Ruinen Knossos Kreta
Rekonstruierte Ruinen in der Ausgrabungsstätte Knossos. Bild: Yolanda Coervers/Pixabay

Ausgrabungsstätte Knossos

Die wohl wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte auf Kreta ist die minoische Ausgrabung der Ruinenstadt Knossos, deren Ursprünge bis in das 7. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Nicht weit von der Inselhauptstadt Heraklion entfernt, bietet sich die Ausgrabungsstätte nicht nur für Geschichts- und Archäologiefans für einen Ausflug an. Der Geschichte nach errichtete König Minos hier im 16. Jahrhundert v. Chr. seinen Palast (Palast von Knossos), dessen Überreste den Kern der heutigen Stätte bilden. Zu sehen sind unter anderem verschiedene Gebäudeteile, wie zum Beispiel der Thronsaal, Lagerhäuser und Werkstätten sowie Fresken, Zeichnungen, Gemälde, Töpfereien und Werkzeuge aus der damaligen Zeit.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Im Laufe seiner Geschichte hatte Knossos einiges zu ertragen. Ein schweres Erdbeben zerstörte um 1700 v. Chr. die Ursprünge der Stadt und des Palastes, der danach aufwändig wieder aufgebaut wurde. Weitere Erdbeben, Belagerungen und Eroberungen folgten im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende. In seiner Blütezeit soll der Palast bis zu 1300 Räume besessen haben (sicher belegt sind aber nur 800). Das Herzstück des Palastes war der sogenannte Thronsaal.

Tongefäße Knossos
Große Gefäße säumen den Weg. Bild: Yolanda Coervers/Pixabay

Knossos ist für viele Kreter ein wichtiger Ort, da er viele Eindrücke zur Geschichte und der Kultur der Insel vermittelt. Dennoch gibt es zu der Ausgrabungsstätte auch kritische Stimmen. Zum einen ist sie vielen Experten mittlerweile etwas zu touristisch geworden, zum anderen besteht sie zu großen Teilen aus Rekonstruktionen, die auf den britische Archäologen John Evans zurückgehen. Nachdem 1878 erste Teile der Anlage von einem kretischen Kaufmann freigelegt worden waren, fanden Anfang des 20. Jahrhunderts umfangreiche Ausgrabungen durch Evans statt. Bei den Rekonstruktionen soll er aber teilweise sehr frei interpretiert haben, so dass eine genaue Einordnung vieler Bauten nur schwer möglich ist. Vor allem Historiker und professionelle Archäologen sehen die Arbeit von Evans vielfach sehr kritisch und stufen die Rekonstruktion des Palastes eher als Phantasieprodukt ein. Mizunter ist es schwer zu unterscheiden, wann es sich um echte Überreste handelt und wann um Rekonstruktionen mit völlig anderen Materialien.

Knossos Ruinen Gänge Räume
Gänge und Räume in den Ruinen von Knossos. Bild: bigfoot/Pixabay

Dennoch lohnt sich ein Besuch, denn einen grundsätzlichen Eindruck über die kulturelle Entwicklung auf Kreta liefert die Ausgrabungsstätte von Knossos allemal. Wer in den Sommermonaten nach Kreta reist, sollte aber nach Möglichkeit einen Besuch in den frühen Morgenstunden oder am Abend planen. Zum einen ist es dann noch nicht so voll, weil die großen Ausflugsgruppen meist etwas später kommen und zum anderen ist es dann noch nicht so heiß. Gerade im Sommer können die Temperaturen extreme Werte erreichen – und viel Schatten gibt es im Außenbereich nicht (unbedingt genug zu Trinken mitnehmen!).

Öffnungszeiten:
Sommer
April – August: 08:00 – 20:00 Uhr, bis Ende Oktober verkürzen sich die Öffnungszeiten sukzessive auf 18:00 Uhr

Winter
November – März: 08.30-17.00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 15 Euro
Ermäßigt: 8 Euro
Kombiticket mit dem Archäologischen Museum in Heraklion: 20 Euro

Weitere Infos unter http://odysseus.culture.gr.

