Nerja an den Ausläufern der Sierra Almijara
Nerja ist wunderschön an den Ausläufern der Sierra Almijara gelegen. Bild: Martijn Vonk/Unsplash

Nerja

Die andalusische Küste östlich von Malaga zeichnet sich vielerorts durch ihre intensive Bebauung aus, bei der manches Mal zu Gunsten möglichst vieler neu geschaffenen Wohneinheiten leider das Landschaftsbild sehr vernachlässigt wurde. Eine rühmliche Ausnahme stellt dabei das schöne Küstenstädtchen Nerja dar (ca. 50 Kilometer östlich von Malaga), denn dieser Ort mit seinen etwa 15.000 Einwohnern hat sich trotz aller Touristenströme viel von seiner Ursprünglichkeit und eine gewisse Beschaulichkeit bewahrt und ist zurecht eines der beliebtesten Urlaubsziele in der Küstenregion zwischen Malaga und Almeria. Glücklicherweise hat man hier auf den Neubau imposanter Hotelneubauten weitestgehend verzichtet und den Ort „natürlich“ wachsen lassen.

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Eingerahmt von den Ausläufern der Sierra Almijara besticht Nerja durch seine traumhafte Lage. Der Ort hat eine lange Geschichte und wurde ursprünglich von den Mauren erbaut. 1884 wurde der Ortskern von einem Erdbeben zerstört aber schon damals wurde beim Wiederaufbau darauf geachtet, die besonderen Elemente des maurischen Stils nicht zu vernachlässigen.

Eine der Hauptattraktionen von Nerja und beliebtes Foto- und Postkartenmotiv ist der „Balcón de Europa„, eine über die Klippen des Meeres vorspringende Felsnase und heute schön begrünte Terrasse und Promenade, die fantastische Ausblicke auf das Mittelmeer freigibt. Am frühen Abend füllt sich der Platz zunehmend, wenn sich Touristen, Straßenkünstler und Einheimische treffen, um den Sonnenuntergang zu betrachten und den Abend einzuleiten. Hier ist auch der zentrale Haltepunkt für die Kutschen, mit denen man sich durch das autofreie Zentrum fahren lassen kann. In den Gassen der Altstadt gibt es zahlreiche Bars, Restaurant und geschäfte, die zum Bummeln einladen.

Nerja Balkon von Europa Aussichtsplattform
Der "Balkon von Europa" ist vor allem in den frühen Abendstunden eine beliebte Aussichtsplattform in Nerja. Bild: Manolo Franco/Pixabay

Entlang des Küstenstreifens gibt es zahlreiche kleine Badebuchten und Strände, so dass sich auch in der Hauptsaison die Urlauber gut verteilen und es selten zu voll wirkt. Der Haupstrand Nerjas ist die Playa de Burriana und liegt am östlichen Ende des Ortes. Neben dem „Balcón de Europa“ ist Nerja vor allem auch wegen der „Cueva de Nerja“ bekannt (die eigentlich näher an der nachbargemeinde Maro als an Nerja liegt), eine Höhle, die erst 1959 von spielenden Kindern entdeckt worden ist. Auch wenn die Höhle mittlerweile als Touristenattraktion vermarktet wird, ist ein Besuch auf jeden Fall zu empfehlen. Die Höhle bietet auch für „höhlenerfahrene“ Urlauber einige beeindruckende Überraschungen. Das Höhlensystem ist etwa 4 Kilometer lang, im Inneren der Höhle befinden sich einige bis zu 60 Meter hohe Säle mit faszinierenden Tropfsteinformationen. Nicht weit von der Höhle entfernt befindet sich das Aquädukt „Puente del Aguila„, das von den Römern errichtet wurde und bis vor einigen Jahren als Wasserleitung für eine Zuckerfabrik auf der anderen Seite der Schlucht genutzt wurde.

Auch für aktive Gäste ist Nerja eine gute Urlaubsadresse, insbesondere, wenn man gerne wandert. Sowohl an der Küste als auch in der nahegelegenen bis über 1.800 Meter ansteigenden Sierra Almijarra gibt es einige wunderschöne Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (spezielle Wanderkarten hält die Touristeninformation von Nerja bereit).

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