Gastein setzt auf Nachhaltigkeit beim Wintersport

E-Car-Sharing-Flotte in Gastein
Die E-Car-Sharing-Flotte in Gastein soll auf 25 Autos aufgestockt werden, aktuell sind es vier. Bild: © Weekend Magazin Pongau & Ennstal, Andreas Bold

In 20 Tagen 1400 Kilometer durch die Alpen – und das nur auf Skiern und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Alp-X-Tour“ nennt der Hamburger Rechtsanwalt, Gastein-Liebhaber und Hobby-Wintersportler Guido Flick seine abenteuerliche Durchquerung der Alpen von Monaco bis Bad Gastein. Mindestens sechs Stunden pro Tag war er auf Skiern unterwegs und überwand dabei täglich rund 10.000 Höhenmeter. Und das alles mit einem besonderen Ziel: Für nachhaltiges Reisen zu werben und zu zeigen, wie einfach man in den Alpen mit Bus und Bahn vorankommen kann.

„Diese Reise zeigt, dass man Wintersportdestinationen ausgezeichnet mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Wir setzen uns als Tourismusregion verstärkt für umweltfreundliche Mobilität ein und sind deshalb sehr froh, Zielort der Alp-X-Tour gewesen zu sein“, sagt Franz Naturner, Geschäftsführer der Gasteinertal Tourismus GmbH. Denn das Gasteinertal ist in Sachen Nachhaltigkeit und Mobilität vorbildlich: Es ist dank der Tauernbahn bestens an das europäische Bahnnetz angeschlossen.

Neben einem großen Angebot an Linien-, Ski- und Citybussen setzt man zudem im Tal auf E-Car-Sharing für die Gäste. Aktuell sind es vier, rund 25 Fahrzeuge sollen es werden. Über die BÄM Mobility App können die Autos für 5,90 bzw. 3,90 Euro (mit Klimaticket) pro Stunde gemietet werden. Darüber hinaus haben die Gasteiner Bergbahnen neben dem E-Car-Sharing eine solare Großanlage und einen neuen Solarpark an der Talstation der Schlossalmbahn angelegt. Das soll pro Jahr rund 170 Tonnen an CO₂ einsparen. Da die Solar-Module schräg angelegt sind, so dass Schnee abrutschen kann, kann so auch im Winter Strom produziert werden kann.

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