Kaum ein Gebäude steht so deutlich für Madeira wie das kleine Haus mit weißer Fassade, roten Türen und einem tief herabgezogenen Strohdach. In Santana begegnet man diesem Motiv gleich mehrfach. Reisebusse halten im Zentrum, Besucher fotografieren die bunten Häuschen und fahren kurze Zeit später weiter. Wer Santana allerdings darauf reduziert, verpasst einen wesentlichen Teil des Ortes.
Die Stadt liegt auf einem grünen Hochplateau an Madeiras Nordküste. Der Atlantik ist nah, vom Zentrum aus aber meist nur in der Ferne zu sehen. Felder, Gärten und vereinzelte Wohnhäuser ziehen sich über eine Landschaft, die deutlich weiter und weniger dicht bebaut wirkt als viele Orte im Süden der Insel. Dahinter steigt das Gelände zum Laurisilva-Wald und zu den höchsten Gipfeln Madeiras an. Santana deshalb nur als kurzen Fotostopp abzuhandeln, würde dem schmucken Ort nicht gerecht. Hier lässt sich Madeira hervorragen von seiner ruhigen und landwirtschaftlich geprägten Seite kennenlernen.
Stadt, Gemeinde und Kreis
Der Name Santana kann verschiedene Gebiete bezeichnen. Die eigentliche Stadt ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde. Zum wesentlich größeren Kreis Santana gehören außerdem Arco de São Jorge, Faial, Ilha, São Jorge und São Roque do Faial. Diese Unterscheidung ist bei der Reiseplanung wichtig. Der Pico Ruivo, der Waldpark Queimadas und das Naturschutzgebiet Rocha do Navio werden häufig Santana zugerechnet, liegen aber nicht unmittelbar im Ortszentrum. Auch die Igreja Matriz de São Jorge steht in der mehrere Kilometer entfernten Gemeinde São Jorge.
Der Kreis Santana umfasst rund 95 Quadratkilometer und hatte bei der Volkszählung 2021 etwa 6.550 Einwohner. Rund 2.800 davon lebten in der Gemeinde Santana. Seit 2001 besitzt der Hauptort offiziell den Status einer Stadt. Gemessen an seinem Erscheinungsbild bleibt Santana dennoch überschaubar und ländlich. Ein kompaktes historisches Zentrum wie in Machico oder Ribeira Brava gibt es hier nicht. Rathaus, Kirche, Geschäfte, Wohnhäuser und touristische Einrichtungen verteilen sich über mehrere Straßen und Höhenstufen. Vieles lässt sich zu Fuß erreichen, die Entfernungen wirken jedoch größer als auf der Karte.
Wie Santana entstand
Die Besiedlung des Nordens begann kurz nach der portugiesischen Erschließung Madeiras im 15. Jahrhundert. Das feuchte Klima, zahlreiche Wasserläufe und fruchtbare Böden boten gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Gleichzeitig erschwerten die steilen Berge lange Zeit den Austausch mit Funchal und der Südküste.
Der Ortsname Santana geht auf die heilige Anna zurück. Eine ihr geweihte Kapelle bildete den religiösen Mittelpunkt der frühen Siedlung. Die eigenständige Pfarrei entstand im 16. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde Santana Sitz eines eigenen Kreises. Zu diesem Kreis gehörte zunächst auch Porto da Cruz. Der Ort wurde 1852 abgetrennt und Machico zugeschlagen. Die heutigen Verwaltungsgrenzen bestehen im Wesentlichen seit 1955.
Über Jahrhunderte lebten viele Familien vom Anbau von Getreide, Kartoffeln, Mais, Obst und Gemüse. Viehhaltung und Forstwirtschaft ergänzten das Einkommen. Kleine Felder, Stützmauern und Bewässerungskanäle prägen das Umland bis heute. Die Landwirtschaft hat an wirtschaftlicher Bedeutung verloren, ist im Landschaftsbild aber weiterhin präsent.
Was hinter den Strohhäusern steckt
Die Casas Típicas de Santana sehen mit ihren kräftigen Farben und gepflegten Vorgärten fast wie gebaute Illustrationen aus. Ursprünglich waren sie schlichte Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude. Holz und Getreidestroh standen im Norden Madeiras vergleichsweise leicht zur Verfügung. Das erklärt die Wahl der Materialien. Das steile Dach ließ Regen schnell ablaufen und schützte die Holzkonstruktion vor der hohen Feuchtigkeit. Gleichzeitig reichte es an beiden Seiten fast bis zum Boden und bildete dadurch die charakteristische Dreiecksform.
