Am 3. Juni 2026 geht es wieder los: Dann startet das traditionsreiche und im letzten Jahr generalsanierte Gepatschhaus im hinteren Kaunertal in die neue Sommersaison. Und das mit neuen Pächtern: Leopold Aigner und seine Frau Kazmiera Kozik-Aigner, eine polnische Extrembergsteigerin. Mit dabei ist ihr zehn Monate alter Sohn Jakob. Zusammen führten sie bis vor kurzem noch die Hesshütte in der Steiermark, die zweithöchste Schutzhütte im Gesäuse auf 1.699 Metern Höhe. Doch waren die Bedingungen dort auf Dauer zu mühsam: „Alles, was auf die Hütte sollte, musste per Hubschrauber oder zu Fuß gebracht werden“, erzählt Aigner. Das Problem fällt jetzt weg, schließlich liegt das Gepatschhaus direkt an der Kaunertaler Gletscherstraße.
Aigner hat klare Pläne für das Gepatschhaus, das Österreichs älteste deutsche Alpenvereinshütte ist: „Wir wollen mehr Qualität auf diese wunderschöne Hütte bringen und sie zu einer Wohlfühloase unterhalb des Gletschers machen“, sagt Aigner. „Alles, was wir auf der Karte haben, wird frisch gekocht.“ Im Gourmetmagazin Falstaff durfte sich die Hesshütte über starke 88 Punkte freuen.
Das Gepatschhaus, das auf 1.928 Metern Höhe liegt, kann bis zu 80 Gäste aufnehmen. Die Zimmer sind beheizt, die Sanitäranlagen wurden modernisiert. Außerdem wurde die Dämmung des Hauses verbessert und die Fenster wurden erneuert. Das Haus ist der perfekte Ausgangspunkt für viele Berg- und Hochtouren – und für eine spannende Sternenwanderung. Denn das hintere Kaunertal ist einer der dunkelsten Orte Österreichs und bietet deshalb einen spektakulären Sternenhimmel. Begleitet von Experten bekommen die Teilnehmer an der geführten Tour Sterne und Sternbilder zu sehen und erklärt. Die Wanderungen werden zwischen Anfang Juni und Anfang Oktober einmal wöchentlich angeboten. Darüber hinaus bietet das Kaunertal romantische Hüttenwanderungen, Panorama-Höhenwege sowie geführte Touren auf die zahlreichen 3.000er mit den Kaunertaler Bergführern.