Salzwiesen Borkum geschützter Lebensraum
Die Salzwiesen sind wegen ihrer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt ein besonderer geschützter Lebensraum. Bild: © Constantin Ticu

Naturlandschaft Ronde Plate

Am südöstlichen Ende des Südstrandes von Borkum befindet sich das Deckwerk, welches im Anschluss in die Naturlandschaft Ronde Plate übergeht. Das Deckwerk oder auch der Schwarze Deich genannt, wurde in den 70er Jahren gebaut. Er schützt seitdem die Greune Stee vor Sturmfluten und verhindert das Abtragen des Sandes vor dem Wald. So konnte sich im laufe der Zeit die Vegetation in Ruhe ausbreiten und bietet den Tieren einen hervorragenden Lebensraum.

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Von dem Deckwerk aus kann die Außenems und das Borkumer Fahrwasser mit der Fischerbalje betrachtet werden. Auch die niederländische Küste mit dem Eemshaven und die Inseln Rottumeroog und Rottumer Plat sind sehr gut zu erkennen. Gerade hier an diesem Ort ist die Sehnsucht nach Freiheit am Größten. Die frische Seeluft mit dem Blick auf das Meer beflügelt die Seele und den Geist. Bei diesem Anblick ist die Sehnsucht heimzukommen in Windeseile verflogen. Denn Heimat ist dort, wo die Luft nach Salz schmeckt und die endlose Weite zu Körper und Seele spricht.

Um die endlose Weite für die Schifffahrt sicherer zu machen bedarf es an den Küsten und Inseln Seezeichen. Borkum hat eine ganze Menge davon, wovon einige vom Deckwerk aus zu erblicken sind. Der rot weiße Kleine Leuchtturm kann in Richtung des Südstrandes erspäht werden. Der Standort in den Dünen und seine für Leuchttürme typische Farbgebung, ist wie gemacht für das perfekte Urlaubsfoto und strahlt eine herrliche Nordseeromantik aus. Der Neue Leuchtturm überragt jedes Gebäude der Insel und ist nachts schon von weitem aus zu sehen. Der Alte Leuchtturm dagegen ist von diesem Standort etwas schwieriger zu finden. Erblickt kann er zwischen den Baumkronen der Greunen Stee werden und zählt heute als ältestes Bauwerk der Insel und gehört zu den historischen Kulturdenkmälern.

Elektrischer Leuchtturm auf Borkum
Der elektrische Leuchtturm auf Borkum steht inmitten der Dünenlandschaft. Bild: © NBG

Am Ende des Deckwerks schließt sich der Loopdeelenweg an. Dieser verläuft inmitten der Dünen und der geschützten Naturlandschaft, der zur Ruhezone des Nationalparks gehört. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da das empfindliche Ökosystem nicht gestört werden darf. An diesem Ort brüten viele Strandbrüter, wie beispielsweise der Seeregenpfeifer. Von dieser bedrohten Vogelart existierten im Jahr 2016 in ganz Niedersachsen nur noch 13 Brutpaare. Sie haben alle auf Borkum ihr Zuhause gefunden. Der Großteil dieser kleinen Gruppe befindet sich direkt an der Ronden Plate, die auch aus diesem Grund besonders schutzwürdig ist. Aber auch Gänse, Austernfischer und viele weitere Vogelarten sind in den Gewässern und Dünen zu beobachten.

Loopdeelenweg Dünen Borkum
Der Loopdeelenweg führt mitten durch die Dünen von Borkum. Bild: © NBG

Am Ende des Loopdeelenwegs befindet sich die durch die Firma TenneT errichtete Brücke, die über die feuchten Salzwiesen der Ronden Plate führt. Diese wurde im Jahr 2019 fertiggestellt und erleichtert den Übergang vom Strand zur Greunen Stee. Auf der Brücke hat man einen interessanten und lehrreichen Ausblick auf die kleinen Tümpel inmitten der Salzwiesen. Diese Tümpel und Wasserflächen werden durch die angrenzenden Priele bei starkem Hochwasser überflutet und bieten den Vögeln ein wahres Paradies zum Brüten und zur Nahrungssuche. Mit etwas Geduld kann von hier aus sogar die Balz und Begattung der heimischen Vögel beobachtet werden. Durch den Gesang und das Tanzen am Himmel scheint es so, als wäre man bei einer Vogelhochzeit inmitten der wilden Natur hautnah dabei. Nach langanhaltender Trockenzeit fallen die Tümpel allerdings trocken, sodass sich die Tierwelt einen anderen Platz zum Rasten sucht.

Salzwiesen Borkum Lebensraum Kleintiere
Die Salzwiesen von Borkum sind Lebensraum unzähliger Kleintiere. Bild: © Constantin Ticu

Rund um die Wasserstellen wächst eine Vielzahl an Pflanzen, die die Salzwiesen bilden. Diese Wiesen werden in unregelmäßigen Abständen vom salzigen Meer überflutet. Dieses bilden im Wattenmeer die Grenze zwischen Land und Meer. Durch die Überflutungen müssen sich die dort wachsenden Pflanzen dem erhöhten Salzgehalt anpassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Queller. Diese Pflanze hat sich so angepasst, dass sie ohne eine Salzzufuhr nicht überlebensfähig ist. Sie nimmt das salzige Wasser auf und quellt an den Blättern auf. Daher stammt auch der Name. Der Queller ist an seinen fleischigen grünen Blättern erkennbar und seit Jahrhunderten für seinen frischen und salzigen Geschmack geschätzt und bietet sich auch an der Ronden Plate für eine Kostprobe an.

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