Berglandschaft zwischen Santo da Serra und Machico
Berglandschaft zwischen Santo da Serra und Machico. Bild:zarco

Santo da Serra

Santo da Serra liegt im Nordosten Madeiras auf rund 700 Metern Höhe über Machico und Santa Cruz. Der eigentliche Name des Ortes lautet Santo António da Serra, doch die Kurzform Santo da Serra wird genauso häufig verwendet. Schon die Anfahrt zeigt, wie stark sich Madeiras Landschaft auf kurzer Strecke verändern kann. Von der Küste führen kurvenreiche Straßen durch dicht bewachsene Hänge hinauf. Oben weichen Bananenpflanzen und subtropische Gärten zunehmend Wiesen, Obstbäumen, Hortensien, Kastanien und alten Landhäusern. Wegen der Höhenlage ist es hier oft angenehm kühl und erfrischend – im Sommer ist der Ort für Einheimische daher ein beliebter Rückzugsort, wenn es an der Küste zu warm wird. Die Landschaft wirkt durch Eukalyptus- und Pinienwälder sowie üppige Gärten fast ein wenig englisch.

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Das Zentrum von Santo da Serra ist klein. Kirche, Markt, Cafés und einige Geschäfte liegen dicht beieinander. Rundherum verteilen sich Wohnhäuser, landwirtschaftliche Flächen und ehemalige Quintas über das Hochplateau. Im 19. Jahrhundert bauten wohlhabende Familien (wie die britische Weinhändlerfamilie Blandy) hier ihre prächtigen Sommersitze und Landhäuser (Quintas).
An vielen Tagen wirkt Santo da Serra ausgesprochen ruhig. Das ändert sich am Wochenende, denn sonntags zieht der Wochenmarkt Bewohner aus der Umgebung, Ausflügler und Reisegruppen an.

Ein Ort in zwei Kreisen

Santo António da Serra besitzt eine ungewöhnliche Verwaltungsstruktur. Die Gemeinde ist zwischen den Kreisen Machico und Santa Cruz geteilt. Der Ortskern und ein großer Teil des nördlichen Gemeindegebiets gehören zu Machico. Andere Ortsteile werden von Santa Cruz verwaltet. Hintergrund dieser Aufteilung ist ein historischer Grenzstreit: Die genaue Abgrenzung der Territorien zwischen den benachbarten Kreisen Machico und Santa Cruz war im 19. Jahrhundert (ab etwa 1835, andere Quellen sprechen sogar vom 17. Jahrhundert) Gegenstand intensiver Streitigkeiten. Da das Dorf genau auf dem Hochplateau an der Schnittstelle liegt und man sich nicht einigen konnte, welcher Kreis das gesamte Gebiet zugesprochen bekommt, wurde die Gemeinde geteilt. Die endgültige Grenzziehung wurde im Jahr 1862 festgelegt.

Praktische Folgen für Besucher hat diese Aufteilung kaum, allerdings kann es manchmal schon etwas verwirrend sein, wenn Adressen, statistische Angaben und touristische Beschreibungen von Santo da Serra einmal Machico und ein anderes Mal Santa Cruz zugeordnet werden. Selbst Einrichtungen im selben Ort können unterschiedliche Postleitzahlen oder kommunale Ansprechpartner haben. Jeder Ortsteil hat dabei seine eigenen Highlights. Die Machico-Seite umfasst vor allem den berühmten 27-Loch-Golfplatz, die Santa Cruz-Seite beheimatet unter anderem die historische Pfarrkirche aus dem Jahr 1857.

Die Besiedlung begann später als an der Küste

Nach der portugiesischen Besiedlung Madeiras entstanden die ersten größeren Siedlungen zunächst an der Küste. Das bewaldete und feuchtere Hochland wurde später erschlossen. In Santo da Serra begann die Rodung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen vermutlich im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Im Laufe dieses Jahrhunderts ließen sich immer mehr Bauern auf dem Plateau nieder. Sie bauten Getreide, Kartoffeln und Gemüse an, hielten Vieh und pflanzten Obstbäume. Aus einzelnen Höfen entwickelte sich allmählich ein dauerhaft bewohnter Ort.