Im Erdgeschoss lagen gewöhnlich die Wohnräume. Ein einfacher Raumteiler trennte den Schlafbereich ab. Den Dachraum nutzten die Bewohner je nach Haustyp als Lager für Saatgut und landwirtschaftliche Erzeugnisse oder als zusätzlichen Schlafplatz. Er war teilweise nur über eine Leiter von außen erreichbar. Küche und sanitäre Anlagen befanden sich häufig in einem separaten Anbau.
Es gab unterschiedliche Bauformen. Manche Häuser standen unmittelbar auf einer Holzkonstruktion nahe am Boden. Andere ruhten auf niedrigen Mauern aus Basaltstein und besaßen ein geräumigeres Erdgeschoss. Das Strohdach musste regelmäßig ausgebessert und nach einigen Jahren vollständig erneuert werden. Der Erhalt der hübschen Häuser ist daher bis heute sehr aufwendig. Solche Häuser existierten früher auch in anderen Teilen Madeiras. In Santana blieben besonders viele Beispiele erhalten, weshalb die Bauform heute eng mit dem Ort verbunden wird.
Der Núcleo de Casas Típicas
Die bekannteste Gruppe restaurierter Häuser steht direkt neben dem Rathaus an der Avenida 25 de Maio. Dieser kleine Núcleo de Casas Típicas ist frei zugänglich. In einigen Gebäuden werden Kunsthandwerk, regionale Lebensmittel, Blumen, Getränke und Souvenirs verkauft. Die Häuser sind sorgfältig restauriert und bewusst fotogen gestaltet. Einen wirklich vollständig erhaltenen historischen Bauernhof gibt es hier allerdings nicht zu sehen. Der Núcleo ist eine kompakte Präsentation der lokalen Baukultur, zugleich aber eine touristische Verkaufsfläche.
Für einen ersten Eindruck genügen 20 bis 30 Minuten. Interessanter wird die Suche, wenn man anschließend durch die umliegenden Straßen fährt oder spaziert. Im Gemeindegebiet stehen weitere Strohhäuser, darunter ältere private Gebäude, Scheunen und restaurierte Unterkünfte. Sie wirken weniger inszeniert und zeigen besser, wie die Bauweise in die landwirtschaftliche Umgebung eingebunden war.
Für den frei zugängliche Außenbereich gibt es keine verbindliche Besuchszeiten. Die Verkaufsräume sind üblicherweise tagsüber geöffnet.
Adresse: Avenida 25 de Maio, neben dem Rathaus, 9230-116 Santana
Eintritt: kostenlos
Zeitbedarf: etwa 20 bis 30 Minuten
Die Pfarrkirche von Santana
Etwas abseits der bekannten Häuser steht die Igreja Matriz de Santana. Der heutige Kirchenbau entstand im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Er ist der heiligen Anna gewidmet, der Schutzpatronin des Ortes. Die schlichte weiße Außenfassade unterscheidet sich deutlich von der größeren und kunsthistorisch bedeutenderen Igreja Matriz de São Jorge. Im Inneren besitzt die Kirche vergoldete Holzarbeiten, Altäre und religiöse Bildwerke.
Da die Kirche weiterhin von der Gemeinde genutzt wird, gibt es keine verlässlichen touristischen Öffnungszeiten. Gottesdienste, Trauerfeiern oder andere kirchliche Termine haben Vorrang.
Ein Themenpark über Madeira
Am südlichen Rand von Santana liegt der Parque Temático da Madeira. Der Themenpark beschäftigt sich mit der Geschichte, Natur und Kultur des Archipels. Auf dem weitläufigen Gelände stehen Pavillons, nachgebildete traditionelle Gebäude, Gärten und kleinere Fahrattraktionen. Der Themenpark richtet sich mit seinem Angebot vor allem an Familien. Einige Bereiche vermitteln Wissen über die Entdeckung Madeiras, traditionelle Berufe und die Besiedlung der Insel, andere dienen vor allem der Unterhaltung.
