat aber auch Gracie Respekt.

Wenn sie nicht arbeitet, unterhalten sich Gracie und ihr Betreuer oft mit Besuchern darüber, wie man sich in sicherer Entfernung von Wildtieren aufhält – und posieren natürlich auch gerne für Fotos. Sie sind Botschafter für die Sicherheit von Wildtieren, und haben sogar einen Instagram-Account.

Border Collie Hündin Gracie mit Widderherde
Border Collie Hündin Gracie bei ihrer Arbeit beim Hüten einer Widderherde. Bild: (c) National Park Service/Alice W. Biel

John Walters: Outdoor-Guide

Ursprünglich stammt er aus einer kleinen Stadt in Wisconsin, 2014 zog John Walters nach Fargo, North Dakota und verliebte sich sofort in die Stadt – und das Umland.

Denn schon als Junge war John immer „draussen zu Hause“, ob bei Pfadfinderabenteuern oder unzähligen Familienausflügen. In Fargo engagierte er sich stark in der Startup-Community und gründete im Jahr 2016 „Nature of the North“ in der Hoffnung, eine Outdoor-Gemeinschaft aufzubauen, die lokale Freizeitaktivitäten im Freien anbietet und Interessierte vernetzt.

Seitdem hat das Unternehmen expandiert und veranstaltet Workshops, in denen wichtige Outdoor-Fähigkeiten vermittelt werden sowie Führungen und Einzelschulungen und hilft bei der Planung von Abenteuer-Exkursionen in die Wildnis. Anfang 2020 konnte „Natur of the North“ auch eine erste öffentlich zugängige Kletterhalle in Fargo eröffnen.

Outdoor-Guide John Walters
Outdoor-Guide John Walters in einer Kletterwand. Bild: (c) North Dakota Tourism

Rick Shaffer: Premierminister

West ist Rick Shaffer: Sehr herzlich, aber auch ein wenig schrullig – und unglaublich stolz auf seine Gemeinde. So sehr, dass er sich selbst den Titel „Premierminister der Gastfreundschaft und des guten Willens“ von Historic Wallace, Idaho verlieh – der kleinen Bergbaustadt ganz im Norden Idaho’s, die mutig genug ist, den Titel „Zentrum des Universums“ für sich zu beanspruchen. Alles natürlich geschichtlich nachvollziehbar: Denn seit über 100 Jahren rühmt sich Wallace, der größte Silberproduzent der Welt zu sein. Und seine einmalige Lage inmitten hoher Berge brachte sogar ein Filmteam für den Blockbuster Dante’s Peak hierher.

Dabei ist Rick Shaffer nicht gebürtig aus Idaho, aber vor über 30 Jahren führte ihn eine Karriere im Gastgewerbe über New York nach Wallace, wo er unter anderem das Stardust Hotel leitete. Begeistert von der farbenfrohen Geschichte der Stadt – mit langer Bergbau-Historie einschließlich Glücksspiel und Bordellen – entschied sich Rick dauerhaft zu bleiben. Und engagierte sich tatkräftig um den Tourismus zu fördern. Inspiriert davon, alles zu tun um das historische Wallace im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu halten, war die Idee mit dem Premierminister geboren: „Es geht in Wallace darum unvergessliche (Urlaubs-) Erinnerungen zu schaffen und ich sehe es als meine Aufgabe an, jeden Besucher mit dem ich in Kontakt komme, genau damit zu versorgen“.

Premierminister Rick Shaffer
"Premierminister" von Historic Wallace in Idaho, Rick Shaffer. Bild: Historic Wallace Chamber of Commerce

Chad Kremer: Bison-Herden-Manager

Jedes Jahr am letzten Freitag im September bebt die Erde in South Dakota’s Custer State Park: Beim Buffalo Roundup werden die zirka 1.500 freilebenden Bisons von bis zu 60 Reitern zusammengetrieben – ein Spektakel was tausende Besucher anzieht. Für Chad Kremer, den Bison Herd Manager im Park ist es natürlich der Höhepunkt des Jahres – und er erlebt ihn seit 2001 jedes Jahr im Sattel, als Head Cowboy. Aufgewachsen auf einer Farm war das Arbeiten mit großen Tieren schon immer normal für ihn, aber das Wappentier der USA hat es ihm besonders angetan und sein Job ist heute mehr denn je Berufung und Leidenschaft.

