Sonnenuntergang über Istanbul
Wunderschönes Panorama: Sonnenuntergang über Istanbul. Bild: Kenan Tekin/Pixabay

Istanbul

Istanbul, Metropole und Hauptstadt dreier Weltreiche, Schmelztiegel der Kulturen, einzige Stadt auf zwei Kontinenten. Ohne Zweifel, Istanbul gehört zu den faszinierendsten Städten der Welt. Wie Rom auf sieben Hügeln errichtet, grüßen Minarette und Türme aber auch Hochhäuser und Fabriken den Besucher schon von weitem. Das pulsierende Leben der Stadt begann bereits im 7. Jhdt. v. Chr., zeigt sich bis heute in den Straßen, Bazaren, Geschäfts- und Wohnviertel und macht Istanbul damit zu einer der ältesten noch besiedelten Stätten der Welt. Ihrer günstigen geographischen Lage an Bosporus und Goldenem Horn, zwischen Europa und Asien, verdankt es die Metropole, dass sie führende Stadt dreier bedeutender Weltreiche wurde, die ihr jeweils einen eigenen Namen gaben: Byzanz, Konstantinopel und schließlich Istanbul. Dorer, Perser, Römer und Osmanen prägten Leben, Kultur und Handel der Stadt und drückten ihr ihren eigenen Stempel auf, der nicht nur durch die historischen Gebäuden und Artefakte bis heute in der Stadt fortlebt.

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Das Istanbul des 21. Jahrhunderts zählt offiziell 9 Millionen Einwohner, die tatsächliche Einwohnerzahl wird allerdings auf mehr als 14 Millionen geschätzt. Das rasante Wachstum der Stadt in den vergangenen 20 Jahren ist vor allem auf die Zuwanderung der anatolischen Landbevölkerung zurückzuführen, die sich in der größten Stadt der Türkei ein besseres Leben erhofft, denn Istanbul ist das bedeutendste Hafen- und Handelszentrum der Türkei. Neben Industrie und Handel hat sich mittlerweile der Dienstleistungssektor und mit ihm der Tourismus als bedeutend hervorgehoben. Jahr für Jahr lockt die Bosporusmetropole Hunderttausende von Besuchern an und nimmt sie gefangen mit ihrer lebendigen Atmosphäre, ihren historischen Monumenten und ihrem überall spürbarem Gegensatz zwischen Orient und Okzident, zwischen orientalischer und abendländischer Kultur.

Istanbul Tradition trifft Moderne
Tradition trifft Moderne: in Istanbul wechseln sich Jahrhunderte alte Gebäude mit modernen Wolkenkratzern ab. Bild: Ben Kerckx/Pixabay

Die ältesten Stadtteile befinden sich auf der europäischen Seite Istanbuls, direkt am Goldenen Horn. Hier stehen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, wie die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und der Topkapi-Palast, die durch ihre einmalige, orientalisch geprägte Architektur beeindrucken. Gleich einem riesigen Freiluftmuseum wandelt man an den lebendigen Zeugen aus 3000 Jahren Stadtgeschichte entlang oder lässt sie bei einer Bootsfahrt auf dem blauen Wasser des Bosporus an sich vorbeiziehen. Auf dem größten überdachten Marktplatz der Welt, dem großen Basar gewinnt man weitere Eindrücke des traditionellen Istanbuls. Auf über 20 Hektar bieten mehr als 2000 Händler ihre Waren feil und es gibt nichts, was man hier nicht kaufen könnte, natürlich nicht ohne vorher zu handeln. Kontrastreich zur Altstadt präsentiert sich der moderne Stadtteil Beyoglu. Rund um die Hauptgeschäftsstraße Istikal Caddesi scharen sich die Bürogebäude, Hotels, Restaurants sowie zahlreiche Boutiquen und Läden. Tagsüber kann man hier flanieren und shoppen, abends zum Essen gehen, danach eine Bar aufsuchen und sich schließlich ins legendäre Istanbuler Nachtleben stürzen.

Istanbul Moschee Architektur
Viel Moscheen in Istanbul beeindrucken durch ihre Architektur. Bild: Torpong Tankamhaeng/Pixabay

Wie alle großen Städte dieser Welt kämpft natürlich auch Istanbul mit vielen Problemen und es gibt gewiss nicht nur schöne Ecken in der Metropole, doch gerade die anscheinende Widersprüchlichkeit ist die bezeichnendste Eigenschaft dieser Stadt, die einen Großteil ihres Reizes ausmacht: Wenn die Nachtschwärmer bei Sonnenaufgang von ihren Touren durch die moderne Clubszene zurückkehren, folgen andere dem Ruf des Muezzins zum Gebet, in den engen lauten Gassen müssen sich teure Oberklassewagen dem Tempo einfacher Eselskarren anpassen und orientalische Basare konkurrieren mit westlichen Boutiquen. Istanbul, das heißt Asien und Europa, Tradition und Moderne, Abendland und Orient vereint in einer einzigen und einmaligen Stadt.

Gewürzbasar in Istanbul
Auf den Märkten und Basaren von Istanbul bieten die Händler Waren jeder Art an. Auch Gewürze sind sehr beliebt. Bild: woern/Pixabay

Wem es in der Metropole zu turbulent ist, der weicht in die umliegenden Ferienorte des Marmarmeeres aus. Ein solcher Ort ist Silivri, das nur 65 Kilometer entfernt liegt. Ein regelmäßiger Seebusverkehr verbindet die Ortschaft mit der Stadt und erlaubt es, Istanbul durch mehrere Ausflüge kennen zu lernen. Ansonsten genießt man seinen Urlaub in den modernen Ferienanlagen oder dem Klasis Golf- und Countryclub.

Einen schönen Eindruck über das daszinierende Istanbul liefert eine Reportage von „Grenzenlos – Die Welt entdecken“, in der Erol Sander die Metropole aus seiner Sicht vorstellt:

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