Banyalbufar an der Westküste Mallorcas
Das wunderschön gelegene Banyalbufar an der Westküste Mallorcas. Bild: Kiko Frechoso/Pixabay

Banyalbufar

Banyalbufar – oder auch Banalbufar – ist eines der wunderschönen, kleinen Dörfer an der südwestlichen Steilküste Mallorcas. Der Ort liegt direkt an der C-710, der wichtigsten Straßenverbindung entlang der Westküste Mallorcas, zwischen Andratx und Valldemossa. Langsam ansteigende, für die Landwirtschaft mühsam nutzbar gemachte, Terrassenflächen kennzeichnen das Landschaftsbild. Vor Jahrhunderten wurde hier eine Steinladschaft in fruchtbare Gärten umgewandelt. Bis heute werden an den Terrassenhängen Gemüse, Obst, Getreide und Wein angebaut – bekannt ist vor allem die Traube Malvasia mit einem Sherry-Geschmack. Noch heute gibt es in den Hängen ein gut funktionierendes Bewässerungssystem, dessen Ursprünge noch aus der Zeit der Phönizier vor fast 3000 Jahren stammen.

Touristisch ist Banyalbufar vor allem eine wunderschöne Alternative für Individualurlauber, Wanderer oder Ruhe suchende Urlaubsgäste. Es gibt einige kleinere Hotels und Ferienwohnungen, jedoch ist der Ort überhaupt nicht auf Massentourismus ausgelegt. Bisher hat die Kommunalverwaltung geplante große Bauprojekte internationaler Tourismusketten mittels rigiderer Vorschriften erfolgreich eingeschränkt. Insbesondere wenn die Dämmerung hereinbricht und die vielen Tagesausflügler und Mietwagenkolonnen den Ort bzw. die gesamte Westküstenstraße wieder verlassen haben, herrscht eine himmlische Ruhe und man kann in einem der kleinen Restaurants oder Bars im freien die wunderbare Atmosphäre mit traumhaften Sonnenuntergängen im Mittelmeer genießen. Der Ort besitzt auch einen kleinen felsigen Strand, die Cala Banyalbufar, unterhalb der Steilküste.

Banyalbufar Steilküste und Bucht
Nur schwer zu erreichen ist die Bucht von Banyalbufar,die direkt an die Steilküste grenzt. Bild: Kiko Frechoso/Pixabay

In der Nähe des Ortes in einer Straßenkurve der C-710 zwischen zwischen Km 85 und Km 86 beginnt auch eine der schönsten Wanderungen auf der Insel zum Port des Canonge, einer kleinen Fischerbucht. Die Route führt durch einen schönen, schattenspendenden Kiefernwald fast unmerklich bergab. Später säumen bizarre Felsformationen den Weg, und es ergeben sich herrliche Ausblicke auf die Steilküste. Nur am Wochenende wird es an der weitgeschwungenen Bucht von Port des Canonge mit ihren winzigen Kiesstränden ein wenig voller, wenn Einheimische ihre Freizeit hier verbringen. Die Wanderroute führt überwiegend über einen breiten Waldweg und ist nicht sonderlich schwer (maximal mittlerer Schwierigkeitsgrad) und daher auch für weniger ambitionierte Wanderer gut zu bewältigen.

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