(Stand: Sommer 2022)

Impressionen und weitere, ausführliche Informationen zum Palast von Knossos (zusammengestellt von Reinhard Dockal):

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Unsere letzten Reise News aus Griechenland

Condor startet neue Kalamata-Verbindung ab Hamburg

Zum Start in die Sommersaison 2026 nimmt Condor die griechische Destination Kalamata wieder in ihr Flugprogramm ab Hamburg auf. Der Erstflug startet am 1. Mai 2026 und bringt Reisende direkt auf die sonnige Peloponnes. Die Verbindung wird zunächst einmal wöchentlich freitags bedient und ab Juli auf zwei wöchentliche Flüge – jeweils montags und freitags – erweitert.

Flamingos zur Saisoneröffnung im Neptune Luxury Resort

Gäste des Neptune Luxury Resort können mit dem Mountain Bike direkt zum Alikes Salzsee auf Kos fahren, um dort die Flamingos zu beobachten. Gerade in diesem Jahr sind besonders viele Flamingos auf der Insel und mit dem Fahrrad lässt sich der Salzsee ideal sowie umweltfreundliche erreichen.

LOT fliegt erstmals nach Heraklion

Ab Ende Mai 2026 nimmt LOT erstmals eine Verbindung von Warschau nach Heraklion auf. © LOT LOT Polish Airlines wird im Sommer kommenden Jahres erstmals

ALMIRIKI – Beachclub Atmosphäre am Agrari Beach auf Mykonos

Direkt am Sandstrand des Agrari Beach ist ALMIRIKI Teil des Hotels Myconian Sunrise, dessen Konzept an das Mykonos der 1970er Jahre anknüpft – einer Zeit, als die Insel noch als Rückzugsort für Künstler und Individualisten galt. Im Mittelpunkt steht das Erleben von Ruhe, Authentizität und naturnaher Gastfreundschaft.

Teile diesen Beitrag:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Email
WhatsApp

Diese Beiträge aus unserem Reiseführer für Kreta könnten Sie auch interessieren

Strand von Frangokastello

Frangokastello

Die Vorzüge Frangocastellos haben sich herumgesprochen und der pittoreske Ort im Westen Kretas ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Trotzdem ist es hier ruhig und beschaulich geblieben, die Hotelanlagen sind überschaubar und die gemütlichen Tavernen meist noch Familienbetriebe.

Weiterlesen »
Gouves Sonnenuntergang

Gouves

Der Ferienort Gouves liegt an der Nordküste Kretas, knapp 20 Kilometer von Heraklion entfernt. Mehrere Hotels der gehobenen Kategorie bieten beste Voraussetzungen für einen gelungenen und entspannten Urlaub.

Weiterlesen »
Gasse Altstadt Chania

Chania

In Chania, der einstigen Hauptstadt der Insel Kreta, wechseln sich pittoreske Gassen in der Altstadt mit der bekannten Moschee, dem hübschen, venezianischen Hafen und der lebhaften Markthalle ab.

Weiterlesen »
Dianthus juniperinus Pflanze Region Axos

Axos

Axos liegt in einer üppigen, wasserreichen Tallandschaft am Fuße des Bergs Psiloritís. Tavernen, kleine Cafés und einige Läden bestimmen das Bild des Ortskerns und der öffentliche Brunnen aus dem Mittelalter dient noch heute zur Erfrischung der Besucher.

Weiterlesen »
Insel Thodorou vor Kreta

Insel Thodorou

Die Insel Thodorou (oft auch Theodorou genannt) befindet sich vor der Küste Kretas in der Bucht von Chania. Dort lebt eine Population der seltenen kretischen (Kri-Kri)Wildziege.

Weiterlesen »
Kloster Gouverneto Halbinsel Akrotiri

Akrotiri-Halbinsel

Die ursprüngliche und beschauliche Akrotiri-Halbinsel nördlich von Chania ist vom Tourismus noch weitgehend unberührt. Große Gebiete der Region sind als militärisches Sperrgebiet nicht zugänglich.

Weiterlesen »

Aus unserem Griechenland Reisemagazin

Weitere Beiträge aus unserem Griechenland Reisemagazin.

Nach oben scrollen