Ein ungewöhnliches Kapitel begann während der Regierungszeit von Königin Maria I. Im Jahr 1768 sollte hier eine Siedlung für Menschen aus Porto Santo entstehen, die auf ihrer Heimatinsel unter einer schweren wirtschaftlichen Krise und Lebensmittelknappheit litten. Häuser wurden bereitgestellt und der neue Ort erhielt den Namen Aldeia da Rainha, auf Deutsch „Dorf der Königin“. Das Vorhaben hatte keinen dauerhaften Erfolg. Viele der aus dem trockeneren Porto Santo stammenden Bewohner kamen mit dem kühlen und feuchten Klima des Hochplateaus nicht zurecht und verließen die Siedlung wieder.

1848 wurde Santo António da Serra eine eigenständige Pfarrei. Die endgültige administrative Teilung zwischen Machico und Santa Cruz folgte 1862.

Englische Quintas und Sommerfrische

Im 19. Jahrhundert entdeckten wohlhabende Familien das Hochplateau als Sommeraufenthalt. Besonders britische Kaufleute und Unternehmer, die in Funchal lebten oder geschäftlich mit Madeira verbunden waren, ließen hier Landhäuser und Gärten anlegen. Das Klima spielte dabei eine entscheidende Rolle. Während es an der Küste im Sommer warm und trocken werden kann, bleiben die Höhenlagen häufig kühler. Nebel, Wolken und regelmäßige Niederschläge sorgen für üppiges Grün. Für Familien aus Funchal bot Santo da Serra einen Rückzugsort von der sommerlichen Hitze. Einige der alten Quintas bestehen noch immer. Santo da Serra erinnert deshalb heute stellenweise eher an einen ländlichen Kurort als an ein klassisches madeirisches Bergdorf.

Igreja Matriz de Santo António da Serra

Die Pfarrkirche Igreja Matriz de Santo António da Serra steht mitten im Ort und ist dem heiligen Antonius gewidmet. An dieser Stelle befand sich bereits im 16. Jahrhundert eine kleine Kapelle. Mit dem Wachstum der Bevölkerung wurde sie erweitert und später zur Pfarrkirche ausgebaut. Die Arbeiten an der heutigen Anlage endeten 1857 mit der feierlichen Segnung.

Kirche Igreja de Santo António da Serra
Die Igreja de Santo António da Serra steht im Zentrum des Ortes. Bild:H. Zell - Own work, CC BY-SA 3.0

Von außen wirkt der Bau mit seiner weiß-grauen Fassade eher schlicht und typisch madeirensisch. Im Inneren überrascht sie jedoch mit einer wunderschönen Atmosphäre: Besonders sehenswert sind die kunstvollen blau-weißen Kacheln (Azulejos), die traditionellen Holzschnitzereien sowie der historische Tabernakel, der ursprünglich aus einem alten Konvent in Santa Cruz stammt. Die Azulejos bedecken große Teile des Chorraums und der Seitenwände. Hinter dem Altar hängt ein Gemälde des heiligen Antonius mit dem Jesuskind.

Igreja de Santo António da Serra von Innen
Im Inneren der Igreja de Santo António da Serra springen sofort die blauen Kacheln (Azulejos) ins Auge. Bild: H. Zell, CC BY-SA 3.0

Die Igreja Matriz de Santo António da Serra steht Besuchern für Besichtigungen offen. Allerdings gibt es keine festen Besuchszeiten, da die Kirche auch weiterhin regulär genutzt wird. Gottesdienste oder kirchliche Veranstaltungen haben immer Vorrang. Das Patronatsfest zu Ehren des heiligen Antonius findet gewöhnlich rund um den 13. Juni statt. Gottesdienste, Prozessionen und örtliche Veranstaltungen können sich über mehrere Tage verteilen.

Adresse:
Rua Dr. Filomena Mina 34, Santo António da Serra
Telefon der Pfarrei: +351 914 849 145
Eintritt: kostenlos
Stand: Oktober 2026

Quinta do Santo da Serra

Wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt liegt die Quinta do Santo da Serra (historisch auch als Quinta da Junta oder ehemals Blandy Park bekannt), die als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Ort gilt. Das Anwesen wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von der Familie Blandy angelegt. Das etwa 8 Hektar große Gelände ist ein wunderschöner öffentlicher Park. Er vereint die typische botanische Vielfalt Madeiras mit kolonialer Geschichte und fantastischen Aussichten. Die Blandys gehörten zu den bedeutenden britischstämmigen Unternehmerfamilien Madeiras und waren unter anderem im Weinhandel tätig.

