Der Thüringer Wald engagiert sich verstärkt für das Projekt „Reisen für alle“. Dahinter steht die bundesweit gültige Kennzeichnung für Barrierefreiheit im Tourismus, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) initiiert wurde. Die zertifizierten Angebote reichen von der Anreise über Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe bis hin zu Kultureinrichtungen, Ausflügen, Naturerlebnissen und Gästeführungen.
Im Thüringer Wald haben sich bereits 22 touristische Betriebe zertifizieren lassen, weitere sollen 2026 folgen. Schon dabei sind unter anderem die Thüringer Bergbahn, die Dr. Lauterbach Klinik in Bad Liebenstein, die VIBA-Nougat Welt in Schmalkalden und das Naturcamp Meyersgrund.
„Der Thüringer Wald zeigt, dass wahre Freiheit dort beginnt, wo Natur für alle erlebbar wird – unabhängig von Alter, Einschränkungen oder Voraussetzungen. ‚Reisen für alle‘ heißt, niemanden zurückzulassen und Natur selbstbestimmt, gleichberechtigt und ohne Hindernisse genießen zu können“, sagt Julia John vom Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
Wie wichtig das Thema ist, zeigt, dass allein in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen mit einer Beeinträchtigung leben. Entsprechend groß – und stetig wachsend – ist die Nachfrage nach barrierefreien Angeboten. Das Qualitätssiegel „Reisen für Alle“ steht deutschlandweit für Transparenz, Verlässlichkeit und gelebte Barrierefreiheit im Tourismus. Es soll Gästen – egal ob Familien, Senioren, Menschen mit Behinderung oder Personen mit temporären Einschränkungen – helfen, passende Angebote zu finden und zu erleben.
Während die Thüringer Tourismus GmbH sogenannter Masterlizenznehmer für das Qualitätssiegel „Reisen für Alle“ ist, ist der Regionalverbund Thüringer Wald e.V. zentraler Ansprechpartner für die Betriebe und Orte in der Region. Die Destinationsmanagementorganisation begleitet sie während des gesamten Zertifizierungsprozesses, beauftragt externe Erheber, bereitet die notwendigen Verträge vor und übernimmt die Übergabe der Urkunden und Plaketten.