Die nordpolnische Woiwodschaft Pomorskie (Pommern) baut ihr touristisches Radwegenetz weiter aus. Für rund 12 Millionen Euro sollen weitere Lückenschlüsse wichtiger Routen sowie reizvoller Nebenstrecken erfolgen. Insgesamt zehn Projekte sollen von 2026 bis 2028 umgesetzt werden.
Zu den wichtigsten Vorhaben zählt die Renovierung eines rund zehn Kilometer langen Abschnitts, der Władysławowo (Großendorf) mit den beliebten Ferienzentren Chałupy und Jastarnia auf der Halbinsel Hel verbindet. Südlich von Władysławowo verläuft der Euro Velo 10. Die in Polen als R10 bekannte „Ostseeküsten-Route“ verbindet alle Ostseeanrainerstaaten miteinander.
Mehrere Radwege entstehen auf den Weichseldeichen zwischen den Gemeinden Stegna (Steegen) und Miłoradz (Mielenz). Sie gehören zum hiesigen Abschnitt der Wiślana Trasa Rowerowa (Weichselroute). Die rund 1.200 Kilometer lange Route wird nach ihrer Fertigstellung von den Quellen des längsten polnischen Flusses in den Schlesischen Beskiden bis zur Mündung bei Gdańsk (Danzig) führen. Sie ist Teil der Euro Velo 9, der Ostsee-Adria-Route.
Touristisch interessant sind auch die Neubauprojekte rund um das UNESCO-Welterbe Malbork (Marienburg). Neue Wege sollen Radtouren von der mächtigen Ordensritterburg Richtung Elbląg (Elbing) sowie zum Ordensritterschloss im rund 15 Kilometer entfernten Sztum (Stuhm) erleichtern.
Bereits jetzt verfügt die Woiwodschaft Pommern über ein gut ausgebautes touristisches Radwegenetz. Aktivurlauber erleben die Ostseeküste, dichte Kiefernwälder und idyllische Dörfer, die kaschubische Seenplatte und die Weichselniederung hautnah. Neben den EuroVelo-Trassen gibt es eine Vielzahl regionaler und lokaler Wege. Im Süden der Region führt zum Beispiel die Kaszubska Marszruta (Kaschubische Marschroute) durch das Landschaftsschutzgebiet und den Nationalpark Tucheler Heide (Bory Tucholskie).