Adresse: Estrada do Parque Temático 1, 9230-098 Santana
UNESCO-Biosphärenreservat Santana Madeira
Seit 2011 gehört der gesamte Kreis Santana zum Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate. Es war das erste Biosphärenreservat im Madeira-Archipel. Es handelt sich dabei nicht um ein abgeschlossenes Naturschutzgebiet, aus dem Menschen möglichst ferngehalten werden sollen. Vielmehr werden Dörfer, landwirtschaftliche Flächen und wirtschaftliche Aktivitäten mit einezogen und es soll gezeigt werden, , sondern , wie Naturschutz und menschliche Nutzung miteinander vereinbart werden können. Zum Reservat gehören das gesamte Festlandgebiet des Kreises und ein angrenzender Abschnitt des Atlantiks bis zur Tiefenlinie von 200 Metern.
Die Spannweite ist ungewöhnlich groß. Sie reicht von der felsigen Küste über bewirtschaftete Fajãs und Siedlungen bis zum Laurisilva-Wald und zum 1.862 Meter hohen Pico Ruivo. In kurzer Entfernung treffen maritime Lebensräume, Kulturlandschaften und alpine Bergregionen aufeinander. Der UNESCO-Status eines Biosphärenreservats ist nicht mit dem Welterbetitel gleichzusetzen. Innerhalb des Kreises liegt allerdings auch ein Teil des Laurisilva-Waldes, den die UNESCO bereits 1999 zum Weltnaturerbe erklärte. Dieser Wald ist ein Überrest jener Lorbeerwälder, die vor Millionen Jahren große Bereiche Südeuropas bedeckten.
Queimadas und die Levada do Caldeirão Verde
Oberhalb von Santana liegt der Parque Florestal das Queimadas. Schon die Anfahrt zeigt, wie schnell sich die Landschaft verändert. Aus den offenen Feldern rund um den Ort führt die Straße in einen feuchten Wald mit Lorbeerbäumen, Farnen, Moosen und eingeführten Baumarten. Am Ausgangspunkt steht ein großes Gebäude mit tief herabgezogenem Strohdach. Die Casa de Abrigo das Queimadas greift die traditionelle Bauweise Santanas auf, ist aber wesentlich größer als die kleinen Häuser im Ortszentrum.
Hier beginnt die PR 9, die Levada do Caldeirão Verde. Der Weg folgt einem historischen Bewässerungskanal durch den Laurisilva-Wald. Mehrere in den Fels geschlagene Tunnel, schmale Passagen und steil abfallende Hänge machen die Tour abwechslungsreich. Am Caldeirão Verde fällt Wasser über eine hohe Felswand in einen kleinen Kessel. Die einfache Strecke misst 8,7 Kilometer. Für Hin- und Rückweg gibt die offizielle Beschreibung rund sechseinhalb Stunden an. Eine Taschenlampe oder Stirnlampe ist für die Tunnel notwendig. Ebenso wichtig sind feste Schuhe und ein Blick auf den aktuellen Wegestatus. Nach Starkregen, Felsstürzen oder Wartungsarbeiten können Abschnitte gesperrt werden.
Zwischen Queimadas und Pico das Pedras verläuft außerdem die PR 9.1. Der knapp zwei Kilometer lange Abschnitt wurde als zugänglicher Naturweg für Menschen mit motorischen oder visuellen Einschränkungen angelegt. Ob er den individuellen Anforderungen tatsächlich entspricht, sollte vorab geprüft werden.
Stand Oktober 2026 kostet der Zugang zu den ausgewiesenen Wegen für Besucher über zwölf Jahre 4,50 Euro. Die Buchung erfolgt über das Portal SIMplifica. Der Parkplatz in Queimadas kostet 2 Euro pro Stunde.
Auf den Pico Ruivo
Der höchste Berg Madeiras liegt ebenfalls im Kreis Santana. Der kürzeste reguläre Aufstieg beginnt an der Achada do Teixeira, die vom Ortszentrum über eine kurvenreiche Bergstraße erreichbar ist. Die PR 1.2 führt auf 2,8 Kilometern zum Pico Ruivo. Für den Hin- und Rückweg ergeben sich 5,6 Kilometer. Die offizielle Gehzeit beträgt etwa eineinhalb Stunden, Pausen nicht eingerechnet. Der Weg ist deutlich kürzer als die bekannte Überschreitung vom Pico do Areeiro, verläuft aber in großer Höhe. Steigungen, Treppen, Wind und rasch aufziehende Wolken sollten nicht unterschätzt werden.
