Philippinen grünere Zukunft
Eine neue Generation an jungen Unternehmer*innen setzt sich für eine bessere und grünere Zukunft auf den Philippinen ein. Bild: © Billie Dumaliang/Masungi Georeservat

Visionen für eine nachhaltigere Zukunft auf den Philippinen

Seit der Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1898 hat sich viel getan auf den Philippinen. Die neuen Gesichter des Landes sind jung und voller Visionen für eine bessere, nachhaltigere Zukunft für den Inselstaat und seine Bewohner. Ein weiterer Grund, um den paradiesischen Inselstaat am 12. Juni mit Stolz zu feiern.

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Naturschutzgebiet, Zufluchtsort für seltene Wildtiere und dazu ein echter Social-Media-Hotspot: Das ist das Masungi Georeservat in Rizal auf der Insel Luzon. Inmitten der weitläufigen Regenwälder von Rizal ragen hier stachelige Karst-Steinspitzen in den Himmel. Bei einem typischen Mittagessen erzählen die Bewohner ihren Gästen unvergessliche Geschichten, die sich um dieses einzigartige Fleckchen Erde ranken.

Masungi Georeservat Social-Media-Hotspot
Das Masungi Georeservat gilt als echter Social-Media-Hotspot. Bild: © Billie Dumaliang/Masungi Georeservat

Im Jahr 2015 gründeten Billie Dumaliang und ihre Schwester Ann den Geotourismusbetrieb des Naturschutzparkes. Seitdem wurde dank ihrer nachhaltigen Praktiken die Pflanzung von 68.000 Bäumen finanziert und das Masungi Georeservat wurde 2021 mit dem „Water Changemakers Award“ ausgezeichnet – ein wichtiger Meilenstein. Für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz und Erhalt der Natur wurde Billie 2022 in die Forbes-Liste der „30 under 30 Asia“ im Bereich „Social Impact“ aufgenommen.

Baumpflanzungen im Masungi Georeservat
Fast 70.000 Bäume wurden im Masungi Georeservat gepflanzt. Bild: © Billie Dumaliang/Masungi Georeservat

Ein weiterer Pionier des nachhaltigen Tourismus auf den Philippinen ist Raf Dionisio, Gründer des Reise-Start-ups MAD Travel. MAD, die Abkürzung für „Make a Difference“, entstand aus einem Freiwilligeneinsatz auf der GK Enchanted Farm in Angat, Bulacan, mit dem Ziel, die Armut im Land zu verringern. Heute ermöglicht MAD Reisenden, die Philippinen aus nächster Nähe kennenzulernen und die Einwohner des Landes durch Tourismus- und Baumspendenprojekte zu unterstützen.

Wissensvermittlung Bambus MAD Travel Philippinen
Die Vermittlung von Wissen über die heimische Vegetation aus nächster Nähe, zum Beispiel Bambus, gehört auch zum Portfolio von MAD Travel. Bild: © Raf Dionisio/MAD Travel

Während der COVID-19-Pandemie wurden zwei weitere Konzepte ins Leben gerufen – MAD Market, eine Plattform für den Austausch philippinischer Erzeuger und Produzenten von Lebensmitteln mit ihren direkten Kunden, also der Bevölkerung. Dadurch wird sichergestellt, dass nur Waren produziert werden, die auch nachgefragt werden. So wird letztlich die die Lebensmittelverschwendung verringert und der Gewinn erhöht. Das zweite Projekt heißt MAD Courses, das interaktive Online- und hybride Lernabenteuer bietet, die Studenten auf digitale Abenteuer im Herzen der lokalen Gemeinden mitnehmen, während sie sich mit sozialen Auswirkungen, den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und grüner Wirtschaft in Verbindung mit Umweltsanierung beschäftigen.

Naturfotograf Gab Mejia
Naturfotograf Gab Mejia. Bild: © Gab Mejia

Gab Mejia ist Naturfotograf und setzt sich vor allem für den Schutz von Feuchtgebieten und Wildtieren ein. Als National Geographic Explorer, Nikon Asia Ambassador und Kolumnist für die Manila Times wurde er 2021 als erster Filipino mit dem „World Wide Fund For Nature International President’s Youth Award“ ausgezeichnet und im gleichen Jahr in die Forbes „Under 30 Liste“ für The Arts in Asia für Fotografie aufgenommen.

