Füssen vom Kneippkurort zum Kneippheilbad heraufgestuft

Sebastian-Kneipp-Denkmal in Füssens Fußgängerzone
Sebastian-Kneipp-Denkmal in Füssens Fußgängerzone, das Kneippheilbad Füssen von oben und die Kneipp-Insel im Hopfensee. © Füssen Tourismus und Marketing/Andreas Hub

Das Prädikat Kneippheilbad darf Füssen im Allgäu ab sofort tragen und wird damit das Erste seiner Art in Bayern seit knapp 20 Jahren. Das erklärte das Bayerische Staatsministerium des Innern im Rahmen einer Pressemitteilung vom 30. Juli 2025. Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier: „Wir sind sehr froh über die Höherprädikatisierung zum Kneippheilbad, weil wir damit Füssens kneippspezifische Gesundheitskompetenz nach außen noch stärker belegen und die Aufmerksamkeit, die unsere Destination aufgrund der Nähe zu Schloss Neuschwanstein genießt, mit einer weiteren gesundheitstouristischen Säule ergänzen können. Dabei geht es uns nicht darum, mehr Gäste zu gewinnen. Vielmehr wollen wir gezielt diejenigen ansprechen, die an gesundheitsspezifischen medizinischen und therapeutischen Leistungen interessiert sind.“ Der Beschluss des Bayerischen Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen bezieht sich auf das gesamte Gemeindegebiet. Mit Füssen verfügt der Freistaat nun über insgesamt sechs Kneippheilbäder.

Füssens Höherprädikatisierung vom Kneippkurort zum Kneippheilbad ist das Ergebnis einer mehr als zehn Jahre andauernden Entwicklung. Im Verlauf des Prozesses hat Füssen Tourismus und Marketing federführend unter anderem ein Netzwerk von Gesundheitsbetrieben und -spezialisten aufgebaut und kneippspezifische Qualifizierungen vorangetrieben. Außerdem wurde eine umfangreiche Kneipp-Infrastruktur im öffentlichen Raum geschaffen. Zu den kostenlos nutzbaren, niederschwelligen Angeboten zählt beispielsweise die Kneipp-Insel im Hopfensee. Des Weiteren lag die Priorität auf der Vereinheitlichung der ursprünglich unterschiedlich prädikatisierten, einzelnen Ortsteile zum Kneippkurort-Prädikat für das gesamte Füssener Ortsgebiet (2021).

Vor allem aber würdigt die Anerkennung des Bayerischen Innenministeriums Füssens Ansatz, das traditionsreiche Kneipp’sche Naturheilverfahren zeitgemäß zu interpretieren und zur Anwendung zu bringen: Die kneippbasierten Angebote für gesunden Schlaf (Kompaktkur „Gesunder Schlaf durch Innere Ordnung“, Pauschale „Schlaf-Schnuppern“ sowie zertifizierte „Schlafgastgeber“) sind für Füssen ein Alleinstellungsmerkmal, das als Destinationsprofilierung in Deutschland seinesgleichen sucht und einmal mehr zeigt, dass Kneipp prädestiniert für den Präventionsbereich ist. „Ich freue mich sehr, dass die Stadt mit viel Einsatz, einem innovativen Konzept und stetigen Investitionen für die Kurgäste überzeugen konnte“, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

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