Stadtführung Ulm Einfluss Donau
Bei einer Stadtführung zur Donaugeschichte geht es um den Einfluss der Donau auf die Entwicklung der beiden Städte Ulm/Neu-Ulm. Bild: © LorenzBee

Außergewöhnliche Stadt- und Naturführungen in Bayerisch-Schwaben

Vielseitige Naturräume, besondere Geotope, beeindruckende Flusslandschaften und historische Städte – das alles zeichnet Bayerisch-Schwaben aus. Gemeinsam mit ausgebildeten Natur- und Stadtführern lernen Besucher die vielfältige Region kennen und wählen aus einem breiten Angebot an Themenführungen mit geschichtlichen, kulturellen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkten. So erfahren Ratefüchse beispielsweise bei einer interaktiven Stadtführung durch Donauwörth Wissenswertes über die 1.000-jährige Stadtgeschichte, Naturliebhaber begeben sich auf eine Expedition durch die Gewässer des Dillinger Landes und Interessierte tauchen bei einer Kriminaltour in die gruseligen und kuriosen Geschehnisse der Günzburger Historie ein. Zwischen Meteoritenkrater im Geopark Ries, UNESCO-Welterbe in Augsburg und gelebter Geschichte rund um die Donau in Ulm/Neu-Ulm erleben Teilnehmer gemeinsam mit den einheimischen Tourguides die Region von Gestern und Heute.
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Interaktives Stadträtseln & Meteoriten-Expedition im Donau-Ries

„Ja, wer glaubt denn so was?“ − Bei der gleichnamigen interaktiven Stadtführung durch die ehemalige Reichstadt Donauwörth ist genau diese Frage Programm, denn von der Stadtführerin Martina Ertel erfahren Teilnehmer alles über die 1.000-jährige Geschichte – aber nicht etwa durch Zuhören, sondern durch Raten. Unterwegs in den prächtigen Gassen und entlang der zahlreichen Sehenswürdigkeiten grübeln Ratefüchse bei jeder Station, ob eine Begebenheit der Wahrheit entspricht oder nicht. Mit jeder Menge Spaß wird dabei Historisches mit außergewöhnlichen Infos gespickt. In dieser Region lernen Naturfreunde auf verschiedenen Themenführungen im Geopark Ries auch den beeindruckenden geologischen Naturraum des Rieskraters kennen. Gemeinsam mit den Führerinnen Christine Hornung und Carolin Schober-Mittring erkunden sie nicht nur das Kraterbecken, wo vor etwa 14,5 Millionen Jahren ein Meteorit einschlug, sondern sie erleben auch Pflanzen und Tiere in ihrem Lebensraum, begeben sich auf die Spuren geologischer sowie archäologischer Geheimnisse und tauchen ein in die Welt vergangener Kulturen wie die der Römer oder Kelten.

Zwischen Wasserwelten und Mähhandwerk im Dillinger Land

Bei dem ausgebildeten Gewässerführer Winfried Bschorer im Dillinger Land dreht sich alles um das kühle Nass von Brenz und Donau. Ob bei einer Gewässerwanderung oder bei einer Radtour – mit Bschorer tauchen Teilnehmer in den faszinierenden Lebensraum von Bach, Weiher, Tümpel und See ein. So geht es beispielsweise vom Brunnenbach über den Ausläufer der Schwäbischen Alb zum Nebelbach. Unterwegs kommen Interessierte in Berührung mit Bachmuscheln, Gelbbauchunken und Co., erfahren welche Rolle Pflanzen und Kleinstlebewesen bei der Bestimmung der Wasserqualität spielen und lernen beim Bauen einer Mühle alles über die Nutzung der Wasserkraft von damals und heute. Mit dem Naturführer und Gründungsmitglied der Umweltstation in Bächingen begeben sich Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber auf die Wiese. Im stolzen Alter von über 80 Jahren führt Wilhelm Rochau seine Teilnehmer beim Sensenmähkurs in die alte Tradition des Mähens ein. Dabei lehrt er den richtigen Umgang mit der Sense, die sich bestens für die Pflege kleiner und mittelgroßer Gärten eignet.

Gewässerführer Winfried Bschorer
Gewässerführer Winfried Bschorer gibt Einblicke in den Lebensraum von Bach, Weiher, Tümpel und See. Bild: © Bschorer

Von echten Krimis und dem Leben am Fluss in und um Günzburg

Dass das Leben der Günzburger innerhalb der langen Stadtgeschichte nicht nur friedlich verlief, weiß Stadtführerin Marion Schlaegel. Von der Zeit der Römer über die 500-jährige Herrschaft der Habsburger bis hin zu Napoleon und der Neuzeit haben sich zahlreiche Straftaten und eigentümliche Geschehnisse ereignet. Auf ihrer Kriminaltour „Kriminelles & Kurioses“ kommen Interessierte an den Originalschauplätzen der Günzburger Kriminalakten vorbei und erleben Gänsehautmomente in den finsteren Gassen der Altstadt. Wen es eher in Richtung Wasser zieht, den nimmt Stadtführerin Monika Stocker mit auf einen Spaziergang an der Günz und ihren Nebenarmen. Am 55 Kilometer langen Nebenfluss der Donau bekommen Teilnehmer bei der Wasserführung „Wasserläufe, Mühlen & Industrie“ einen Einblick in die frühere Arbeitswelt, die sich an den Mühlen und hiesigen Industrieanlagen abspielte. Sie erfahren, warum die Wasserkraft sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart einen wichtigen Standortfaktor darstellt und wie viel Energie noch heute aus dem Günzwasser gewonnen wird.

Wasser erleben im UNESCO-Welterbe Augsburg und Ulm/Neu-Ulm

Prachtbrunnen, romantische Handwerksviertel und eine außergewöhnliche Kanallandschaft – das Augsburger Wassermanagement-System gehört zum UNESCO-Welterbe und darf bei einer Besichtigung der Fuggerstadt nicht fehlen. Auf der Themenführung „Wasser in der Stadt – Augsburg UNESCO Welterbe“ mit Elisabeth Retsch lernen Interessierte die historische Wasserwirtschaft kennen und erkunden vom Rathausplatz aus die vielen Kanäle des idyllischen Lechviertels mit seinen zahlreichen Brücken bis zur östlichen Stadtmauer, wo die drei ältesten noch erhaltenen Wassertürme Mitteleuropas stehen. Auch in der Zweilandstadt Ulm/Neu-Ulm spielt Wasser eine bedeutende Rolle. Bei der Führung „Ein Fluss.Eine Geschichte.Donaugeschichte.“ mit Daniela Brandt – eine der zertifizierten Danube Guides – geht es um den Einfluss der Donau auf die Entwicklung der beiden Städte und um gelebte Geschichte. Auf dem Rundgang erfahren Teilnehmer von Auswanderungswellen, Setra Bussen, Hochwassern und missglückten Flugversuchen – und damit vom Ursprung vieler Entwicklungen und Erfindungen in der Doppelstadt an der Donau.

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