Sieben hölzerne Kapellen, sieben architektonische Meisterwerke: Eingebettet in die idyllische Landschaft des Schwäbischen Donautals verbindet sie ein 153 Kilometer langer Radrundweg. In der neuen Lauschtour geben die Architekten Einblicke in ihren kreativen Prozess und die Wechselwirkung von Material, Licht und Raum. So taucht die Blaue Kapelle von Wilhelm Huber ihren Innenraum in ein faszinierendes Lichtspiel aus sechs verschiedenen Blautönen. Das Glasmosaik in der Decke ist die einzige Lichtquelle, die den Raum in mystische Ruhe hüllt. Der Architekt selbst erzählt, wie er mit dieser besonderen Gestaltung eine fast meditative Atmosphäre schaffen wollte. Die Wegkapelle bei Kesselostheim, entworfen von Volker Staab, öffnet den Blick sowohl in die weite Landschaft als auch in den Himmel. Staab erklärt, wie er mit gezielten gestalterischen Elementen diese besondere Wirkung erreicht hat. „The Wooden Chapel“von John Pawson in Unterlietzheim reduziert sich auf das Wesentliche. Holzstämme, übereinandergeschichtet, mit einem hineingeschnitzten Kreuz – mehr braucht es nicht, um einen spirituellen Raum der Ruhe zu schaffen. Peter Fassl, Heimatpfleger und Ideengeber des Radwegs, erzählt in der Lauschtour von der verblüffenden Einfachheit dieses Bauwerks, das gerade durch seine Reduktion so viel Tiefe gewinnt.
„As seen below – The Dome“ im Kunstmuseum ARoS in Aarhus
Das Kunstwerk „As seen below – The Dome“ des US-amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell ist mit einer Deckenhöhe von 16 Metern, einem Durchmesser von 40 Metern, freiem Blick in den Himmel und einem von wechselnden Farblichtern beleuchteten Innenraum der größte Skyspace der Welt in einem Museumskontext.