5 Jahre National Museum of African American History and Culture

National Museum of African American History and Culture
National Museum of African American History and Culture. Bild: © Courtesy of Washington.org

Am 24. September 2016 eröffnete das National Museum of African American History and Culture (NMAAHC) als Nationalmuseum der Vereinigten Staaten für afroamerikanische Geschichte und Kultur in Washington, DC. Der achtstöckige Bau, der zur Smithsonian Institution gehört, befindet sich an der National Mall in unmittelbarer Nähe zum Washington Monument und konnte in den ersten fünf Jahren über 7,5 Millionen Besucher willkommen heißen. Das NMAAHC umfasst seit der Eröffnung zwölf Dauerausstellungen und im Laufe der fünf Jahre beherbergte es zusätzlich 17 Sonderausstellungen zu Themen wie Afroamerikaner im Ersten Weltkrieg oder die Oprah Winfrey Show und wie sie die amerikanische Kultur geprägt hat.

„Living History“: Zwei neue Ausstellungen und ein musikalischer Sammelband
Unter dem Motto „Living History“ läutet das Museum nun ein weiteres spannendes Jahr für Besucher ein. Die neue Ausstellung „Reckoning: Protest. Defiance. Resilience.“ beschäftigt sich mit der „Black Lives Matter“-Bewegung, der Gewalt gegen Afroamerikaner sowie deren Widerstand und Protestbewegung in der Kunst. Erstmals zu sehen ist ein gemaltes Porträt der Afroamerikanerin Breonna Taylor, die im März 2020 in ihrer Wohnung in Louisville/Kentucky bei einem Polizeieinsatz versehentlich erschossen wurde – nur ein Fall von vielen, der die Demonstrationen der „Black Lives Matter“-Bewegung befeuerte. Das Gemälde wurde von der US-amerikanischen Malerin Amy Sherald angefertigt, die als erste afroamerikanische Frau ein offizielles Porträt einer First Lady – nämlich das von Michelle Obama – malte.

Auf knapp 400 Quadratmetern mit 175 Objekten, 200 Fotografien sowie 15 Audio-, Video- und interaktiven Elementen lädt die zweite neue Ausstellung Interessierte ein, sich mit der Reconstruction-Ära, die nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg bis 1877 andauerte, aus afroamerikanischer Sicht zu beschäftigen. „Make Good the Promises: Reconstruction and Its Legacies“ untersucht die tiefen Gräben und die widersprüchlichen Visionen über den Wiederaufbau der Nation nach der Sklaverei sowie deren Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Der Musik räumt das Museum eine besondere Bedeutung mit einem außergewöhnlichen Sammelband ein: Mit 129 Tracks auf neun CDs und einem begleitenden 300-seitigem Buch befasst sich „Smithsonian Anthology of Hip-Hop and Rap“ mit der Bedeutung des Hip-Hops von den Anfängen in der Bronx bis hin zu weltweitem Ruhm. Das Buch beinhaltet elf Essays von prominenten Musikwissenschaftlern, Autoren und Journalisten, die Themen wie Unternehmertum, Graffiti, Frauen im Hip-Hop und vieles mehr behandeln. Außerdem gibt es ausführliche Anmerkungen zu jedem Musikstück auf den CDs.

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