Hansetag 2024 findet in Danzig statt

Danzig mit dem Krantor am Ufer der Mottlau
Panorma von Danzig mit dem Krantor am Ufer der Mottlau. Bild: © FVA Polen

Im kommenden Jahr findet in der polnischen Ostseemetropole Gdańsk (Danzig) der 44. Hansetag der Neuzeit statt. Vom 13. bis 16. Juni 2024 präsentiert sich die Hansestadt unter dem Motto „Change begins here“ und will damit einen Beitrag zur europäischen Zusammenarbeit und einer nachhaltigen Zukunft leisten. Gäste aus anderen Hansestädten werden über grenzüberschreitende Wirtschaft, Tourismus und weitere gesellschaftlich relevante Themen diskutieren. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Konzerten, Ausstellungen und einem Hansemarkt.

Zu ihrer Blütezeit war die Hanse die mächtigste Handelsorganisation Europas. Ihre Ursprünge liegen im 12. Jahrhundert, aber ein genaues Gründungsdatum lässt sich nicht ausmachen. Als 1356 der erste Hansetag in Lübeck stattfand, war bereits die damalige Ordensstadt Elbing, das heutige Elbląg, mit an Bord. Das benachbarte Danzig war seit dem Hansetag von 1361 vertreten.

Elbing kam aufgrund der intensiven Beziehungen zu Lübeck, aus dem ihre Gründerväter stammten, zunächst eine führende Rolle in der Hanse zu. Doch schon im 15. Jahrhundert. begann der rasche Aufstieg von Danzig. Die Stadt wurde nach einer Organisationsreform zum Hauptort des preußisch-livländischen Viertels. Zudem kontrollierte es seit dem 2. Thorner Frieden die Frische Nehrung und die Durchfahrten in die Ostsee, welche sie für Schiffe aus Elbing blockierte. Noch heute zeugen die nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Patrizierhäuser, Paläste und Stadttore der Rechtstadt vom einstigen Reichtum der Stadt an der Mottlau.

Der Neuen Hanse trat Gdańsk 1993 bei und richtete vier Jahre später den 17. Hansetag der Neuzeit aus. Die moderne Organisation war 1980 im niederländischen Zwolle gegründet worden. Zu ihren Zielen zählen unter anderem die Stärkung der wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Zusammenarbeit der einstigen Hansestädte rund um Nord- und Ostsee sowie die Förderung der Jugendarbeit. Derzeit gehören rund 200 Städte in 16 Ländern dem Bund an. 23 davon liegen in Polen, neben Küstenstädten wie Kołobrzeg (Kolberg) oder Słupsk (Stolp) gehören dazu auch Binnenstädte wie Wrocław (Breslau), Toruń (Thorn) oder Kraków (Krakau).

Auftakt und Abschluss des Hansetages werden auf dem Długi Targ (Langer Markt) mit Konzerten stattfinden. Dazu gibt es historische Paraden zu Wasser und an Land. Neben der Delegiertenversammlung werden ein Wirtschaftsforum sowie die Hanse ArtWorks mit Kunst „made in Hansa“ stattfinden. Zudem lädt die Stadt zu einem großen Hansejahrmarkt ein, auf dem sich auch die Mitgliedsstädte der Neuen Hanse präsentieren werden. Eine „offene Bühne“ präsentiert Kunstschaffende aus den Hansestädten.

Weitere Informationen zum 44. Hansetag der Neuzeit unter www.gdansk2024.pl

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