Schwebezelt im Baum bei Pfronten
Das sogenannte Portaledge - ein speziell konstruiertes Schwebezelt - kann auch für Übernachtungen genutzt werden. Bild: © Waldseilgarten Höllschlucht/Erwin Reiter

Abenteuerliche Übernachtungsmöglichkeiten in Pfronten

Schon König Ludwig II. schätzte den Blick vom Falkenstein auf Pfronten. Heute lässt sich gleich nebenan im Boutiquehotel Blaue Burg königlich übernachten. Wer das wahre Abenteuer sucht, der nächtigt im Allgäu in luftigen Höhen in einem Zelt, erfüllt sich Kindheitsträume mit einer Nacht im Baumhaus oder wagt sich an das Besondere: eine Nacht im Portaledge in einer beeindruckenden Felswand. Doch auch in den Wintermonaten kommt das Erlebnis nicht zu kurz, ist Pfronten doch einer der wenigen Orte, an denen eine Nacht im selbstgebauten Iglu zur Realität wird.

Übernachten wie in der Arktis – eine winterliche Nacht im Iglu

Für abenteuerliche Winterfans geht es in Pfronten zunächst mit der Bahn hoch hinauf auf das Plateau des Breitenbergs, wo sie anschließend in Begleitung von fachkundigen Guides und mit Schneeschuhen ausgerüstet einen geeigneten Platz zum Schlafen suchen. Genächtigt wird wie die Naturvölker in den polaren Gebieten inmitten von Schnee und Eis in Iglus.
Iglu auf dem Breitenberg in Pfronten
Eine winterliche Nacht im Iglu können Interessierte auf dem Breitenberg in Pfronten verbringen. Bild: © Pfronten Tourismus/Erwin Reiter
Für den Bau der Schlafstätte packen alle gemeinsam an. Nach einer ausführlichen Einweisung werden aus dem tiefen Schnee quaderförmige Bausteine herausgesägt und zu kuppelförmigen Schneehäusern zusammengebaut. Ausgestattet mit warmen Getränken, einer Isomatte, einem dicken Winter-Schlafsack sowie einer Kerze, wird es in der Behausung trotz frischer drei Grad im Inneren schön kuschelig. Bevor die abenteuerliche Nacht beginnt, geht es zum Sonnenuntergang für ein gemeinsames Abendessen noch in die nahegelegene Ostlerhütte.

Vogelfrei in den Baumwipfeln – nächtigen im Baumhaus bei der Schlossanger Alp

Paare, Kinder und Junggebliebene erfüllen sich mit einer Übernachtung im urigen Baumhaus des Hotels Schlossanger Alp einen langgehegten Wunsch. Gebaut von der Allgäuer Holzfirma „Cucumaz“, die außergewöhnliche Wohn- und Schlafwelten errichtet, und ausgestattet mit einer Matratze, Eckbank, Heizlüfter, Strom und Licht wird hier jede Nacht zu einem gemütlichen Abenteuer in über sechs Metern Höhe. Auf den rund zehn Quadratmetern inklusive einer kleinen Terrasse finden zwei Personen Platz. Geweckt von den ersten Sonnenstrahlen auf den imposanten Allgäuer Voralpen, starten Übernachtungsgäste am nächsten Morgen mit einem reichhaltigen Frühstück, das per Korb und Seil direkt nach oben gelangt, gut in den Tag.
Baumhaus bei der Schlossanger Alp
Baumhaus bei der Schlossanger Alp. Bild: © Schlossanger Alp

Hotel der 1.000 Sterne – schlafen am Baum oder im Fels im Portaledge

Die Felswände rund um Pfronten sind zwar etwas kleiner, jedoch nicht weniger reizvoll als die bis zu 2.000 Meter hohen „Bigwalls“, die in vielen Regionen der Welt vorkommen und als internationale Kletterparadiese gelten. Für mehrtätige Touren in diesen senkrechten bis überhängenden Felswänden wurde das sogenannte Portaledge entwickelt. Am Falkenstein haben wagemutige Abenteurer die Möglichkeit, ganz nach Manier der Bigwall-Bezwinger in 100 bis 300 Metern Höhe in einem derartigen Fels-Biwak zu übernachten.
Schlafplatz in einem Fels-Biwak in Pfronten
Nur etwas für wirklich Mutige und Schwindelfreie - ein Schlafplatz in einem Fels-Biwak an einer senkrechten Felswand. Bild: © Pfronten Tourismus
Mit einem Guide werden dafür zunächst Trockenübungen zur Kletter- und Seiltechnik erlernt, bevor es dann gemeinsam mit Ausrüstung, Übernachtungsutensilien und Verpflegung im Gepäck zur ausgewählten Schlafstätte geht. Das Auf- und Abbauen des Schwebebettes erfolgt in Teamarbeit. Nach einem genüsslichen Abendessen in der Blauen Burg und dem obligatorischen Abseilen, schlafen die Gäste „felsenfest“ unter dem Sternenhimmel. Für all jene, die mehr Nähe zum Boden bevorzugen, kann das Schwebezelt alternativ an einem dicken Ast freistehender Bäume installiert werden. Neben Rehen, Fledermäusen und Glühwürmchen freuen sich die Übernachtungsgäste dann über einen weiten Blick auf die Bergkulisse Pfrontens – auch aus der Horizontalen.

Königlich residieren auf dem Falkenstein – Themenzimmer der Blauen Burg

Sich einmal wie ein wahrer Märchenkönig fühlen, das können Gäste auf dem 1.250 Meter hohen Falkenstein, wo die höchste Burgruine Deutschlands thront. Wo einst König Ludwig II. von seinem letzten Projekt eines Traumschlosses träumte, fühlen sich heutzutage Gäste in dem etwas unterhalb gelegenen Boutiquehotel, der Blauen Burg, in den gemütlich Betten der insgesamt 17 Themenzimmer wohl. Die modern-elegant eingerichteten Zimmer „Burgkristall“, „Gipfelstürmer“, „Schatzkisterl“ und „Bergluft“ beispielsweise warten mit heimischen Hölzern, edlen Textilien und nachhaltige Materialien auf Übernachtungsgäste, während Chefkoch Simon Schlachter diese mit seiner ausgezeichneten Sterneküche verwöhnt.

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