Der Roundup gibt Chad die Möglichkeit, eine Bestandsaufnahme der Tiere aus nächster Nähe zu machen, die Kühe einem Trächtigkeitstest zu unterziehen und festzustellen, wie viele Bisons im November verkauft werden. Früher wurden die Tests während eines zweiten Roundups im Winter durchgeführt, aber Chad empfand das als zusätzlichen Stress für die Herde. Auch das Zusammentreiben selbst wurde unter seiner Ägide angepasst und die Zuschauer auf zwei Beobachtungsbereiche im Norden und Süden der Gatter verteilt. Außerhalb des Buffalo Roundup, haben Besucher ganzjährig die Chance die Bison-Herde im Custer State Park zu sehen, eine Fahrt über den Wildlife-Loop ist ein sicherer Tipp.

Bison-Herden-Manager Chad Kremer
Bison-Herden-Manager Chad Kremer. Bild: © South Dakota Office of Tourism

Sandy Vojta: Weinbäuerin

Im Jahr 1999 saßen Sandi Vojta, ihr Ehemann und ihr Vater zusammen am Küchentisch bei einem selbstgebrauten Bier und philosophierten darüber, wie man ein wirklich „einzigartiges South Dakota-Erlebnis“ erschaffen könnte. Mit einer Affinität zum Mittleren Westen, der Liebe zu lokalen, saisonalen Zutaten und dem Drang, eine fünf Generationen lange Tradition der handwerklichen Getränkeherstellung in South Dakota fortzusetzen, war die Antwort klar. An diesem Tag wurde die Prairie Berry Winery geboren. Heute hat sich das Weingut in den Black Hills zu einem der erfolgreichsten Weingüter der Region entwickelt, das über 1.000 Preise gewonnen und einige der beliebtesten und preisgekrönten Weine des Mittleren Westens produziert – darunter den weithin gefeierten Red Ass Rhubarb.

In Hill City, South Dakota können Besucher Touren zu den Weinreben und durch die Produktion buchen, im großen Verkostungsraum warten neben den leckeren Tropfen auch herzsafte Snacks. Wer es nur in den Osten des Staates schafft, der findet in Sioux Falls einen Prairie Berry Ableger.

Weinbäuerin Sandy Vojta
Weinbäuerin Sandy Vojta. Bild: (c) South Dakota Tourism

Thomas Evans – aka Detour: Street Art Muralist

Mit seinen großformatigen, abstrakten Porträts einflussreicher Personen aus seinem Leben hat sich Street-Art-Muralist Detour in Denver einen Namen gemacht – und hat so geholfen, ein ganzes Stadtviertel zum Hot-Spot für Kunstliebhaber aus aller Welt zu machen. Die Wandmalereien im RiNo (River North) Art District sind inzwischen eine von vielen TouristenAttraktionen in der Great American West Gateway Stadt, und obwohl das Viertel seinen industriellen Charakter beibehält, beherbergt es viele hippe Food-Halls, kleine Brauereien, Galerien und Bars. RiNo ist ein Mekka für Künstler, Feinschmecker und Designer – mit sehenswerter Street Art an jeder Ecke.

Jedes Jahr im September übernehmen Detour und andere Künstler aus dem ganzen Land RiNo während der CRUSH Walls Week. Das Event feiert Murals und Strassenkunst und hat in den letzten zehn Jahren für Hunderte von bunten Wandmalereien in Denver gesorgt.

Wandmalerei von Detour in Denver
Wandmalerei von Street Art Muralist Detour in Denver. Bild: (c) Visit Denver
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