Kurz nach dem Start passiert man den Homem em Pé, eine natürliche Felsformation, deren Umriss an eine stehende Person erinnert. Oberhalb der Berghütte führt der letzte Anstieg zum Gipfel. Bei klarer Sicht reicht der Blick über das Zentralmassiv, die Nordküste und große Teile der Insel. Das Wetter im Ortszentrum von Santana sagt wenig über die Bedingungen am Berg aus. Während in Santana die Sonne scheint, können am Pico Ruivo Nebel, starker Wind und niedrige Temperaturen herrschen. Umgekehrt liegt die Küste gelegentlich unter Wolken, während die Gipfel darüber frei bleiben.
Für die PR 1.2 galt im Oktober 2026 ebenfalls ein Zugangspreis von 4,50 Euro für Besucher über zwölf Jahre.
Rocha do Navio
Nördlich des Ortszentrums fällt die Küste steil zum Atlantik ab. Unterhalb der Klippen liegt die Fajã da Rocha do Navio, eine kleine, landwirtschaftlich genutzte Ebene am Meer. Der Name erinnert an ein niederländisches Schiff, das dort im 19. Jahrhundert verunglückt sein soll.
Das umliegende Meer und ein schmaler Küstenstreifen stehen seit 1997 unter Schutz. Die Reserva Natural da Rocha do Navio entstand auf Initiative der örtlichen Bevölkerung, nachdem die Bestände verschiedener Meeresarten zurückgegangen waren. In den Gewässern leben unter anderem Zackenbarsche, Muränen und zahlreiche kleinere Fischarten. Auch die seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe kann vor Madeiras Küste vorkommen.
In der Region gibt es eine kleine Seilbahn, die ursprünglich gebaut wurde, damit Landwirte ihre Felder auf der Fajã leichter erreichen können. Die Fahrt dauerte nur etwa fünf Minuten, überwindet aber einen beträchtlichen Höhenunterschied. Für Urlauber ist es derzeit etwas schwierig, eine Tour verlässlich mit der Seilbahn zu planen, da sie zeitweise geschlossen und nur unregelmäßig in Betrieb ist. Offiziell soll sie eigentlich täglich von 09:00 bis 13:00 Uhr sowie von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet sein, in der Realität ist auf diese Betriebszeiten leider kein Verlaß. Wer eine Tour einschließlich der Seilbahnfahrt plant, sollte sich daher besser vorab bei den örtlichen Tourismusbüros informieren oder alternativ den steilen Fußweg hinunter zur Fajã in Kauf nehmen. Auch wenn die Seilbahn nicht fahren sollte, ist der Aussichtspunkt an der Bergstation ein lohnenswertes Ausflugsziel. Von dort sieht man die steile Küste, die bewirtschafteten Flächen am Meer und bei klarer Sicht bis zur vorgelagerten Ilhéu da Viúva.
Adresse: Estrada da Rocha do Navio, Sítio do Parlatório, 9230-105 Santana
São Jorge und seine Kirche
Westlich von Santana liegt São Jorge, eine der ältesten Siedlungen an Madeiras Nordküste. Die Igreja Matriz de São Jorge gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten im Norden der Insel. Sie wurde im 17. Jahrhundert errichtet und gilt als größte Barockkirche Madeiras.
Ihre weiß verputzte Fassade wird von dunklem Naturstein eingefasst. Im Inneren bestimmen vergoldete Schnitzarbeiten, bemalte Decken und reich ausgestattete Altäre das Bild. Der Bau ist erheblich größer als die Pfarrkirche von Santana und verweist auf die frühere Bedeutung São Jorges.
Feste mit eigenem Charakter
Santana bewahrt seine Traditionen nicht allein in Museen und restaurierten Häusern. Mehrere Veranstaltungen bringen Tanz, Musik und lokale Landwirtschaft ins Zentrum. Die Festa dos Compadres eröffnet gewöhnlich die Karnevalszeit auf Madeira. Ihre Ursprünge reichen in die 1920er- oder 1930er-Jahre zurück. Bei Umzügen und satirischen Darstellungen werden gesellschaftliche Ereignisse und lokale Konflikte aufgegriffen. Im Mittelpunkt stehen die Figuren des Compadre und der Comadre.
Im Sommer folgt das regionale Folklorefestival 24 Horas a Bailar. Gruppen aus verschiedenen Teilen Madeiras und eingeladene Ensembles präsentieren Tänze, Trachten und Musik. Der Name ist wörtlich gemeint: Das Programm erstreckt sich über einen ganzen Tag und die folgende Nacht. 2026 fand das Festival Anfang Juli statt. Hinzu kommen kleinere landwirtschaftliche Feste im Kreis, etwa die Anona-Ausstellung in Faial, Veranstaltungen rund um Zitrusfrüchte oder regionale Produkte sowie das Musikfestival A’Norte. Feste Termine für die Festivals gibt es nicht. Im Veranstaltungskalender der Gemeinde werden sie aber jedes Jahr ausgelobt.
