Biodigester zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei Emirates

Emirates Flight Catering Biodigester
Biodigester im Einsatz bei Emirates Flight Catering. © Emirates

Emirates Flight Catering (EKFC) baut seine Maßnahmen im Abfallmanagement weiter aus und hat einen maßgeschneiderten Biodigester in Betrieb genommen – eine der größten Anlagen dieser Art im kommerziellen Maßstab. Der Power Knot LFC-3000-Biodigester in der zentralen Produktionsstätte von EKFC ermöglicht die Verarbeitung organischer Abfälle direkt vor Ort. Dadurch werden diese an der Quelle behandelt, anstatt auf Deponien entsorgt zu werden.

Ein Biodigester arbeitet nach dem Prinzip der aeroben Vergärung: Mithilfe von Sauerstoff, Wärme und Mikroorganismen werden organische Abfälle zersetzt. Dieser natürliche Prozess erzeugt Grauwasser, das für nicht trinkwasserrelevante Zwecke wiederverwendet werden kann. Im Gegensatz zu mechanischen Systemen, deren Leistung im Laufe der Zeit abnimmt, wird ein Biodigester mit zunehmender Reife seiner mikrobiellen Kultur effizienter und kann sich an eine größere Vielfalt an organischem Material anpassen.

Seit der Inbetriebnahme im Dezember 2025 ist der Durchsatz kontinuierlich gestiegen. Aktuell verarbeitet das System durchschnittlich bis zu 3,5 Tonnen Abfall pro Tag. Prognosen gehen davon aus, dass die Kapazität des Biodigesters bei EKFC auf rund 6 Tonnen Lebensmittelabfälle pro Tag steigen wird (vorbehaltlich biologischer Reife und Zusammensetzung des organischen Materials).

Unter Anwendung der britischen GHG-Umrechnungsfaktoren des Department for Environment, Food & Rural Affairs (DEFRA) schätzt EKFC, dass durch die Umleitung einer Tonne Lebensmittelabfälle von der Deponie rund 0,7 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden können – vor allem durch die Vermeidung von Methanemissionen, die bei der Zersetzung auf Deponien entstehen. Bei voller Kapazität und biologischer Reife könnte der Biodigester jährlich mehr als 2.000 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen.

Der Biodigester ist ein Baustein innerhalb der umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie von EKFC zur Integration nachhaltiger Praktiken in den operativen Alltag. Dazu zählen strategische Investitionen in Energie und Fuhrpark, unter anderem der Einsatz von Solaranlagen, die im vergangenen Jahr 4.000 MWh Strom erzeugten und damit 1.600 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparten. Zudem werden schrittweise Elektrofahrzeuge in den Betrieb integriert. Ein elektrisch betriebener Hi-Loader als Pilotprojekt – der erste seiner Art in der Region – wird bis Mitte 2026 erwartet.

Im Bereich Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft verarbeitete EKFC im vergangenen Jahr fast 75.000 Kilogramm Lebensmittelabfälle über seinen ersten LFC-50-Biodigester und reduzierte den Einsatz von Kunststoffverpackungen um jährlich 45.000 Kilogramm. Darüber hinaus wurden 47 Rezepte entwickelt, die Produktionsabschnitte weiterverwerten und potenziellen Abfall vermeiden. Pestizidfreier Salat aus Bustanica wurde im vergangenen Jahr täglich für 28.000 Emirates-Salate verwendet. KI-gestützte Automatisierung und intelligente Kameratechnologien unterstützen zusätzlich die Produktionsqualität und die Reduzierung von Abfällen.

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