Altar in der Melidoni Höhle
In dem Altar inmitten der Melidoni Höhle sollen sich die sterblichen Überreste von mehreren Hundert Einwohnern und Widerstandskämpfern befinden. Bild: Shadowgate (CC BY 2.0)

Melidoni Höhle

Die Melidoni Höhle auf Kreta befindet sich etwa 2 km nördlich des Dorfes Melidoni und ungefähr 27 km östlich von Rethymnon. Sie ist nicht nur eine beliebte Sehenswürdigkeit auf der Insel, sondern hat wegen eines tragischen Ereignisses auch eine große historische Bedeutung.

Die Höhle hat eine Länge von etwa 2.500 Metern und besteht aus mehreren Kammern, die durch enge Gänge miteinander verbunden sind. Der Eingang zur Höhle ist etwa 1,5 Meter breit und 2 Meter hoch. In der griechischen Mythologie wird die Höhle mit dem Fluss Styx in Verbindung gebracht, der als Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten gilt.

Die Höhle von Melidoni auf Kreta hat eine lange und reiche Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Während der Jahrhunderte wurde die Höhle von verschiedenen Kulturen genutzt und besucht, und sie hat auch eine traurige und bedeutende Rolle in der modernen Geschichte Kretas gespielt.

Die Höhle war in der Antike ein bedeutender Ort für religiöse Rituale und Kulte. Während der osmanischen Besetzung Kretas im 19. Jahrhundert wurde die Höhle auch als Versteck für lokale Rebellen genutzt, die gegen die osmanische Herrschaft kämpften.

Eine der bekanntesten Ereignisse in der Geschichte der Höhle von Melidoni fand im Jahr 1824 statt, als hunderte von kretischen Rebellen hier Zuflucht suchten, um sich vor den osmanischen Truppen zu verstecken. Die Osmanen schlossen die Höhle und zündeten ein Feuer an, das den Sauerstoff in der Höhle verbrauchte und zum Tod von etwa 370 Menschen führte. Die Höhle von Melidoni ist heute ein Ort des Gedenkens an dieses tragische Ereignis.

Heute gibt es in der Höhle eine Gedenkstätte für die Opfer. In dem Altar in der Mitte der Höhle sollen sich die sterblichen Überreste der damaligen Opfer befinden.

Impressionen von der Melidoni Höhle (zusammengestellt von Giannis Psaroudakis):

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