Emissionsfreie Elektro-Skibusse in Tux-Finkenberg

Elektrobus Tux-Finkenberg
Einer der Elektrobusse, die ab Januar 2023 in Tux-Finkenberg zum Einsatz kommen. Bild: © Franz Oss

Zum 50-jährigen Jubiläum beginnt bei den Tuxer Sportbussen eine neue Ära – ab Jänner 2023 werden am Fuße des Hintertuxer Gletschers in der Region Tux-Finkenberg vier emissionsfreie MAN E-Busse ganzjährig für den Personentransport zum Einsatz kommen.

50 Jahre nachhaltige Mobilität in Tux-Finkenberg
Wenn die vier E-Busse im Januar 2023 zum Einsatz kommen, ist es genau 50 Jahre her, dass der erste „Gratissportbus“ in der Gletscherregion Tux-Finkenberg in Betrieb genommen wurde. Zu der Zeit war dieses Angebot für Gäste und Einheimische etwas völlig Neues. Seit 1973 haben die eingesetzten Busse 8.000.000 Kilometer zurückgelegt und etwa 65.000.000 Personen transportiert. Die Emissionen, die durch den Einsatz der Busse und einem damit einhergehenden geringeren Individualverkehr eingespart wurden, sind enorm.

Nun geht man einen weiteren Schritt Richtung Emissionsfreiheit. Ab Januar 2023 werden vier E-Busse in den Wintermonaten auf der Strecke zwischen Vorderlanersbach und Hintertux eingesetzt – und in den Sommermonaten zwischen Mayrhofen und Hintertux bzw. Schlegeis Stausee. Diese bringen Gäste und Einheimische auch weiterhin kostenfrei an ihr Ziel. Die batteriebetriebenen Fahrzeuge werden zukunftsweisend mit umweltschonender, erneuerbarer Energie versorgt und ersetzen dadurch pro Jahr rund 122.500 Liter umweltbelastenden fossilen Dieselkraftstoff für 281.234 Gesamtkilometer. Die dadurch erwartete CO2-Einsparung liegt bei 324.190 kg CO2 pro Jahr. Gänzlich neu aufgebaut wird in diesem Zusammenhang die gesamte elektrische Ladeinfrastruktur samt aller erforderlicher technik- und sicherheitsrelevanten Einrichtungen. Doch nicht nur die Umwelt wird geschont, die E-Busse bieten zudem eine geräumigere und vor allem geräuschärmere Umgebung für die Fahrgäste.

Technische Details der E-Busse
Über die technischen Hintergründe und die große Herausforderung, die es bei vorigen Pilotprojekten nicht gelang zu bewältigen, weiß Lars Heydecker, Head of Sales bei MAN Truck & Bus, Bescheid: „Die Herausforderungen, die die Topografie in der Region mit sich bringt, sind nun Teil der Lösung. Dank äußerst effizienter Rekuperation, also durch die Energierückgewinnung bei der Bergabfahrt, kann die durchschnittliche Tagesstrecke von 220 Kilometern ohne zwischenzeitliches Laden zurückgelegt werden.“ Heinrich Degenhart, Schulungsleiter von MAN ProfiDrive, fügt hinzu: „Während man bei Dieselmotoren, um Kraftstoff zu sparen, das Bremsen durch eine flüssige und vorausschauende Fahrweise möglichst vermeidet, gilt nun die umgekehrte Regel: Verzögern mit dem Fahrpedal muss sein, um durch die Rekuperation Energie zurückzugewinnen.“

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