Kamele Straßenbild Tunesien
Kamele gehören als wichtige Nutz- und Lastentiere zum Straßenbild von Tunesien einfach dazu. Bild: Alexey Zakakurin/Pixabay

Tunesien

Mediterrane Strände, jahrtausendealte Geschichte und orientalische Kultur prägen das Bild vom Reiseziel Tunesien im Norden Afrikas. Das Land liegt zwischen Mittelmeer und Sahara und bietet dadurch eine landschaftliche Bandbreite, die von weitläufigen Küstenabschnitten über fruchtbare Ebenen bis hin zu beeindruckenden Wüstenlandschaften reicht. Dank kurzer Flugzeiten aus Europa und einem gut entwickelten touristischen Angebot gehört Tunesien zu den beliebtesten Urlaubsländern der Region.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Ein markantes Merkmal Tunesiens ist seine lange und wechselvolle Geschichte. Schon im 9. Jahrhundert v. Chr. entstand mit Karthago eine der bedeutendsten Städte des Mittelmeerraums, deren Ruinen heute zum UNESCO-Welterbe zählen. Die antike Vergangenheit setzt sich in zahlreichen römischen Stätten fort, etwa im Amphitheater von El Djem, das als eines der größten und besterhaltenen seiner Art gilt. Auch die Altstadt von Tunis, die Medina, zeugt mit ihren Moscheen, Palästen und Souks von einer reichen arabisch-islamischen Tradition. Die Kombination aus archäologischen Stätten, historischen Stadtzentren und lebendigen Märkten macht Tunesien für kulturinteressierte Reisende besonders attraktiv.
El Djem Amphitheater Ruinen
Die Ruinen des Amphitheater von El Djem sind sehr gut erhalten. Es gilt als das besterhaltene Amphitheater Nordafrikas. Bild: HikerPort/Unsplash
Neben der Geschichte spielt der Badeurlaub eine zentrale Rolle. Die Ostküste Tunesiens bietet kilometerlange Sandstrände, die sich insbesondere bei europäischen Gästen großer Beliebtheit erfreuen. Regionen wie Hammamet, Sousse, Monastir oder Mahdia verfügen über moderne Hotels, flach abfallende Strände und vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Auf der Insel Djerba erwarten Besucher breite Strände, traditionelle Lehmarchitektur und ein mildes Inselklima. Wassersportler finden entlang der Küste ideale Bedingungen zum Segeln, Windsurfen oder Schnorcheln, während Familien die gut ausgestatteten Resorts schätzen.
Menschenleerer Strand bei Yasmine Hammamet
In den Nebensaisonzeiten findet man in Tunesien noch nahezu menschenleere Strände. Bild: © Matthias Peter
Das Landesinnere zeigt ein anderes Gesicht Tunesiens: Hier beginnt die Sahara, die mit ihren Dünenfeldern, Oasen und Salzseen eine beeindruckende Kulisse für Ausflüge bildet. Orte wie Tozeur oder Douz gelten als Ausgangspunkte für Wüstentouren, Kamelritte oder Geländewagen-Exkursionen. Der Chott El Djerid, ein riesiger Salzsee, beeindruckt durch seine weiten, glitzernden Flächen und gilt als eine der außergewöhnlichsten Naturlandschaften des Landes. Traditionelle Berberdörfer im Süden – etwa die Höhlenwohnungen von Matmata – gewähren Einblicke in uralte Lebensweisen.
Tunesien Kamele in der Wüste
Kamele bestimmen in den Wüsten Tunesiens und häufig auch an den Strändend die Szenerie. Bild: Lisa Jasmin Adams/Pixabay

Auch im modernen kulturellen Leben bietet Tunesien eine große Vielfalt. Die Küche vereint mediterrane und nordafrikanische Einflüsse, geprägt von frischen Zutaten, Gewürzen und Spezialitäten wie Couscous oder Brik. In den Souks begegnen Reisende traditionellem Handwerk, darunter Teppiche, Keramik, Lederwaren und Schmuck. Zahlreiche Museen und Festivals – darunter das Karthago-Festival oder Veranstaltungen in El Djem – ergänzen das kulturelle Angebot.

Gewürzmarkt in Tunesien
Die Vielfalt an frischen Gewürzen auf den Gewürzmärkten in Tunesien ist beeindruckend. Bild: toubibe/Pixabay

Das Klima Tunesiens ist überwiegend mediterran, mit warmen Sommern und milden Wintern an der Küste. Dadurch eignet sich das Land sowohl für klassische Badeurlaube als auch für Rundreisen zu historischen Stätten oder in die Wüste. Die touristische Infrastruktur ist gut ausgebaut: moderne Hotels, Resorts, Golfplätze und Wellnessangebote gehören ebenso dazu wie ein breites Spektrum an Ausflugsmöglichkeiten.