Das Herrenhaus entstand im englischen Kolonialstil. 1975 erwarb die damalige Junta Geral do Distrito Autónomo da Madeira das Gelände. Später diente das Gebäude als offizielle Ferienresidenz des Präsidenten der Regionalregierung. Der umgebende Park ist öffentlich zugänglich. Große Bäume, Kamelien, Rhododendren und Azaleen erinnern an die Gartenkultur der alten Quintas. Besonders für Familien ist die Quinta ein Highlight. Auf den Wiesen und in Gehegen begegnet man stolzierenden Pfauen, Damwild und kleinen Garrano-Pferden (einer traditionellen iberischen Ponyrasse).

Santo da Serra Miradouro Quinta da Junta
Der Miradouro Quinta da Junta in Santo da Serra bietet einen der schönsten Ausblicke im Osten Madeiras. © Filipe Mendonca

Vom Aussichtspunkt Miradouro dos Ingleses am Rande des Parks bietet sich einer der besten Ausblicke im Osten Madeiras. Von hier blickt man hinab auf das Tal von Machico, die markante Halbinsel Ponta de São Lourenço und kann bei klarer Sicht sogar bis zur Nachbarinsel Porto Santo. Die Familie Blandy nutzte den Punkt früher, um den Schiffsverkehr zu beobachten. Der Park verfügt über einen Minigolfplatz, Tennisplätze und schön angelegte Picknickbereiche, weshalb er vor allem sonntags auch bei Einheimischen für einen Wochenendausflug sehr beliebt ist.

Wichtiger Tipp für den Besuch: Früher war der Eintritt komplett frei. Mittlerweile wird für Besucher (ab 13 Jahren) eine Eintrittsgebühr von 3,00 € erhoben, die am besten vorab online (über das offizielle Portal SIMplifica der Regionalregierung) oder direkt vor Ort entrichtet wird. Kinder bis 12 Jahre brauchen keinen Eintritt zu zahlen.

Der Sonntagsmarkt Mercado Agrícola do Santo da Serra

Jeden Sonntag findet in Santo da Serra der Mercado Agrícola do Santo da Serra statt. Er zählt zu den authentischsten Märkten auf Madeira, da er im Gegensatz zum touristischen Mercado dos Lavradores in Funchal primär ein Treffpunkt für die einheimischen Familien der Region ist. Die Einheimischen treffen sich dann in den umliegenden Bars auf eine frisch zubereitete Poncha oder essen in den lokalen Restaurants traditionellen Espetada (Rindfleischspieß auf Lorbeerholz) und tauschen die aktuellsten Neuigkeiten aus. Wer das echte, traditionelle Leben der Inselbewohner kennenlernen möchte und sich gerne durch lokale Spezialitäten schlemmt, sollte diesen Markt nicht verpassen. Auf den Straßen von Santo da Serra geht es dann zwar wesentlich turbulenter zu, dennoch lohnt der Besuch.

Der Mercado Agrícola do Santo da Serra gilt als kulinarisches Paradies: Er ist berühmt für seine Stände mit Bolo do Caco (frischem Knoblauchbrot), regionalem Ziegenkäse, hausgemachten Kuchen und der lokalen Spezialität Sidra (frisch gepresster, leicht alkoholischer Apfelwein aus den Äpfeln der Hochebene). Das feuchtere Klima des Hochplateaus bietet bessere Bedingungen für Apfelbäume als viele wärmere Küstenlagen. Auf dem Markt werden daher je nach Jahreszeit frische Äpfel, hausgemachter Apfelsaft und eben Sidra angeboten. Aber auch andere regionale Produkte, wie Obst, Gemüse, Blumen, Brot und Gebäck werden rund um den Markt in Hülle und Fülle angeboten. Auch Bolo do Caco, Fleischspieße, Suppen, Poncha und kleine warme Gerichte gehören häufig zum Angebot.

