Reiseapotheke versus Hotelarztkosten
Reiseapotheke versus Hotelarztkosten. © ADAC SE

Reiseapotheke vs. überteuerte Arztrechnungen im Ausland

Der Sommerurlaub 2026 wird zum finanziellen Kraftakt: Durch die weltweiten Konflikte sind die Reisekosten bereits deutlich gestiegen, Familien zahlen weit mehr für Flüge und Hotels als im Vorjahr. Wer dann noch krank wird, riskiert den finanziellen Kollaps: In beliebten Urlaubsländern wie Ägypten oder der Türkei zahlen deutsche Urlauber laut ADAC Versicherung das 20- bis 30-Fache der heimischen Behandlungskosten – oft auch für rezeptfreie Medikamente.

Eine aktuelle Online-Umfrage der ADAC SE unter 2.090 Reisenden* zeigt das Dilemma: Zwar stellen 77 Prozent eine Reiseapotheke zusammen, doch für unvorhergesehene Erkrankungen sind die meisten schlecht gerüstet. So mussten 67 Prozent bereits Arztrechnungen vor Ort zunächst selbst bezahlen.

Kostendruck trifft Urlauber doppelt

In dieser angespannten Lage wird eine durchdachte Reiseapotheke zum Sparhelfer: Sie vermeidet Arztbesuche bei kleineren akuten Erkrankungen und mindert das Risiko, Opfer von Abzocke zu werden. Die aktuelle Umfrage zeigt: Jeder Dritte (36 Prozent) hat bereits ärztliche Hilfe im Urlaub benötigt, 56 Prozent kontaktierten Hotelärzte oder Kliniken vor Ort. Dabei wissen 74 Prozent, dass ausländische Ärzte Vorkasse verlangen und können durch hohe Arztrechnung in eine finanzielle Schieflage geraten. (siehe auch: ADAC Versicherung: Viele Urlauber finanziell nicht vorbereitet)

Das gehört in die perfekte Reiseapotheke

Der ADAC rät, regelmäßig benötigte Medikamente in 50 Prozent höherer Menge mitzunehmen – idealerweise im Handgepäck in Originalverpackung. Chronisch Kranke sollten Beipackzettel und Dokumente wie den Diabetikerausweis nicht vergessen.

Eine Basis-Reiseapotheke enthält Hilfsmittel für kleine Verletzungen, ein Fieberthermometer, Insektenschutz – und Juckreizsalbe, Erkältungsmittel und gegebenenfalls etwas gegen Reisekrankheit und kostet je nach Ausstattung und Medikamentenauswahl zwischen 30 und 60 Euro.

Die gute Nachricht: Wer eine Reiseapotheke dabeihat, ist für viele Fälle bereits gewappnet. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sind laut ADAC Umfrage in 94 Prozent aller Reiseapotheken vorhanden, Mittel gegen Durchfall wie Loperamid, Saccharomyces, ORS-Elektrolytpulver haben 70 Prozent dabei. Das ist auch gut so, denn eine Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen kann z.B. beim Hotelarzt in Ägypten bis zu 3.000 Euro kosten.

Der ADAC hilft im Notfall weltweit

Sollte man akut erkranken und Medikamente benötigen, hilft der ADAC weiter: Bei leichten Beschwerden kann man über den ADAC Partner Air Doctor eine Online-Sprechstunde mit einem Arzt vereinbaren, inklusive Symptomcheck und Rezeptausstellung per Mail. Benötigt man für die akute Erkrankung oder Verletzung einen Arzt, kann man hier auch einen Termin mit einem vertrauenswürdigen Mediziner vereinbaren – weltweit und ohne Vorkasse, da die ADAC Auslandskrankenversicherung dann direkt abrechnet.

Den ADAC Service erreicht man einfach per Telefon unter +49 89 76 76 71 77. Die ADAC Notfallnummern kann man auch sicherheitshalber aufs Handy laden – per Download der ADAC Notfallkarte. **

*Die repräsentative Online-Umfrage wurde vom 6. bis 19. Februar 2026 unter 2.090 Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland durchgeführt, die zumindest gelegentlich Urlaub im Ausland machen.

**Diesen Service gibt es für Premium-Mitglieder und Versicherte beim ADAC Auslandskrankenschutz.

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