Bucht von Portlligat mit dem Wohnhaus von Salvador Dalí
Blick auf die Bucht von Portlligat mit dem Wohnhaus von Salvador Dalí. Bild: © Christopher Willan Photography

Die Landschaft Salvador Dalís in der Alt Empordà

Auf den Spuren des katalanischen Künstlers Salvador Dalí geht es in die Landschaft des Alt Empordà im Norden Kataloniens: Die Küstenlandschaft mit ihrer in die Antike zurückreichenden Geschichte, der Stadt Girona mit ihrem reichen jüdischen Erbe, den Stränden der Costa Brava und mittelalterlichen Dörfern wie Monells oder Pals im Hinterland hat viel zu bieten. Sie diente dem Künstler als Inspiration für seine Landschaftsbilder und surrealen Lichtspiele. Figueres, Portlligat und Púbol heißen die Orte der Costa Brava, die das Leben und Schaffen Dalís geprägt haben und in gleichem Maße auch von ihm geprägt worden sind.

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Im Spanischen Bürgerkrieg brannte das Stadttheater von Figueres, dem Geburtsort von Salvador Dalí, bis auf die Grundmauern nieder. In den sechziger Jahren entschlosser sich, gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt, das Theater in ein Theater-Museum zu verwandeln. Das Theater-Museum in Dalís Geburtsort Figueres beheimatet die größte Sammlung von Werken Dalís weltweit aus allen seinen Schaffensphasen.

Nur etwa 40 Kilometer entfernt liegt am Cap de Creus in Portlligat das Haus, das bis 1982 Dalís Hauptwohnsitz war. Der surrealistische Maler hatte sich 1930 hier eine Fischerhütte eingerichtet, da er die Landschaft, die Stille und das Licht des Ortes sehr schätzte. Die Fischerhütte wuchs gewissermaßen organisch und es entstand ein labyrinthisches Gebäude voller Erinnerungen und kurioser Objekte, wie zum Beispiel große Eier, in die man hineinklettern kann oder Augen, die einen von den Wänden anstarren. Der Blick aus den unterschiedlich geformten Fenstern des Hauses fällt immer auf die Bucht von Portlligat.

Wohnhaus von Salvador Dalí in Portlligat
Wohnhaus von Salvador Dalí in Portlligat. Bild: © Nani Arenas

Nordöstlich von Girona hat Dalí in dem Dorf Púbol im Jahr 1969 eine verfallene Burg aus dem 11. Jahrhundert gekauft. Die Burg diente seiner Frau, Gala Dalí, als Rückzugsort und die Räume wurden von Dalí mit großem Einfallsreichtum gestaltet. Nach romantischem Ideal beschloss Dalí gemeinsam mit seiner Frau, dass er erst schriftlich um Erlaubnis fragen musste, wenn er sie dort besuchen wollte. Der Briefwechsel ist in dem Museum, das die Burg beherbergt, ausgestellt. Seit 1996 ist Castel Gala-Dalí Púbol als Museum für Besucher geöffnet.

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