Lauschtour durch Neu-Ulm

Startpunkt der Lauschtour Neu-Ulm
Startpunkt der Lauschtour Neu-Ulm. Bild: © TVABS

Über zehn Jahre gibt es die Lauschtouren in Bayerisch-Schwaben bereits. Mittlerweile sind es 21 Hörspaziergänge, die historische Informationen mit Humor und Fantasie verbinden. Die Neuste gibt es seit Anfang Mai: die Lauschtour „Festungs- und Donaublicke in Neu-Ulm“. Mit dem Audioguide im Ohr können Lauschtouristen nun die Reste der großen Bundesfestung erkunden und gezielt die besten Aussichtspunkte an der Donau auf das gegenüberliegende Ulm mit seinem berühmten Münster ansteuern.

Rekord-Downloadzahlen für die Lauschtouren
„Großes Kino für die Ohren“ – so lautete das Versprechen im Jahr 2012, als Bayerisch-Schwaben mit den ersten sechs Lauschtouren an den Start ging. Schon im Jahr darauf wurde das Angebot mit dem ADAC-Tourismuspreis Bayern ausgezeichnet. Aus 2.700 App-Downloads und sechs Touren im Startjahr wurden bis heute knapp 70.000 Downloads und 21 Touren. Seit Mitte 2017 können die geladenen Touren in den Apps gezählt werden – Anfang 2023 waren es bereits über 100.000. Einen Boom hatten die Lauschtouren 2020 und 2021 während der Corona-Lockdowns. Doch auch im vergangenen Jahr blieben die Nutzungszahlen weit über jenen von 2019. Denn egal ob historischer Fokus, Naturthema, auf dem Land oder in der Stadt – die Lauschtouren stoßen auf großes Interesse. Spitzenreiter waren zuletzt die Touren „Welterbe Tour Augsburg“, „Hexen in Nördlingen“, „Luther in Augsburg“ und der „Günzburger Stadtrundgang“.

NEU: Lauschtour No. 21 „Festungs- und Donaublicke in Neu-Ulm“
Eine Stunde und 15 Minuten dauert die neue Tour „Festungs- und Donaublicke in Neu-Ulm“. Der in der Lauschtour beschriebene Weg führt gut drei Kilometer von der Schießhausallee über den Glacis Park zum Wasserturm. An der Donau entlang geht es über den Schwal (eine Donauinsel) zur einzigartigen Kirche St. Johann Baptist, ein Meisterwerk des Expressionismus, und wieder zurück zum Glacis Park.

Früher Bollwerk, heute grünes Idyll:Der Glacis Park, wo die neue Lauschtour startet, war der erste Schutzwall der Bundesfestung. Hier herrschte Bauverbot, damit die Wächter von der Festung einen freien Blick hatten. Wer sich also der Festung näherte, musste erst einmal auf das freie Glacis hinauf, wo man ihn aus den Schießscharten sehr gut erkennen konnte. Die Wehranlage zog sich einst auf insgesamt neun Kilometern rund um Ulm und Neu-Ulm herum. 100.000 Soldaten waren auf der Festung untergebracht, um den deutschen Bund, der aus rund 40 Kleinstaaten bestand, gegen den Erzfeind Frankreich zu schützen. Fertiggestellt wurde die Festung mit ihrem ausgeklügelten Verteidigungssystem, die zu Deutschlands größten erhaltenen Festungsanlagen zählt, allerdings erst 1859. Nur wenige Jahre später war sie auf Grund der neu aufkommenden Waffenarten schon wieder veraltet.

An der Donau angekommen, weist der Guide der Audiotour zwischen den spannenden Informationsabschnitten auch auf Pausen am Ufer des Flusses hin, der nicht nur die Grenze zwischen den beiden Städten Ulm und Neu-Ulm darstellt, sondern auch zwischen den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Es lohnt sich auf jeden Fall ein Blick hinüber, denn die beste Aussicht auf das Ulmer Münster und das Stadtpanorama Ulms hat man tatsächlich vom gegenüberliegenden Ufer – von Neu-Ulm in Bayerisch-Schwaben.

App laden, Tour speichern, Erlebnis genießen
Die App „Bayerisch-Schwaben Lauschtour“ kann im Apple App-Store oder auf Google Play kostenfrei heruntergeladen werden. Die gewünschten Touren müssen dann nur noch gespeichert werden und schon kann es losgehen. Wie der Download und die Lauschtouren genau funktionieren, ist zusätzlich in einem kurzen Erklärvideo zusammengefasst.

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