Ganz in weiß gekleidet Ferinnern die Einwohner La Palmas am Rosenmontag an
Ganz in weiß gekleidet Ferinnern die Einwohner La Palmas am Rosenmontag an "Los Indianos", die Rückkehrer aus Lateinamerika. Bild: (c) espantaleon

Traditionelle Feste auf La Palma

Diskotheken suchen Besucher auf La Palma oft vergebens, dennoch feiern die Bewohner der Kanareninsel gerne, auch ohne Partymeile. Jeder Monat hat seine eigenen fröhlichen Feste, jeder Ort seinen Schutzheiligen, zu dessen Ehren mehrere Tage die Straßen und Plätze mit Musik, leckerem Essen und kanarischem Temperament überborden. Ob als Teufel, Riesenzwerg oder Zentaur verkleidet, vor allem die Kreativität der Insulaner macht das Wesen der ungewöhnlichen Veranstaltungen aus.

Los Indianos

Ein Meer aus Weiß: Einer der ungewöhnlichsten Rosenmontagsumzüge der Welt verwandelt jedes Jahr die Straßen von Santa Cruz de la Palma in ein weißes Leinenmeer. Karibische Klänge und weißer Talkumpuder hängen in der Luft. Feine Herrschaften in eleganten Anzügen aus weißem Leinen mit überdimensionalen Zigarren und Frauen in weißen Kleidern mit Schirmen aus weißer Spitze tanzen durch die Straßen. Sie erinnern mit einem Augenzwinkern an „Los Indianos“, so der palmerische Name für die Rückkehrer aus Lateinamerika.

Corpus Christi

Blütenmonumente des Glaubens: In Mazo werden die Straßen zu Fronleichnam aufwendig und farbenfroh geschmückt. Aus Blüten, Blättern, Moosen und Pflanzensamen gestalten die kunstfertigen Einwohner Kreuzschmuck, Teppiche, riesige Bilder, Figuren und vieles mehr. Dieses Fest für die Augen wird durch Theater, Musik und Ausstellungen ergänzt.

Geschmückte Straße in Mazo zum Corpus Christi-Fest
Geschmückte Straße in Mazo zum Corpus Christi-Fest. Bild: (c) Saúl Santos

Caballos Fufos

Verrückte Gäule: Der wilde Ritt ist Teil der vierwöchigen Feierlichkeiten zu Ehren von San Miguel. Angeführt von einer stattlichen Giraffe ziehen im September buntbefranste Zentauren durch die Avenida de la Constitución in Tazacorte. Gefolgt von Kapelle und Chor galoppieren die verrückten Pferde im Rhythmus der Polka durch die Straßen und werden ausgelassen gefeiert.

El Diablo

Eine Nacht voll Feuer und Magie: Die Virgen de Candelaria, die Schutzpatronin Tijarafes, stellt jeden September unter Beweis, dass das Gute gegen das Böse siegt. Hier bekämpft ein ganzes Dorf gemeinsam den Teufel, der plötzlich inmitten der tanzenden Menge auftaucht. Zu übersehen ist der feuerspeiende, blecherne „Diablo“ nicht, vor allem, wenn er seine Feuerwerkskörper zündet. Die jubelnde Menge treibt ihn über den Marktplatz, bis er neben der Kirche der Ortspatronin in Flammen aufgeht.

La Bajada de la Virgen de las Nieves

Die Kleinsten auf dem größten Fest: Alle fünf Jahre (der letzte offizielle Termin 2020 musste wegen der Corona-Pandemie verscoben werden) findet das Fest zu Ehren der Schutzheiligen La Palmas statt. Die Jungfrau vom Schnee, eine Terrakottafigur aus dem 14. Jahrhundert, wird auf einem silbernen Thron in die Kirche von El Salvador gebracht. Der Höhepunkt der zwei Wochen dauernden Feierlichkeiten ist „La Danza de los Enanos“, der Tanz der Zwerge. Zunächst stellen die Tänzer verschiedene Charaktere wie Astronomen, Pilger oder Studenten dar. In nur wenigen Sekunden verwandeln sie sich aber zu Zwergen und tanzen zu einer aufregenden Polka die ganze Nacht durch die Straßen.

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