Flughafen Hamburg ist CO2-neutral

Flughafenchef Eggenschwiler Solartreppe Flughafen Hamburg
In Anwesenheit von Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann erhielt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, die gutachterliche Bestätigung zur Erlangung der CO2-Neutralität nach den Richtlinien der Airport Carbon Accreditation. Hier präsentiert er eine Solartreppe des Flughafen Hamburg. Bild: © Oliver Sorg

Hamburg Airport ist der erste große Verkehrsflughafen in Deutschland, der CO2-neutral wirtschaftet. Damit erfüllt Hamburg Airport die strengen Anforderungen des europäischen Flughafenverbands Airports Council International Europe (ACI) für das Zertifikat der CO2-Neutralität. Norddeutschlands größter Flughafen baut seine Vorreiterrolle im Klimaschutz weiter aus. Die Bausteine zum CO2-neutralen Flughafenbetrieb sind: weniger Energieverbrauch, innovative Technologien, Naturschutzprojekte und hochwertige Ausgleichszertifikate.

In den Terminals sorgt ein Thermolabyrinth für eine umweltfreundliche Klimatisierung. In rund 11 Metern Tiefe wird die angesaugte Außenluft auf natürliche Weise vorgekühlt oder vorgewärmt, bevor sie in die Klimaanlagen der Terminals gelangt. Hamburg Airport deckt rund 70 Prozent seines Wärmeenergiebedarfs mit einem flughafeneigenen Blockheizkraftwerk ab. Dieses ist hocheffizient und wird mit Erdgas betrieben. Der zugekaufte Grünstrom wird zudem zu 100 Prozent nachweislich CO2-neutral hergestellt.

Seit über fünf Jahren ohne einen Tropfen fossilen Diesel
Die Fahrzeugflotte auf dem Vorfeld wurde nahezu vollständig auf alternative Antriebe und Kraftstoffe umgestellt. Am Hamburger Flughafen fahren Flugzeugtreppen mit Solarkraft, Schlepper mit Erdgas (und zukünftig mit Wasserstoff) und E-Autos. Seit über fünf Jahren arbeitet der Flughafen ohne fossilen Diesel. Als erster internationaler Verkehrsflughafen stellte Hamburg Airport bereits Ende 2016 alle dieselbetriebenen Fahrzeuge auf einen synthetischen, emissionsarmen Kraftstoff um. Auf seinem über 750 Hektar großen Waldgelände in Kaltenkirchen pflanzt der Flughafen aktuell zusätzlich über 50 Hektar Neuwald – mit ausgesucht klimastabilen Arten.

Ziel: Flughafen will komplett auf CO2-Ausstoß verzichten
Seit dem Jahr 2009 hat Hamburg Airport seine jährlichen CO2-Emissionen um knapp 80 Prozent – von 40.000 Tonnen auf 8.700 Tonnen – reduziert. Um auch den restlichen CO2-Ausstoß vollständig zu kompensieren, muss Hamburg Airport derzeit noch in hochwertige Ausgleichszertifikate investieren: Mit diesen Zertifikaten werden in Zusammenarbeit mit FirstClimate ökologische Projekte unterstützt, die CO2-Emissionen im globalen Kreislauf nachweislich reduzieren. Werden durch eigene Maßnahmen weitere CO2-Einsparungen erreicht, sinkt auch der Anteil der zugekauften Ausgleichszertifikate schrittweise. Langfristig ist es das Ziel, gänzlich auf den Ausstoß von Kohlendioxid zu verzichten.

  • Letzte Beiträge

  • Anzeige

  • Kategorien

  • Teile diese Reise News:

    Facebook
    Twitter
    LinkedIn
    Email
    WhatsApp

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    Diese Reise News könnten dich auch interessieren

    Stefan Mross engagiert sich für Schulprojekt in Namibia

    Der aus der ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“ bekannte Musiker und TV-Moderator Stefan Mross eröffnete gemeinsam mit der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP feierlich die von ihm finanzierte Five Rand Primary School im Township von Okahandja in Namibia. Mit seinem persönlichen Engagement setzt der tiftungsbotschafter ein starkes Zeichen für Bildung, Hoffnung und gesellschaftliche Verantwortung.

    Weiterlesen

    Fagerholm Island und die Aurora Radar Station eröffnet

    Mit der Eröffnung von Fagerholm Island im finnischen Schärenmeer und der Aurora Radar Station in der arktischen Tundra präsentiert Finnland zwei neue Destinationen, die den Begriff „Ultra-Privacy“ ganz neu definieren. Beide Orte bieten echte Naturerlebnisse und lokale Kultur, kombiniert mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit für Gäste, die Wert auf Qualität legen.

    Weiterlesen

    Reiseland Saarland in Leichter Sprache

    Eine neue Broschüre zum Reiseland Saarland richtet sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten, an Familien und Gruppen sowie an alle, die sich möglichst verständlich informieren möchten. Die Broschüre ist auch Teil der aktuellen Marketingmaßnahmen der Toursmus Zentrale Saarland zur Vorbereitung der Special Olympics Nationale Spiele, die vom 15. bis 20. Juni 2026 im Saarland stattfinden werden.

    Weiterlesen

    „Big Art Loop“ – kostenfreie Kunstgalerie in San Francisco

    Der neue „Big Art Loop“, ein 55 Kilometer langer Fuß- und Radweg, präsentiert 100 großformatige Kunstwerke im öffentlichen Raum. Geplant ist, in den nächsten drei Jahren sowohl temporäre als auch permanente Skulpturen an der Uferpromenade von San Francisco und anderen Orten der Stadt zu installieren. Die Kunst kann kostenfrei bewundert werden.

    Weiterlesen
    Nach oben scrollen