Restauranttipps in Santana
Eine der bekanntesten Adressen ist das Restaurant der Quinta do Furão. Es liegt außerhalb des Zentrums auf einem Gelände über den Klippen. Serviert werden madeirische und portugiesische Gerichte, darunter Fleisch vom Grill, Fisch, Suppen und regionale Desserts. Der Blick von der Terrasse bei klarem Wetter ist einmalig.
Quinta do Furão
Estrada da Quinta do Furão 6
9230-082 Santana
Eine bodenständigere Alternative ist das Cantinho da Serra auf dem Weg in Richtung Pico das Pedras und Queimadas. Das familiengeführte Restaurant ist für Fleischgerichte vom Holzfeuer, regionale Zutaten und hausgemachte Desserts bekannt. Es liegt etwas außerhalb.
Cantinho da Serra
Estrada do Pico das Pedras 57
9230-107 Santana
Bei beiden Restaurants empfiehlt sich eine Reservierung, besonders am Wochenende.
Wetter in Santana
Die höhere Lage von Santana bedingt etwas andere Wetterverhältnisse, als bei den tiefer gelegenen Küstenorten an der Südküste. Hier ist es in der Regel feuchter und häufig auch kühler als in Funchal oder Calheta. Wolken bleiben an den Berghängen hängen, kurze Regenschauer gehören selbst dann zum Tagesablauf, wenn der Süden trocken bleibt.
Das ist kein grundsätzlicher Nachteil. Die häufige Feuchtigkeit erklärt das intensive Grün, die fruchtbaren Felder und die Nähe zum Laurisilva-Wald. Für einen Badeurlaub ist Santana allerdings kaum geeignet. Wer hier übernachtet, entscheidet sich eher für Wandern, Landschaft und ruhige Abende. Eine leichte Regenjacke gehört zu jeder Jahreszeit ins Gepäck. Für Ausflüge in die Berge sind zusätzliche warme Kleidung und feste Schuhe sinnvoll.
Anreise und Parken
Mit dem Mietwagen erreicht man Santana von Funchal je nach Verkehr in etwa 40 bis 50 Minuten. Vom Flughafen dauert die Fahrt ungefähr eine halbe Stunde. Die moderne Straßenverbindung führt durch zahlreiche Tunnel und ist deutlich bequemer als die alten Küstenstraßen.
Im Zentrum gibt es Stellplätze rund um Rathaus, Themenpark und die wichtigsten Geschäfte. Wenn mehrere Ausflugsbusse gleichzeitig eintreffen, wird es nahe den Strohhäusern lebhaft. Schon wenige Straßen weiter entspannt sich die Situation meist. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbindet die SIGA-Linie 801 Santana und Funchal. Weitere Linien erschließen Orte innerhalb des Kreises. Für Queimadas, Achada do Teixeira und abgelegene Aussichtspunkte ist ein Mietwagen oder organisierter Transfer wesentlich praktischer.
Für wen ist Santana als Urlausort geeignet?
Als Urlaubsort eignet sich Santana vor allem für Wanderer, Naturreisende und Gäste, die am Abend keine große Auswahl an Bars oder Unterhaltung benötigen. Restaurants, Supermärkte und grundlegende Dienstleistungen sind vorhanden. Das Nachtleben bleibt überschaubar. Wer Sonne, Strand und kurze Wege zu vielen Restaurants sucht, wird an der Südküste eher fündig. Wer morgens schnell im Wald oder in den Bergen sein möchte, gewinnt durch eine Unterkunft in Santana Zeit und erlebt einen Teil Madeiras, den viele Tagesgäste nur flüchtig sehen.
Lernen Sie Santana persönlich kennen:
Pauschalreisen nach Santana
Angebote Finden >
Wer Santana nur einen kurzen Besuch abstatten möchte, sollte für die Strohhäuser, die Kirche und einen Rundgang durch den Ort etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Ein ganzer Tag erlaubt die Verbindung mit Queimadas, Rocha do Navio oder São Jorge. Für eine Wanderung zum Caldeirão Verde sollte Santana den Mittelpunkt des Tages bilden. Dasselbe gilt für den Aufstieg zum Pico Ruivo.








