Konzertreihe Naturklänge 2024

Klavierspieler Steilufer Ahrenshoop Sonnenuntergang
Traumhafte Kulisse: ein Klavierspieler am Steilufer von Ahrenshoop bei Sonnenuntergang. Bild: © voigt&kranz UG

Mit insgesamt acht Konzerten wartet die Konzertreihe Naturklänge 2024 auf. Das Eröffnungskonzert findet am 21. Juni 2024 am Barther Bodden statt, die Naturklänge enden am 7. September am Steilufer zwischen Ahrenshoop und Wustrow. Wie der künstlerische Leiter der Konzertreihe, der Musiker und Komponist Lutz Gerlach sagte, werden mit der Konzertreihe die Ostseebäder auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit dem Landesinneren verbunden. „Wir sind in der ganzen Region unterwegs.“ So liege beispielsweise der Eixner See rund 40 Kilometer südlich von Zingst entfernt. Das Spezielle an dem dortigen Konzert sei, dass die Pianisten Ulugbek Palvanov und Eugene Mursky auf ihrem „Swimming Piano“ Werke unter anderem von Beethoven, Mozart oder Chopin spielen werden. Mit einem recht großen logistischen Aufwand werde für das Piano ein Ponton auf den See gelegt.

Einer der Leitsätze der Konzertreihe lautet „Besondere Musik an besonderen Orten“. Die unterschiedlichen Spielorte wie etwa der Naturstrand Glöwitzer Bucht am Barther Bodden, wo der Sänger und Songwriter Benne mit seiner Band auftreten wird, machten den Reiz der Veranstaltungen aus und böten auch manchmal Überraschungen, berichtete Gerlach. „Man kann nicht überall damit rechnen, dass man auf gepolsterten Stühlen sitzen kann.“ Hintergrund sei, dass die Veranstalter Orte suchten, mit denen die Besonderheiten der Natur deutlich werden und die Künstler im Einklang mit den Gegebenheiten der Umgebung ihre Kunst darbieten können. So gebe es an der Küste Wellengeräusche, Möwen und Wind, woanders rauschen die Blätter und die Grillen zirpen. „Dazu gehört auch, dass Künstler und Besucher Wind und Wetter ausgesetzt sind – was natürlich auch ein gewisses Risiko birgt“, sagte Gerlach. Manche Spielorte seien auch nur mit einem längeren Fußmarsch zu erreichen.

Es sei ein weiteres wichtiges Merkmal der „Naturklänge“, dass sie genreoffen sind. Nahezu jede Stilrichtung kann vertreten sein. „Wir sind kein Klassik-Festival, wir sind kein Jazz-Festival. Wir generieren Veranstaltungserlebnisse und wollen mit dem Konzertort in eine gewisse Korrespondenz treten, wenn es möglich ist“, sagte Gerlach. So trete die Brassband Schnaftl Ufftschik im Freilichtmuseum Klockenhagen auf. Die Band spiele Polka und sei robust und hemdsärmelig und passe damit wunderbar zum Museum.

„Die Konzertreihe findet von Beginn an unter der Leitung des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst in Kooperation mit den einzelnen Veranstaltungsorten statt und begeistert alle Beteiligten jedes Jahr aufs Neue“, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst Julia Bülow.

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