Mit dem Fahrrad über die Oderbrücken von Siekierki

Oderbrücke bei Siekierki
Oderbrücke bei Siekierki mit Aussichts-Plattform. Bild © ZROT

Hunderte Zweiradfans feierten kürzlich die Eröffnung des polnischen Teils der Oderbrücken zwischen Siekierki (Zäckeritz) und Neurüdnitz. Die Trasse war zwar bereits im Mai fertiggestellt worden, die offizielle Einweihung auf Grund der Corona-Pandemie aber verschoben worden. Warten müssen die Radler noch auf die komplette Öffnung der historischen Anlage. Die Brandenburger Behörden sehen das Ende der Instandsetzung auf deutscher Seite erst für das Jahresende, die Eröffnung soll dann zum Start der nächsten Radsaison erfolgen.

Jahrzehntelang wurden die insgesamt 785 Meter langen Brückenbauwerke nicht mehr genutzt. Die gesamte Konstruktion auf der polnischen Seite wurde instandgesetzt und für den Radverkehr vorbereitet. Darüber hinaus wurde eine Aussichtsplattform auf einer der Brückenbauten errichtet, die einen Panoramablick über das Oderbruch und den Landschaftsschutzpark von Cedynia (Zehden) bietet. Neue Sitzgelegenheiten ermöglichen zudem eine Rast direkt inmitten der idyllischen Landschaft der Oderwiesen.

Die Zufahrt erfolgt über den früheren Bahndamm. In Klępicz (Klemzow) befindet sich der letzte Bahnhof vor den Brücken auf polnischer Seite. Die Besitzer haben ihr Grundstück vor kurzem für Radtouristen als Rastpunkt geöffnet. Dort bieten sie warme und kalte Getränke sowie eine Außenküche für Selbstversorger. Die Brücken von Siekierki sind eine der größten Attraktionen des Radwanderweges „Westliche Seenroute“ R20, der am Bahnhof vorbeiführt. Er gehört zu den vier großen Radrouten der Woiwodschaft Zachodniopomorskie und soll über die Brücken mit den Wanderwegen in Brandenburg verknüpft werden.

Das 1955 errichtete 121 Meter lange Hauptbauwerk ersetzte den während des Zweiten Weltkrieges gesprengten Vorgängerbau auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Chojna (Königsberg in der Neumark). Durch die Stilllegung und die Lage im kaum durchlässigen Grenzgebiet zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen konnte sich rund um das Bauwerk in den Oderauen eine einzigartige Naturlandschaft erhalten, die heute als Natura 2000-Gebiet geschützt und Teil des Landschaftsschutzparkes Zehden ist

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