Praktische Tipps für einen Besuch:
Die beste Uhrzeit: Der Markt öffnet früh morgens und geht bis in den Nachmittag (ca. 9:00 bis 16:00 Uhr). Die beste Besuchszeit ist in der Regel zwischen 10:00 und 12:00 Uhr – dann ist die Stimmung am lebendigsten und die Auswahl an den Ständen am größten.
Die richtige Kleidung: Da Santo da Serra auf 700 Metern Höhe liegt, kann es hier oben deutlich kühler, windiger oder nebliger sein als an der Küste. Eine dünne Jacke oder ein Pullover sollte daher zum Tagesgepäck dazugehören.
Die perfekte Kombination: Da der Markt direkt im Ortszentrum stattfindet, lässt er sich ideal mit einem Spaziergang durch die direkt angrenzende Quinta do Santo da Serra und einem kurzen Blick in die Igreja Matriz verbinden.

Apfelkultur beim Mostra da Sidra-Fest

Die Apfelkultur der Region spielt auch beim jährlichen Cidra-Fest eine große Rolle. Die Mostra da Sidra findet alljährlich im September statt und widmet sich dem traditionellen Apfelanbau sowie der Herstellung des madeirischen Apfelweins. Lokale Erzeuger bieten ihre selbst gemachten Apfelweine zur Verkostung an. Dazu gibt es jede Menge typisch madeirensische Spezialitäten wie Bolo do Caco, frisch gegrillte Fleischspieße (Espetada) und traditionellen Apfelkuchen. Gefeiert wird auf dem Dorfplatz und rund um den Marktplatz von Santo da Serra. Der Eintritt ist komplett frei. Das Fest wird von viel Live-Musik, Auftritten lokaler Folkloregruppen in traditionellen Trachten und Fachvorträgen zur Landwirtschaft begleitet.

Der Cidra aus der Region Santo da Serra sollte nicht mit dem süßen industriellen Cider verwechselt werden, der in vielen Ländern angeboten wird. Madeirische Cidra kann deutlich herber schmecken und wird von kleineren Erzeugern unterschiedlich ausgebaut. Seit August 2023 ist die Bezeichnung Sidra da Madeira als geschützte geografische Angabe, kurz IGP beziehungsweise auf Deutsch g.g.A., eingetragen. Die Mostra da Sidra in Santo da Serra ist das historische, ländliche Originalfest. Aber auch hier könnte Verwechslungsgefahr mit dem Cider Fest Madeira drohen, einem neueren, großen Event, das im Juni direkt in der Hauptstadt Funchal veranstaltet wird.

Clube de Golf Santo da Serra

Etwas außerhalb des Zentrums liegt mit dem Clube de Golf Santo da Serra einer der bekanntesten Golfplätze Portugals. Seine Geschichte begann 1937 mit einem kleinen Platz mit neun Löchern. Der heutige Club entstand schrittweise. Ab Ende der 1980er-Jahre entwickelte die Betreibergesellschaft eine neue Anlage nach Plänen des amerikanischen Golfarchitekten Robert Trent Jones Senior. 1991 wurden zunächst 18 Löcher eröffnet. Seit 1998 stehen drei Schleifen mit jeweils neun Löchern zur Verfügung: Machico, Desertas und Serras. Sie lassen sich zu unterschiedlichen 18-Loch-Runden kombinieren. Die Kombination aus Machico und Desertas bildet den anspruchsvollen Championship-Kurs mit Schluchten-Carries, während Serras etwas flacher und verzeihender zu spielen ist. Insgesamt misst die Anlage 9.003 Meter.
Golf Santo da Serra
Golfen mit atemberaubendem Ausblick auf dem Golfplatz von Santo da Serra. Bild: Madeira Promotion Bureau/Sophia Rossmanith

Am bekanntesten sind die Bahnen des Machico-Kurses. Einzelne Abschläge und Grüns liegen hoch über der Küste und eröffnen den Blick auf die Bucht von Machico, den Atlantik und die Ilhas Desertas. Der Platz bietet aber nicht nur schöne Ausblicke, sondern auch zahlreiche Herausforderungen. Das unberechenbare Wetter auf dem Hochplateau in rund 700 Metern Höhe (oft starker Wind oder plötzlicher Nebel) sowie viele Baumgruppen und Bodenwellen machen das Spiel sportlich sehr anspruchsvoll und verlangen präzises Spiel. Wegen der teils sehr steilen Abschnitte wird dringend empfohlen, einen Buggy (Golfcart) zu mieten, auch wenn die Leihgebühren vor Ort recht hoch sind.