Die Mischung aus antiken Relikten, lebendigen Städten, Wüstenlandschaften und langen Stränden macht Tunesien zu einem sehr facettenreichen Reiseziel, das sowohl Sonnenanbeter als auch Aktivurlauber und kulturinteressierte Gäste anspricht.

Einen Eindruck über die vielfältigen Reisemöglichkeiten in Tunesien mit vielen spannenden Tipps gibt eine Reisereportage von „Grenzenlos – Die Welt entdecken“:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Reise News aus Afrika

Sheraton Nouakchott: erstes Sheraton-Hotel in Mauretanien

Sheraton Hotels & Resorts hat mit der Eröffnung des Sheraton Nouakchott das erste Haus der Marke und von Marriott International in Mauretanien eröffnet. Dieser bedeutende Neuzugang, der zugleich das landesweit erste Hotel einer internationalen Hotelmarke ist, bringt den Sheraton-Service nach Nordwestafrika.

La Pirogue auf Mauritius feiert 50-jähriges Bestehen

Als eines der ersten Hotels auf Mauritius legte das Vier-Sterne-Hotel La Pirogue 1976 den Grundstein für den internationalen Tourismus auf der Insel und entwickelte sich zu einer der bekanntesten und beliebtesten Adressen des Landes. Im Juni 2026 feiert es sein 50-jähriges Bestehen.

Stefan Mross engagiert sich für Schulprojekt in Namibia

Der aus der ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“ bekannte Musiker und TV-Moderator Stefan Mross eröffnete gemeinsam mit der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP feierlich die von ihm finanzierte Five Rand Primary School im Township von Okahandja in Namibia. Mit seinem persönlichen Engagement setzt der tiftungsbotschafter ein starkes Zeichen für Bildung, Hoffnung und gesellschaftliche Verantwortung.

Wisdom Village Experience in Botswana von Natural Selection

Bei der neuen Wisdom Village Experience von Natural Selection im San und Jack’s Camp in Botswana werden Gäste eingeladen, das gelebte Wissen des in der Region heimischen Ju/’hoansi -Volkes kennenzulernen. Dabei erhalten sie einen Horizont erweiternden Einblick in deren funktionierendes und traditionelles Dorfleben und werden mit den traditionellen Praktiken, spirituellen Zusammenhängen und ökologischen Kenntnissen der Bewohner vertraut gemacht.

Mehr zur Tunesien

Hier eine Auswahl an Beiträgen zum Reiseziel Tunesien

El Djem Tunesien UNESCO-Weltkulturerbe

Amphitheater von El Djem

Das Amphitheater von El Djem gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken Nordafrikas und ist eines der größten römischen Amphitheater weltweit. Mit seiner monumentalen Architektur und seiner bewegten Geschichte zählt es zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tunesiens und ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe.

Weiterlesen »
Medina von Tunis Geschäfte

Medina von Tunis

Die Medina von Tunis gehört zu den bedeutendsten historischen Stadtzentren Nordafrikas und ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe. Sie bildet das kulturelle und architektonische Herz der tunesischen Hauptstadt und ist ein faszinierendes Reiseziel für Besucher, die Geschichte, Tradition und lebendiges Alltagsleben miteinander erleben möchten.

Weiterlesen »

Aus unserem Afrika Reisemagazin

Pyramiden von Gizeh im Morgenlicht
Ägypten

Zwischen Geschichte & Gelassenheit: Eine Reise von Kairo nach Hurghada

Reisebericht von einer Reise von Kairo nach Hurghada. Ägypten ist ein Land der Extreme: pulsierende Städte, jahrtausendealte Monumente, stille Moscheen, endlose Wüste und das beruhigende Rauschen des Roten Meeres. Unsere Reise führte uns von der geschichtsträchtigen Metropole Kairo in das luxuriöse Steigenberger Al Dau Beach in Hurghada – ein Zusammenspiel aus Kultur, Abenteuer und tiefer Entspannung.

Weiterlesen »
Zuckerrohrfeld auf Mauritius
Mauritius

Zuckerrohr auf Mauritius

Das Zuckerrohr auf Mauritius wurde im 17. Jahrhundert von den Niederländern eingeführt und von den Franzosen im 18. Jahrhundert intensiv kultiviert. Unter britischer Herrschaft im 19. Jahrhundert wuchs die Zuckerproduktion weiter an, wobei nach der Abschaffung der Sklaverei indische Vertragsarbeiter auf den Plantagen arbeiteten.

Weiterlesen »
Nach oben scrollen