Einsiedelei Saalfelden
Die Einsiedelei ist eine der letzten aktiven Eremitagen in ganz Europa. Bild: © Nectar and Pulse

Einsiedelei in Saalfelden

Wer vom Saalfeldener Becken Richtung Steinernes Meer blickt, entdeckt oberhalb des Schlosses Lichtenberg eine weithin sichtbare, weiß getünchte Kapelle, die wie ein Adlerhorst regelrecht an der Felswand klebt. Der Weg zu diesem einzigartigen und geschichtsträchtigen Ort ist ab dem Wanderparkplatz Bürgerau als „Weg der Stille“ gut ausgeschildert. Will man den erhabenen Kraftort besuchen, heißt es: Wanderschuhe schnüren und beim Gehen in eine andere Welt abtauchen. Der Pfad schlängelt sich vorbei am Schloss Lichtenberg durch einen schattenspendenden Mischwald empor. An einem Unterstand ist Brennholz deponiert, daneben mehrere Wasserkanister. Als Passant wird man auf einem Schild darum gebeten, etwas davon zur Einsiedelei zu tragen. Nach gut 30 Minuten ist die imposante Klause erreicht.

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1664 wurde die Einsiedelei am Fuße des Steinernen Meeres in Saalfelden erbaut. Einst ganzjährig, mittlerweile nur noch im Sommer bewohnt, ist die Eremitage eine der letzten aktiven in Europa. An der öffentlich zugänglichen Kapelle, die über eine Holztreppe schnell erreicht ist, hängen in Erinnerung an jeden Eremiten bisher 35 Holzschilder. Alois Penninger ist als Nummer 36 nun einer von ihnen. Der pensionierte Landwirt aus Niederbayern erfüllt sich in der Abgeschiedenheit oben am „Palfen“ den Traum vom Ausstieg auf Zeit. Nach der Übergabe des Hofes an seinen Sohn, möchte sich der 64-Jährige der Selbstfindung widmen, dem Sinn des Daseins nachspüren und eine gewisse Leere in seinem Leben füllen.

Einsiedelei Saalfelden Brennholz und Wasserkanister
Wer sich auf dem Weg zur Einsiedelei macht, wird gebeten, Brennholz und Wasserkanister mit nach oben zu Bringen. Bild: © Saalfelden Leogang Touristik/Bauer

Die kurze Wanderung zur Einsiedelei, zu der an Weihnachten auch eine stimmungsvolle Messe gefeiert wird, ist für viele Einheimische eine Art liebgewonnenes Ritual. Aufsteigen, in der dem Heiligen Georg gewidmeten Kapelle innehalten und wieder ins Tal absteigen. Auch Touristen schwärmen von der Tour zum Fels-Kleinod. Der gesicherte Steig führt in wenigen Kehren ans Ziel und ist auch für gehfreudige Kinder gut machbar. Vor der spartanisch eingerichteten Klause sind Holztische und Bänke aufgestellt. Der außergewöhnliche Rastplatz in 1001 Meter Höhe garantiert zudem ein wunderschönes Panorama bis zum Zeller See, dem Kitzsteinhorn und den Leoganger Steinbergen. Und mit etwas Glück zeigt sich der durchaus redselige Einsiedler vor seiner Klause.

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