Die Beliebtheit des Clube de Golf Santo da Serra zeigt sich auch in diversen Auszeichnungen sowohl von Amateuren als auch von Profis. Bei den renommierten Golfamore Awards (die auf über 160.000 Bewertungen von echten Golfern basieren) wurde der Clube de Golf Santo da Serra als bester Golfplatz Portugals in der Kategorie „Players‘ Choice“ ausgezeichnet. Der Guide Rolex World’s Top 1000 Golf Courses listete die Anlage auf einem der absoluten Spitzenplätze innerhalb Portugals. In klassischen Architekturbewertungen (wie Top 100 Golf Courses) belegt er verlässlich Top-Platzierungen unter den rund 75 Plätzen des Landes.

Der Platz war über viele Jahre Austragungsort der Madeira Island Open beziehungsweise Madeira Islands Open. Das Turnier gehörte zeitweise zur PGA European Tour und machte Santo da Serra international bekannt. Stars wie Justin Rose oder Lee Westwood haben hier bereits abgeschlagen.

Santo da Serra Golfplatz mit Aussicht
Der Golfplatz von Santo da Serra bietet ein Spiel mit Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Bild: zarco - Eigenes Werk

Wer den Platz einmal selbst bespielen möchte, kann Startzeiten vorab online reservieren. Die offiziellen Greenfee-Preise liegen bei 95 Euro für neun Löcher und 145 Euro für 18 Löcher. Jugendliche unter 18 Jahren erhalten 50 Prozent Ermäßigung. Für einen Buggy werden 50 Euro für neun und 60 Euro für 18 Löcher berechnet. Leihschläger kosten 65 Euro. Ein Trolley kostet 15 Euro (alle Preise Stand Oktober 2026). Sonderpreise können über Partnerhotels oder Reiseveranstalter erhältlich sein.

Tipp: Der Club bietet verschiedene „Special Offers“ an, die für Vielgolfer sehr interessant sind, zum Beispiel 7 Tage unbegrenztes Golfen für 360 bis 400 Euro oder 3 Tage Greenfee inklusive Buggy für 380 Euro und einige weitere Spezialangebote. Ebenso akzeptiert der Club die bekannte Golfamore Card. Da sich diese Angebote ändern können, lohnt sich vor der Buchung ein Blick auf die offizielle Website des Clubs oder eine Nachfrage nach aktuellen Sonderangeboten.

Adresse:
Clube de Golf Santo da Serra, 9200-152 Machico
Telefon: +351 291 550 100
Greenfee: 95 Euro für 9 Löcher, 145 Euro für 18 Löcher
Stand: Oktober 2026

Klima und passende Kleidung

Die Höhenlage macht sich in Santo da Serra deutlich bemerkbar. Hier ist es häufig kühler, feuchter und windiger als in Machico oder Santa Cruz. An manchen Tagen setzen sich die Wolken am Hochplateau fest, während an der Küste die Sonne scheint. Umgekehrt kann sich der Nebel auch in kurzer Zeit wieder auflösen. Eine leichte Jacke gehört deshalb auch dann ins Auto oder in den Rucksack, wenn der Tag am Meer warm begonnen hat. Wanderer sollten berücksichtigen, dass nach Regen oder im Nebel die Wege im Park und auf landwirtschaftlichen Pfaden länger feucht bleiben.

Im Hochsommer bietet das kühler und feuchtere Klima aber auch Vorteile. Bei entsprechend hohen Temperaturen an der Küste, lässt es sich hier dann wesentlich besser aushalten als in tieferen Lagen. Coolcation wäre zwar eine etwas übertriebene Beschreibung, aber es geht in die Richtung.

