Fuengirola vereint, was viele an der Costa del Sol suchen: unkomplizierten Komfort, mediterranes Lebensgefühl und Strände für jeden Geschmack. Die Stadt liegt nur 25 Kilometer westlich des Flughafens Málaga und ist in weniger als 30 Minuten erreichbar. Man darf sich bei diesem Touristenort nicht der Illusion hingeben, ein kleines typisches andalusisches Fischerdorf vorzufinden, was es ursprünglich einmal war. Obwohl Kritiker den Ort aufgrund seiner intensiven Bebauung schon mal mit Torremolinos vergleichen, muß man dennoch festhalten, daß sich der Ort ein wenig mehr von seinem ursprünglichen Charme bewahrt hat (wenn auch nur an einigen Stellen). Dieses liegt vor allem daran, daß es sich bei Fuengirola um eine historisch gewachsene Stadt handelt, die ursprünglich nicht so sehr auf den Tourismus fixiert war.
Heute leben in Fuengirola etwa 50.000 Menschen – wenn zu Hochsaisonzeiten noch zahlreiche Urlauber in den Ort strömem, scheint die Stadt jedoch fast aus allen Nähten zu platzen. Die Beliebtheit Fuengirolas ist vor allem in dem wirklich reichhaltigen Freizeitangebot des Ortes begründet. Es gibt verschiedene sehr schöne und gepflegte Strände mit einer Gesamtlänge von mehreren Kilometern (im Sommer leider oftmals zu voll) mit einer bemerkenswerten Promenade, die zum Flanieren einlädt („Paseo Marítimo“). Einige Strände wurden von der Euroäischen Gemeinschaft sogar schon mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet – einem Symbol für besonders saubere und gepflegte Strände. Es gibt einen modernen Tierpark „Fuengirola Zoo“ sowie einen spannenden Wasserpark, der vor allem auch Kindern großen Spaß macht. Sportlich aktiven Urlaubern wird jede erdenkliche Möglichkeit zum Wassersport angeboten. In der Stadt findet man unzählige Bars, Cafes, Restaurants, Geschäfte und Diskotheken. Ergänzt wird das Angebot um einen Sporthafen, einen Wasserportclub, einen Fischerhafen, das Zentrum für ozeanographische Forschung und ein Geschichtsmuseum, in dem der Besucher etwas über die Geschichte Fuengirolas erfahren kann.
Der Ursprung der Stadt reicht bis zur Zeit der Kolonialisierung der Phönizier in dieser Gegend zurück. Einige Relikte aus der frühen Geschichte sind auch heute noch zu finden, wie zum Beispiel die rekonstruierte Ruine eines Römischen Tempels am Paseo Maritimo. Im 8.Jahrhundert wurde die Gegend von den Mauren erobert, die die Stadt in „Sojayl“ (aus dem sich der heutige Name der Burg, „Sohail“, ableitete) umbenannten. Das repräsentativste Baudenkmal von Fuengirola ist das Castillo Sohail, eine maurische Festung, die zu Zeiten von Abd ar-Rahman III. errichtet wurde. Die Burg ist auch das Wahrzeichen der Stadt geworden und liegt weithin sichtbar etwas außerhalb der Stadt auf einem Hügel, von dem man einem sensationellen Ausblick über Fuengirola und das Meer hat.
Wer einmal eines der bekannten typischen „Weißen Döfer“ Andalusiens kennenlernen möchte, empfehlen wir einen Ausflug in nur ca. 7 Kilometer entfernten, landeinwärts gelegenen, Mijas.
Tipp: Dienstag ist Marktag (El Mercadillo), in Fuengirola einer der interessantesten Märkte an der gesamten Costa del Sol mit einem riesigen Angebot an frischen Lebensmitteln und allerlei typischen andalusischen Produkten – allerdings auch einigem Nepp.
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