Nach sechsjährigen Sanierungsarbeiten öffnet das Staatliche Archäologische Museum in Warszawa (Warschau) am 2. März 2026 seine Türen erstmals wieder für Besucher. Der erste Bauabschnitt der Arbeiten am historischen Arsenal-Gebäude kostete umgerechnet rund 12 Millionen Euro. Der Nord- und Ostflügel des denkmalgeschützten Gebäudes im Warschauer Zentrum wurden unter konservatorischer Aufsicht erneuert. Der Innenhof erstrahlt ebenfalls in neuem Glanz. Die Ausstellungs- und Bildungsflächen wurden deutlich erweitert.
Besucher können ab März zwei Ausstellungen über das polnische Mittelalter sowie den Weichselabschnitt „Urzecze“ in Warschau sehen. Für 2027 ist die Eröffnung der neuen Dauerausstellung vorgesehen. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern zeigt sie 3.500 Exponate von der Steinzeit bis zum Spätmittelalter aus allen polnischen Regionen. Als einziges Museum des Landes hat das Haus den Auftrag, die gesamtpolnische Urgeschichte zu dokumentieren.
Das Warschauer Arsenal wurde 1643 errichtet und später unter den Sachsenkönigen im Stile eines Barockpalais‘ ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, erfolgte in den 1950er-Jahren der Wiederaufbau. Seit 1957 dient das historische Gebäude als Sitz des Staatlichen Archäologischen Museums. Die aktuelle Modernisierung umfasste auch neue Klimaanlagen und Lüftungssysteme in den historischen Decken. Im Westflügel wurde die Museumsbibliothek mit 75.000 Bänden eingerichtet. Der zweite Bauabschnitt steht noch bevor. Er betrifft den Süd- und Westflügel mit Büros und Restaurierungswerkstätten.