Wandern und Ausflüge in der Umgebung

Santo da Serra eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die ländlichen Gebiete in der östlichen Bergwelt Madeiras. Durch das feuchtere Bergklima ist die Region extrem grün und waldreich. Im Gegensatz zu den extrem steilen Klippenpfaden im Westen der Insel wandert man hier viel durch üppige Eukalyptus- und Kiefernwälder sowie landwirtschaftlich genutzte Terrassenfelder. Hier einige Beispiele für besonders beliebte Wanderrouten in der Region:

  • Levada da Serra do Faial (Nach Camacha): Eine der entspanntesten und schönsten Strecken der Region. Der Weg startet direkt nahe dem Dorfplatz und führt über ca. 14 Kilometer eben am Wasserkanal entlang bis in das Korbflechtdorf Camacha. Der Weg führt geschützt unter einem Blätterdach aus Wald und vorbei an üppigen Hortensien und Kamelien. Perfekt für Genießer.
  • Levada Nova – Santo da Serra: Eine landschaftlich wilde, teils unberührte Route. Sie führt an tiefen Tälern entlang und bietet großartige Ausblicke. Highlight: Nach einem kurzen Abstecher erreicht man den malerischen Madre d’Água Wasserfall. Der Weg kann stellenweise matschig sein, bietet aber viel Einsamkeit.
  • Levada dos Maroços (Das landwirtschaftliche Herz): Diese Levada liegt knapp unterhalb von Santo da Serra in Richtung Machico. Sie ist komplett flach, sehr leicht zu gehen und führt mitten durch die bewohnten Terrassengärten der Einheimischen. Hier kann man das traditionelle, ländliche Madeira erleben und an kleinen Ständen am Wegesrand frische Früchte kaufen. Da es keine offizielle „PR-Route“ des Tourismusverbands ist, fallen hier keine Gebühren oder Reservierungspflichten an.
  • Für ambitionierte Wanderer: Die anspruchsvolle Strecke von Santo da Serra hinunter nach Porto da Cruz und hinauf auf den markanten Vulkankegel Penha d’Águia (Adlerfelsen) bietet gigantische Atlantik-Aussichten, erfordert aber eine sehr gute Kondition.

Lernen Sie Santo da Serra persönlich kennen:

Anreise und Parken

Mit dem Mietwagen erreicht man Santo da Serra von Machico oder Santa Cruz über kurvenreiche Bergstraßen. Von Machico dauert die Fahrt je nach Ausgangspunkt und Verkehr etwa 20 bis 30 Minuten. Für die Strecke ab Funchal sollten ungefähr 35 bis 45 Minuten eingeplant werden. Die beste Verbindung ab Funchal ist über die Autobahn VR1 in Richtung Osten bis zur Ausfahrt Richtung Machico/Santo da Serra. Von dort muss man nur noch der gut ausgebauten Landstraße ER207 bergauf folgen. Wer mit dem Bus anreisen möchte nimmt am besten die Linie 651 (ehemals Linie 77), die von der Gesellschaft SAM (Companhia de Autocarros da Madeira) unter dem Verkehrsnetz SIGA betrieben wird. Der Bus fährt direkt vom zentralen Terminal in Funchal ab und bringt die Fahrgäste bis ins Zentrum von Santo da Serra.

Parken in Santo da Serra
Unter der Woche ist die Parksituation in Santo da Serra meist sehr entspannt. In der Regel findet man problemlos kostenfreie Parkplätze entlang der Straßen im Ortszentrum, direkt an der Kirche oder am Eingang zur Quinta do Santo da Serra. Auch der Santo da Serra Golf Club verfügt über einen großen, kostenfreien Kundenparkplatz. Sonntags dagegen, wenn am Markttag die Feira de Santo da Serra stattfindet und Hunderte Einheimische und Touristen in den Ort strömen, ist die Parkplatzsuche eine kleine oder auch große Herausforderung. Die Straßen im Ortskern sind dann oft zugeparkt oder gesperrt. Es wird dann aber ein großer, provisorischer Großraumparkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Marktes eingerichtet. Das Parken dort ist bewacht und kostet eine symbolische Gebühr von ca. 0,50 € (Kleingeld bereithalten). Wer am Sonntag nach Santo da Serra kommt, sollte vor 10:30 Uhr anreisen, um dem ganz großen Stau bei der Parkplatzsuche zu entgehen.

Impressionen von Santo da Serra (von Filipe Nuno Ornelas):

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