Terrassenrestaurant in Jahrhunderthalle von Breslau eröffnet

Wasserfontänen Jahrhunderthalle Breslau
Wasserspiele vor der Breslauer Jahrhunderthalle. Bild: © Klaus Klöppel

Leckere Speisen mit Blick auf die berühmte Pergola gibt es seit kurzem in der Jahrhunderthalle von Wrocław (Breslau). Dort eröffneten die Betreiber unlängst das Terrassenrestaurant nach mehrjährigem Umbau. Der orientiert sich an den Originalplänen von Max Berg, des Architekten der seit 2006 zum UNESCO-Welterbe zählenden Halle.

Mockturtle-Suppe, Rehkeule Försterinnen-Art oder Lachs an Elfenbeinsoße – nur erlesenste Speisen standen zur Eröffnung des Terrassenrestaurants vor 109 Jahren auf der Speisekarte. Einzigartig war auch das offene architektonische Konzept, das Außen- und Innenraum miteinander verschmelzen ließ. An dieses besondere kulinarische Erlebnis knüpft das Team des neu eröffneten Gourmettempels nun an. Inneneinrichtung und Menü gehen dabei eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein. So nimmt etwa die Einrichtung Farben und Formen der Umgebung auf, verwendet dabei aber zeitgenössisches Design und zeigt zudem viel lebendiges Grün.

Auch das Küchenkonzept spiegelt diesen Gedanken wider. Die Patronin Katarzyna Daniłowicz vereint wie kaum jemand anders in Polen die beiden Aspekte des Restaurants miteinander. Als gelernte Architektin hat die Quereinsteigerin das nötige Gespür für die Geschichte und Gegenwart des Raumes. Von ihrer kulinarischen Perfektion zeugt unter anderem der Titel „Köchin des Jahres“, der ihr 2017 von Gault & Millau verliehen wurde.
Gemeinsam mit Küchenchef Michał Wester hat sie ein historisch inspiriertes Angebot im modernen Gewand entwickelt, das genau auf die einzigartige Atmosphäre abgestimmt ist. Seinen Sinn für Harmonie und kulinarische Ästhetik hat Wester unter anderem bei Sternekoch Andrea Camastra in Warschau geschärft. Mit Daniłowicz arbeitet er seit über zehn Jahren zusammen, beide legen großen Wert auf regionale und saisonale Zutaten für ihre Gerichte. Das übermäßige Fleischangebot der Vergangenheit wird durch exquisite vegetarische und vegane Angebote aufgelockert.

Wie zur Eröffnung 1913 gehen Innen- und Außenraum des Restaurants nun wieder optisch ineinander über, nur durch Glasscheiben voneinander getrennt. So können auch die Gäste im Innenraum den Panoramablick auf die außenliegende Anlage mit Wasserbecken und Pergola genießen. Nach Einbruch der Dunkelheit gibt es regelmäßig Licht- und Musikshows des dortigen Multimedia-Springbrunnens. Neben dem Restaurant gibt es zudem eine Bar mit einem ausgewählten Angebot erstklassiger Weine und Spirituosen sowie passenden Speisen.

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