Spanien und die Niederlande werden Hochinzidenzgebiete

Spanien wird nach Ankündigung des Robert-Koch-Instituts ab kommendem Dienstag 0:00 Uhr als Hochinzidenzgebiet ausgewiesen. Diese Neu-Einstufung hat für einige Urlauber Änderungen bei der Rückreise nach Deutschland zur Folge. Für diejenigen, die bereits über einen vollständigen Impfschutz verfügen oder bereits von Corona genesen sind, ändert sich nichts. Noch nicht geimpfte Reisende müssen jedoch nach der Einreise in Deutschland in eine Quarantäne, die ab dem fünften Tag mit einem negativen Test-Ergebnis beendet werden kann.

„Eine drohende Quarantäne führt zu starker Verunsicherung bei den Menschen, die sich gerade im Urlaub befinden oder kurz vor Urlaubsantritt stehen“, heißt es beim Deutschen Reiseverband (DRV). Daher fordert DRV-Präsident Norbert Fiebig: „Wir müssen weg von der reinen Inzidenzbetrachtung bei der Einstufung von Zielgebieten. Stattdessen muss die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt werden Dies sollte bei der ohnehin notwendigen Anpassung der Corona-Einreiseverordnung berücksichtigt werden. Eine ausschließlich an den Inzidenzwerten festgemachte Automatik der Eingruppierung der Reiseländer ist angesichts des Impffortschritts nicht mehr angemessen. Der Inzidenzwert hat deshalb heute bei weitem nicht mehr die Aussagekraft wie noch zu Beginn der Pandemie. In der politischen Debatte spielt das bereits eine Rolle, schlägt sich aber noch nicht ausreichend in den Entscheidungen nieder. Die Hochstufung Spaniens zum Hochinzidenzgebiet mitten in der Ferienzeit macht zahlreichen Reisenden und insbesondere vielen Familien mit Kindern die Urlaubspläne zunichte.“

Darüber hinaus appelliert der DRV an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen: „Es geht grundsätzlich und überall um angemessenes Verhalten – im Alltag wie auch im Urlaub und auf Reisen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen verhalten sich die Pauschalreisegäste umsichtig und situationsangemessen“, so Fiebig. Aktuell sei jedoch sicherlich nicht die richtige Zeit für Partytourismus – egal in welchem Zielgebiet. „Das ist inakzeptabel und muss von den Urlaubsländern konsequent unterbunden werden.“

In den Urlaubsregionen sind bereits im vergangenen Jahr umfassende Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung eingeführt worden, die sich bewährt haben. Lediglich ein sehr geringer Anteil von Pauschalreisegästen hat sich – wie auch das Robert-Koch-Institut in einer Studie bestätigt hat – im Urlaub infiziert. „Reisen ist verantwortungsvoll und sicher möglich.“

Gleichzeitig, so der DRV, sei es überaus wichtig, weiter am Impffortschritt zu arbeiten: „Impfungen sind das wirksamste Mittel gegen Corona und ermöglichen sicheres Reisen.“ Bund und Länder sollten in ihren Bestrebungen nicht nachlassen, noch nicht Geimpfte von einer Impfung zu überzeugen. 

Pauschalreisegäste werden von ihren Reiseveranstaltern kontaktiert

Urlaubsreisende, die sich aktuell im Urlaub in Spanien befinden, und eine organisierte Reise bei einem Reiseveranstalter gebucht haben, werden von ihrem Veranstalter über die geänderte Situation informiert. Sollten Reisende vorzeitig ihren Urlaub beenden wollen, werden die Reiseveranstalter sich um eine entsprechende Flugumbuchung kümmern. Eine vorzeitige Rückreise ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Sukzessive werden darüber hinaus auch diejenigen kontaktiert, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Spanien geplant haben.

Der DRV schätzt, dass aktuell rund 200.000 Pauschalreisegäste ihren Urlaub in Spanien verbringen. Hinzu kommt noch einmal in etwa die gleiche Anzahl Individualreisender, die ihre Reise nicht mit einem Reiseveranstalter gebucht haben. (DRV)

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