Gemeinsam mit National Geographic erzählte Gab beispielswiese anlässlich des diesjährigen Welttages der Feuchtgebiete mit seinen eindrucksvollen Aufnahmen die Geschichte von Marites Babanto, indigene Anführerin des Manobo-Stammes auf Mindanao. Babanto setzt sich seit langem für den Schutz des größten Feuchtgebiets der Philippinen, dem Agusan Marsh Wildlife Sanctuary, ein. Ihre indigene Gemeinschaft lebt in Harmonie mit dem Sumpfgebiet und teilt ihr Zuhause mit Zugvögeln, Wasserpflanzen und Salzwasserkrokodilen.

Vogelschwarm im Agusan Marsh Wildlife Sanctuary
Kinder spielen in einem Boot im Agusan Marsh Wildlife Sanctuary
Gab Mejia gibt mit seinen Fotos Eindrücke vom Leben des Manobo-Stammes auf Mindanao. Bilder: © Gab Mejia

Jenica Dizon ist die philippinische Landesdirektorin der Non-Profit-Organisation “Waves for Water (W4W)”. Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle – das ist das Ziel der gemeinnützigen Organisation, die aus einem Surftrip ihres Gründers Jon Rose während des Sumatra-Erdbebens 2009 hervorging. Auf den Philippinen begannen die Aktivitäten als Reaktion auf den Super-Taifun Haiyan im Jahr 2013. Waves for Water setzt sich dafür ein, das Ungleichgewicht der Wasserknappheit in den Entwicklungsregionen auf den Philippinen und in der ganzen Welt zu beseitigen. Denn Erfolg definiert sich nicht nur durch Reichtum, sondern auch durch den Unterschied, den man im Leben anderer Menschen macht – so das Lebensmotto von Jenica.

Seit ihrer Gründung hat W4W auf den Philippinen mit lokalen Gemeinden in 56 Provinzen zusammengearbeitet und 66 Regenwasserauffanganlagen gebaut, über 16.000 saubere Wassersysteme implementiert und das Leben von mindestens einer Million Filipinos mit Zugang zu sauberem Wasser beeinflusst.

Cat Triviño Taucherin und Influencerin
Taucherin und Influencerin Cat Triviño. Bild: © Cat Triviño

Cat Triviño hat bereits in jungen Jahren ihre Leidenschaften in eine Erfolgsgeschichte verwandelt. Als Ocean Warrior und Tiefseetaucherin setzt sie sich für den Schutz des Meeres und seiner Bewohner ein – und hat als Influencerin die nötige Reichweite, um etwas zu bewirken. Wer jetzt an die oberflächliche Glitzerwelt von Instagram denkt, ist weit gefehlt. Als Communications and Partnerships Director der gemeinnützigen Organisation CORA, Communities Organized for Resource Allocation Inc., setzt sich Cat für die Entwicklung nachhaltiger Programme zur Lösung globaler Probleme ein. Im Mittelpunkt der CORA-Projekte stehen Freiwilligenarbeit, Gemeinschaft und Inklusion. Das Projekt „Saubere Städte, blaues Meer“, bekämpft die Verschmutzung der Ozeane und Küstengebiete. Die WoMangroves Warriors reduzieren durch die Rehabilitierung von Mangroven den Effekt des Klimawandels und sorgen gleichzeitig für eine Gleichstellung der Geschlechter. Denn Frauen spielen eine zentrale Rolle bei der Sanierung geschädigter und dem Schutz bestehender Mangroven sowie beim Aufbau klimaresistenter Küstengemeinden, die ökologisch stabil und wirtschaftlich nachhaltig sind.

Cat Triviño Tauchgang Schutz des Meeres
Cat Triviño bei einem Tauchgang - sie setzt sich aktiv für den Schutz des Meeres und seiner Bewohner ein. Bild: © Cat Triviño

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